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Historische Aufnahme der Hohe Straße in Köln mit Geschäften und Passanten

9 verschwundene Kult-Geschäfte auf der Hohe Straße in Köln

Wer in Köln einkaufen geht, kam früher an der Hohe Straße nicht vorbei. Heute reihen sich hier vor allem große Ketten aneinander und viele Kölner sind enttäuscht über den teils verwahrlosten Zustand der Einkaufsstraße.

Früher war die Einkaufsmeile voller kleiner und großer Läden, die für viele Kölner ein Stück Kindheit und Jugend bedeuten. Ich habe hier einige Erinnerungen von euch an Geschäfte auf der Hohe Straße gesammelt, die so manche Jugend geprägt haben.

Die Aufnahme zeigt den Blick über den Wallrafplatz in die Hohe Straße hinein in den 1970er-Jahren. (Foto: IMAGO / United Archives)

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ELPI: Schallplatten auf zwei Etagen

ELPI gehörte zu den bekannten Kölner Anlaufstellen für Schallplatten. Auf zwei Etagen konnten Musikfans durch Neuerscheinungen und unterschiedliche Musikrichtungen stöbern – lange bevor Musik überwiegend gestreamt wurde.

„Es gab früher auf der Hohestraße das Schallplattengeschäft Elpi, das auf zwei Etagen verteilt war. Es war, vom Dom kommend, auf der rechten Seite, direkt hinter dem Wallraffplatz.“ (Jiri)

„Daneben der coole Laden mit den ganzen schrägen Klamotten, wie Petticoat, Spitzenhandschuhe, Nietengürtel, etc. Komme da auch nicht mehr auf den Namen hab aber noch einiges von da, heute in der Karnevalstruhe.“ (Anna)

Laura Ashley: Englische Mode und Wohnaccessoires

Die britische Marke Laura Ashley war für romantische Mode, florale Stoffe, Tapeten und Wohnaccessoires bekannt. Die Kölner Filiale brachte diesen unverwechselbaren Stil auch auf die Hohe Straße.

„Laura Ashley (an der Passage wo es zum Früh geht) In den achtziger/neunzigern außergewöhnliche, englische Mode und Wohnaccessoires. Wunderschöne, romantische Tapeten und Dekostoffe. Damit habe ich mir meine Plattenbausozialwohnung verschönert. Man gönnte sich ja sonst nichts.“ (Regine)

„Meine Oma hat mir dort Vorhänge mit Blumenmuster nähen lassen und dazu die passende Tapete spendiert, auch ich hab mein Zimmer in der GAG-Wohnung wo ich mit meinen Eltern lebte damit aufgehübscht und mir meine kleine Traumwelt erschaffen.“ (Susanne)

Kino und UFA-Passage auf der Hohe Straße

An der Hohe Straße 128–132 befand sich über Jahrzehnte das Passage-Theater. Das Kino wurde 1910 eröffnet, später von der UFA betrieben und im Jahr 2000 geschlossen.

„Das kleine Kino … wenn ich mich richtig erinnere in Höhe vom Media Markt.“ (Natalie)

„Ich kann mich noch ans Kino auf der Hohe Strasse erinnern.“ (Beate)

Du Ufa Passage auf der Hohe Straße im Jahr 1994. Foto: IMAGO / United Archives

Kaufhaus Merkur auf der Hohe Straße

Das Kaufhaus Merkur befand sich an der Hohe Straße 68–74. Besonders auffällig war die moderne Aluminium-Glas-Fassade des Gebäudes, die nach einem Entwurf des Architekten Egon Eiermann entstand.

„Ich habe vor 60 Jahren meine Lehre bei Merkur gemacht. Ein schönes Kaufhaus. Kennt kaum jemand noch.“ (Anne)

Anmerkung: Zuvor hieß es Kaufhaus Frank. Anfang der 1980er-Jahre ging das Merkur Kaufhaus pleite.

Salamander und die Lurchi-Hefte

Salamander war nicht nur wegen seiner Schuhe bekannt. Für viele Kinder gehörten vor allem die kostenlosen Lurchi-Hefte zum Besuch der Filiale – und machten den Einkauf zu einem besonderen Erlebnis.

