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Grüne Papageien Köln

Was fressen Kölns grüne Papageien – und darf man sie füttern?

Sie knabbern an Knospen, hängen in Platanen und tauchen auch an privaten Futterstellen auf: Kölns Halsbandsittiche finden in der Stadt erstaunlich viel Nahrung. Aber was genau steht auf ihrem Speiseplan – und sollte man die grünen Papageien überhaupt zusätzlich füttern?

Wer Kölns grüne Papageien beobachtet, sieht sie oft hoch oben in Bäumen sitzen. Dort finden die Sittiche einen großen Teil ihrer Nahrung selbst. Nach Angaben des NABU Köln fressen Halsbandsittiche unter anderem Früchte, Beeren, Nüsse, Samen, Blüten und Nektar. Im Laufe ihrer Ansiedlung in europäischen Städten haben sie ihr Nahrungsspektrum stark erweitert. Der NABU nennt eine Größenordnung von etwa 50 bis 120 verschiedenen Futterpflanzen. (Foto: Imago / Horst Galuschka)

Das erklärt auch, warum die ursprünglich aus wärmeren Regionen stammenden Vögel in Köln mittlerweile ganzjährig zurechtkommen.

Diese Bäume sind für Kölns Sittiche besonders wichtig

Der NABU Köln nennt in seinem Faktencheck einige Pflanzen ausdrücklich. Besonders gern nehmen die Sittiche Pflanzenteile von Rosskastanien, Hainbuchen und Ahornblättrigen Platanen auf.

Gerade Hainbuche und Platane spielen im Winter eine Rolle, weil dort auch in der kalten Jahreszeit Nahrung verfügbar bleibt. Die Platane ist dabei für Köln besonders bedeutend: Nach Angaben des NABU stehen allein in der Kölner Innenstadt rund 6.000 Exemplare.

➡️ Die grünen Papageien sind deshalb nicht darauf angewiesen, dass Menschen ihnen im Winter Futter hinstellen.

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Sie kommen trotzdem an Futterhäuschen

Das bedeutet allerdings nicht, dass sie angebotene Nahrung verschmähen, wie viele Kölner aus Erfahrung berichten können.

Der NABU berichtet, dass die Sittiche in der Stadt auch leicht erreichbare Futterquellen nutzen – darunter klassische Futterhäuschen. Solche zusätzlichen Angebote können ihnen ebenfalls dabei helfen, ganzjährig in Köln zu überleben.

Wer ein Vogelhaus im Garten oder auf dem Balkon hat, kann deshalb durchaus erleben, dass plötzlich statt Meisen oder Spatzen ein grüner Papagei davor sitzt.

Muss man Kölns Papageien im Winter füttern?

Nein.

Die Sittiche finden auch während der kalten Monate ausreichend natürliche Nahrung und sind nicht auf Zufütterung durch Menschen angewiesen.

Anders als manchmal vermutet, ist der Winter für Kölns Halsbandsittiche also nicht automatisch eine Nahrungskrise. Sie haben sich über Jahrzehnte an die Bedingungen im Rheinland angepasst und nutzen ein sehr breites Angebot an Pflanzen.

Aber darf man die Sittiche überhaupt füttern?

Hier muss man zwischen „nicht nötig“ und „verboten“ unterscheiden.

Ein spezielles stadtweites Fütterungsverbot für Halsbandsittiche findet sich in der Kölner Stadtordnung nicht. Dort gibt es hingegen ausdrücklich ein Verbot für das Füttern von verwilderten Haus- und Wildtauben. Verstöße gegen dieses Taubenfütterungsverbot können nach Angaben der Stadt Köln mit 35 bis 1.000 Euro geahndet werden.

Auch für Wasservögel und Fische an öffentlichen Wasserflächen bestehen entsprechende Regelungen. Halsband- oder Alexandersittiche werden in diesen von der Stadt dargestellten Fütterungsverboten hingegen nicht genannt.

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Warum Zurückhaltung trotzdem sinnvoll ist

Die Vögel brauchen die zusätzliche Nahrung nicht. Hinzu kommt ein allgemeines Problem bei größeren Futtermengen im öffentlichen Raum: Ausgelegtes Futter kann auch andere Tiere anlocken.

Gerade bei Kölns Sittichen gibt es außerdem wenig Anlass, aktiv nachzuhelfen: Ihre Population ist etabliert, und die Tiere sind sehr gut darin, selbst Nahrung zu finden. Der NABU Köln gibt für die Halsbandsittiche in den vergangenen Jahren einen durchschnittlichen Bestand von rund 2.000 Tieren an; je nach Jahreszeit schwanke er etwa zwischen 1.300 und 2.700 Exemplaren.

Was sollte man den grünen Papageien auf keinen Fall geben?

Wer Sittiche beobachtet, sollte sie nicht mit menschlichen Essensresten versorgen. Brot, stark gesalzene oder gewürzte Lebensmittel gehören nicht zum natürlichen Nahrungsspektrum der Tiere.

Für Kölns frei lebende Sittiche ist das ohnehin unnötig: Sie sind Pflanzenfresser und bedienen sich an einer Vielzahl von Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen.

Köln selbst bietet den Papageien einen reich gedeckten Tisch

Die Stadt selbst bietet ihnen sehr gute Bedingungen. Das milde Klima der Köln-Bonner Bucht, zahlreiche Parks, alte Bäume und ein breites Nahrungsangebot haben dazu beigetragen, dass sich Halsbandsittiche und Große Alexandersittiche hier dauerhaft etablieren konnten.

Die Stadt Köln verweist ebenfalls darauf, dass die Köln-Bonner Bucht wegen ihres gemäßigten Klimas besonders stark von den Papageien besiedelt ist.

Wer den grünen Papageien also etwas Gutes tun möchte, muss ihnen nicht unbedingt Futter hinlegen.

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