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Hohe Straße Köln: Star-Architekt zeigt Glas-Vision für Fußgängerzone

Hohe Straße Koeln

Die Hohe Straße in Köln ist 680 Meter lang und 8 Meter breit. Und eine der am meisten frequentierten Einkaufsstraßen in ganz Deutschland. Wer zuletzt aber mal hier unterwegs war, der weiß auch: Die Qualität der Läden hat besonders seit Corona deutlich gelitten. Es gibt Leerstand und Billig-Läden. Ein Phänomen, das den Einzelhändel in ganz Köln beschäftigt.

In der Stadt gibt es nach wie vor einige Traditionsgeschäfte, aber auch schon vor Corona mussten regelmäßig Kölner Institutionen für immer schließen (hier seht ihr eine Liste von 11 Kölner Traditionsgeschäften, die wir schmerzlich vermissen) (Foto/Animation: Stephan Braunfels)

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Hohe Straße Köln: „Schlimmste Straße“ Deutschlands?

Wie kann man die Hohe Straße wieder attraktiver machen? Dazu hat sich der Architekt Professor Stephan Braunfels Gedanken gemacht. Das Ergebnis: Ein rundes Glasdach über der Fußgängerzone. Die Hohe Straße könnte so zur riesigen Glas-Passage werden. Eine solche Passage erinnert an prächtige Einkaufszonen, wie es sie etwa in Mailand in Italien gibt.

Eine Überdachung könnte vom Wallrafplatz am Kölner Dom bis hin zum Apple Store gehen, also rund 500 Meter. Das Dach würde auf Stelzen getragen und wäre rund 15 Meter über der Erde. Der Dom soll durch das Glasdach übrigens auch weiterhin sichtbar bleiben.

Braunfeld ist ein Architekt mit zahlreichen Auszeichnungen und Professor in Berlin. Beim Kölner Presseclub im August dieses Jahres hat er die Hohe Straße als die „schlimmste Straße“ Deutschlands bezeichnet. Gemeinsam mit engagierten Kölner Geschäftsleuten macht er sich deshalb derzeit Gedanken, wie die häufig verbaute und wenig einladende Stadt wieder für Menschen attraktiver gestaltet werden kann.

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Die alte Hohe Straße Passage

So sah die Hohe Straße Passage im Jahr 1863 aus. Foto: Rheinisches Bildarchiv

Die Hohe Straße in Köln gibt es bereits seit der Römerzeit. Damals hieß die Nord-Süd-Achse Cardo maximus. Ihr Verlauf war von der Severinstorburg bis zur Eigelsteintorburg. Wo die Schildergasse auf die Hohe Straße trifft, war zur Römerzeit in Köln das Forum, der cirucs maximus.

Es gab übrigens schon einmal eine Passage an der Hohe Straße: Wenn ihr von der Schildergasse links auf die Hohe Straße Richtung Dom abbiegt, mündet etwa 100 Meter weiter die Brückenstraße links in die Hohe Straße. Hier war ab 1863 die so genannte Königin Augusta Halle, auch Hohe Straße Passage genannt. Es gab 55 Läden und ein Kaffeehaus in der Mitte.

Die Überdachung der Hohe Straße ist übrigens lediglich ein Vorschlag, den nun auch die Stadt Köln auf dem Tisch liegen hat. Was daraus wird, ist völlig offen.

Kommentare

Hier kannst du einen Kommentar schreiben

  • Wäre eine tolle Sache mit der gläsernen Überdachung über der Hohe Str. Nur das Problem ist, ob sich im Rathaus die einzelnen Parteiein dazu durchringen diese Projekt zu verwirklichen. Dazu kommt noch die in Köln bekannte lahmarschige Bürokratie, die alles unnötig an Jahren in die Länge zieht, so daß Bauzeit und Kosten wieder sich ins Uferlose verlieren, wie schon öfter bei derartigenBauprolekten. Wenn, dann können wir uns vielleicht in 20 Jahren bis zur Fertigstellung daran erfreuen.
    Traurig, aber leider wahr.

    Dieter Schimanski