„Ich habe Ende der 60er gegenüber von Merkur bei Salamander meine Ausbildung gemacht. Ich war unzählige Male in dem Kaufhaus.“ (Anne)

Das Bernsteinhaus

Das Bernsteinhaus war für Schmuck, kunsthandwerkliche Gegenstände und seine ungewöhnlich gestalteten Schaufenster bekannt. Vielen Kölnerinnen und Kölnern blieb das Geschäft deshalb noch lange nach seiner Schließung in Erinnerung.

„Bernsteinhaus, ist schon ewig zu. War toll zum stöbern. Hatten auch Elfenbeinschmuck bis er verboten wurde.“ (Eva)

So sah die Hohe Straße im Jahr 1980 aus. Foto: Imago / United Archives

Kämpgen und die Rutsche für Kinder

Das Kölner Schuhhaus Kämpgen gehörte für viele Familien zu einem Einkaufsbummel auf der Hohe Straße. Besonders die Rutsche für Kinder blieb zahlreichen Besucherinnen und Besuchern in Erinnerung.

„..die Rutsche beim Kämpgen wenn man zwei- dreimal im Jahr neue Schuhe bekam.“ (Britta)

„…und wenn man Salamander- Schuhe kaufte, gab es Lurchi- Comic-Hefte.“ (Michaela)

„MERKUR…es war toll dort an der Bar zu sitzen und draussen die Leute zu sehen..weil die Bar sofort am Schaufenster war.“ (Petra)

Juwelier Hölscher

Juwelier Hölscher befand sich an der Hohe Straße 114. Das Geschäft war für seinen Schmuck und seinen markanten, kunstvoll gestalteten Eingangsbereich bekannt.

„Juwelier Hölscher! Der hatte großartige Handarbeiten in der Auslage!Bisschen teuer, dafür aber einmalig!“ (Hans Josef)

Neben diesen bekannten Namen erinnern sich viele Menschen an weitere Geschäfte, Gaststätten und besondere Orte auf der Hohe Straße. Manche bestanden über Jahrzehnte, andere verschwanden bereits nach wenigen Jahren aus dem Kölner Stadtbild.

„Das Kino gegenüber von der Kaufhalle (jetzt Mediamarkt), Coast, Coelln-Karree, Spielehaus Richter. (Sascha)

So sieht die Hohe Straße heute aus

Viele der früheren Geschäfte sind heute verschwunden, doch die Hohe Straße befindet sich weiterhin im Wandel. Neue Geschäfte, große Bauvorhaben und die Umgestaltung ehemaliger Kaufhäuser verändern die Einkaufsstraße erneut.

Einen Überblick über die heutigen Geschäfte, die Geschichte und die aktuellen Veränderungen gibt unser Artikel über die Hohe Straße in Köln. Außerdem zeigen wir, welche fünf großen Projekte die Hohe Straße in den kommenden Jahren verändern sollen.

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4 Kommentare

  • Marita Pothmann

    Es ist eine Affenschande, dass die ganzen hochwertigen Geschäfte kaputt gemacht wurden. Das ist aber leider in anderen Großstädten genau so. Es gibt nur noch die Billigläden für die junge Generation. Ich bin gespannt, ob ich es noch erleben werde, dass die Hohe Straße wieder eine Vorzeige Meile wird, genau so ist es in der Schildergasse.
    Im jetzigen Zustand kann man sie als Kölner nur meiden. Grausam !!!

  • Habe ungefähr 1983 in der Passage neben altem Modehaus Sauer (?) im Spielwarengeschäft Modellschiffe von Hansa / Schowanek aus Metall im M 1:1250 gekauft. Name des Geschäfts leider entfallen.

  • Friedrich Schiborr

    Nach der Berufsschule stöberte ich gerne im
    Woolworth und dort im SB Restaurant was essen. Oder im Eiscafé Cortina am Fenster das Gewusel auf der Höhe Straße beobachten. Und nicht zu vergessen: Das wimpy. Burger und leckere Pommes. Lange bevor MC Donalds sich in Deutschland breit machte. Die 70 er waren super

  • Heult nicht. Sondern kauft weiter online.

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