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Hohe Straße in Köln mit Geschäften und Passanten

Hohe Straße in Köln: Geschäfte, Geschichte und aktuelle Veränderungen

Die Hohe Straße in Köln gehört zu den bekanntesten Einkaufsstraßen der Stadt. Sie führt vom Bereich rund um den Dom durch die Innenstadt und trifft auf die Schildergasse. Täglich kommen hier zahlreiche Kölner, Besucher und Touristen vorbei. Doch das Bild der Straße hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert.

Neben bekannten Geschäften prägen derzeit Leerstände, Billigläden, Baustellen und sanierungsbedürftige Gebäude die Hohe Straße. Gleichzeitig stehen mehrere große Bauprojekte bevor. Neue Geschäfte, Wohnungen, Büros, Gastronomie und öffentlich zugängliche Dachterrassen sollen die Einkaufsstraße in den kommenden Jahren verändern.

Auf dieser Seite findet ihr einen Überblick über die Hohe Straße heute, die wichtigsten aktuellen Projekte und ihre lange Geschichte – von der römischen Hauptstraße bis zur modernen Fußgängerzone.

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Die Hohe Straße in Köln heute

Die Hohe Straße beginnt unweit des Kölner Doms am Wallrafplatz und führt durch die Innenstadt. Gemeinsam mit der Schildergasse bildet sie die bekannteste Einkaufszone Kölns. Besonders viele Besucher kommen vom Hauptbahnhof und vom Dom aus über die Straße in die Innenstadt.

Das Erscheinungsbild ist derzeit sehr unterschiedlich. Neben bekannten Marken finden sich zahlreiche Imbisse, Süßwarengeschäfte, Handyshops und günstige Modegeschäfte. Hinzu kommen Baustellen und leer stehende Ladenlokale. Mehrere ältere Geschäftshäuser werden allerdings bereits saniert oder sollen in den kommenden Jahren vollständig umgebaut werden.

Die Hohe Straße soll dadurch vielseitiger werden. Neben dem Einzelhandel sind künftig mehr Wohnungen, Büros, Gastronomie und öffentlich zugängliche Aufenthaltsorte vorgesehen. Welche Bauvorhaben bereits geplant sind, zeigen wir in unserem Überblick über fünf Projekte, die die Hohe Straße verändern werden.

Welche Geschäfte gibt es auf der Hohe Straße in Köln?

Auf der Hohe Straße gibt es weiterhin Geschäfte bekannter Marken. Dazu gehören unter anderem Lego, dm, Kämpgen, Christ, Rimowa, s.Oliver, Ralph Lauren, Tamaris und Läderach. Der Media Markt ist 2026 innerhalb der Straße in das frühere Saturn-Gebäude an der Hohe Straße 46–50 gezogen und hat dort ein neues Technikhaus eröffnet.

Das Angebot hat sich in den vergangenen Jahren allerdings deutlich verändert. Neben den bekannten Geschäften findet man heute zahlreiche Imbisse, Süßwarengeschäfte, Handyshops und günstige Modegeschäfte. Einige Ladenlokale werden nur vorübergehend genutzt, weil die Gebäude umgebaut oder für eine spätere Sanierung vorbereitet werden.

Viele Kölner erinnern sich noch an Geschäfte, Kinos und Kaufhäuser, die früher zur Hohe Straße gehörten. In einem eigenen Artikel haben wir neun Kult-Geschäfte gesammelt, die das Einkaufen in Köln über viele Jahre geprägt haben.

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Hohe Straße Köln
Das Foto stammt aus dem privaten Archiv von Peter Assmann. Vielen Dank

Die Hohe Straße in den 1960er-Jahren

Wir sehen die Hohe Straße in Köln. Die Geschäfte auf der Einkaufsmeile dicht an dicht. Über den Schaufenster Leuchtreklamen. Es ist das Jahr 1962 in Köln – und schon damals war die Hohe Straße die vielleicht wichtigste Einkaufsstraße in Köln. Was aber auch auffällt: Wie sich die Dinge heute doch verändert haben. Die Hohe Straße war damals wie heute mit 8 Metern extrem schmal. Damals aber gab es noch einen Bürgersteig auf beiden Seiten – und in der Mitte fuhren Autos.

Ein solches Szenario erscheint heute kaum vorstellbar, ist die Straße doch schon nur für Fußgänger teilweise zu eng. 9000 Besucher sind hier im Durchschnitt pro Stunde unterwegs. Nur auf der Kölner Schildergasse sind es mit 14.000 deutlich mehr – die ist aber auch deutlich breiter. Nach dem Krieg war ein schneller Aufbau von Köln wichtig. Die Stadt wurde autofreundlich gebaut. Eine Hohe Straße mit Autos – was uns heute absurd erscheint, war damals ganz normal.

Erst fünf Jahre, nachdem dieses Foto entstanden ist, wurde die Hohe Straße komplett zur Fußgängerzone. Damit war Kölner Vorreiter: Die 680 Meter lange Straße galt 1967 als einer der schönsten und modernsten Einkaufsstraßen weltweit. Der dem Teilstück reihte sich ein namhafter Laden an den anderen.

Ein Glasdach für die Hohe Straße blieb eine Idee

Im Jahr 2021 schlug der Architekt Stephan Braunfels vor, einen Teil der Hohe Straße mit einem großen Glasdach zu überspannen. Die überdachte Einkaufsstraße sollte vom Wallrafplatz am Dom bis in den Bereich des heutigen Apple Stores führen und an bekannte Einkaufspassagen in Städten wie Mailand erinnern.

Braunfels hatte die Hohe Straße damals als eine der unattraktivsten Einkaufsstraßen Deutschlands kritisiert. Mit dem Glasdach wollte er einen geschützten und architektonisch auffälligen Stadtraum schaffen, durch den der Blick auf den Kölner Dom weiterhin möglich geblieben wäre.

Umgesetzt wurde der Vorschlag bislang nicht. Bei den aktuellen Veränderungen konzentrieren sich Eigentümer und Projektentwickler stattdessen auf den Umbau einzelner Gebäude. Geplant sind unter anderem neue Wohnungen, Büros, Geschäfte, Gastronomie, begrünte Fassaden und öffentlich zugängliche Dachterrassen.

Hohe Straße Koeln

Von der römischen Hauptstraße zur Einkaufspassage

Die Geschichte der Hohe Straße reicht bis in die Römerzeit zurück. Damals verlief hier der Cardo maximus, die wichtigste Nord-Süd-Achse des römischen Kölns. Die heutige Schildergasse folgt dem damaligen Decumanus maximus, der Hauptstraße in Ost-West-Richtung. In der Nähe des Kreuzungspunktes dieser beiden Straßen befand sich das Forum der römischen Stadt.

Auch im 19. Jahrhundert spielte die Hohe Straße eine wichtige Rolle für den Kölner Handel. An der Ecke zur Brückenstraße eröffnete 1863 die Königin-Augusta-Halle, die auch als Hohe-Straße-Passage bekannt war. Sie gilt als eine der ersten großen Einkaufspassagen Kölns.

Unter einem verglasten Dach befanden sich 55 Geschäfte und ein Kaffeehaus. Zwei Passagenarme verbanden die Hohe Straße mit der Brückenstraße. Damit gab es an dieser Stelle schon lange vor den späteren Plänen für ein Glasdach eine überdachte Einkaufswelt mitten in Köln.

Mehr über die Hohe Straße in Köln

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5 Kommentare

  • Fritz Körfgen

    Restaurant „Im alten Präsidium“, Schildergasse 84

  • hannelore schneider

    also dieses Glasdach wäre toll ABER das überschattet nicht die Qualität der Geschäfte..es gibt zuviele Billigläden mittlerweile ich war entsetzt als ich sah das es dort Billig Süsswaren gibt in rauhen Massen.tragisch für die ehemalige Vorzeigestrasse

  • Dieter Schimanski

    Wäre eine tolle Sache mit der gläsernen Überdachung über der Hohe Str. Nur das Problem ist, ob sich im Rathaus die einzelnen Parteiein dazu durchringen diese Projekt zu verwirklichen. Dazu kommt noch die in Köln bekannte lahmarschige Bürokratie, die alles unnötig an Jahren in die Länge zieht, so daß Bauzeit und Kosten wieder sich ins Uferlose verlieren, wie schon öfter bei derartigenBauprolekten. Wenn, dann können wir uns vielleicht in 20 Jahren bis zur Fertigstellung daran erfreuen.
    Traurig, aber leider wahr.

    Dieter Schimanski

  • habe solche Einkaufspassagen auch in London und in Inverness gesehen, einfach herrlich!

  • Eine wirklich geniale Idee!
    Warum sollte in Köln nicht funktionieren, was in Mailand schon immer klappt!

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