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Kölner Hauptbahnhof

So soll der Kölner Hauptbahnhof in Zukunft aussehen

Der Ausbau des Kölner Hauptbahnhofs hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Das Eisenbahn-Bundesamt hat den Planfeststellungsbeschluss für den Bauabschnitt in der Kölner Innenstadt erteilt. Damit steht fest, dass die Deutsche Bahn am Breslauer Platz zwei zusätzliche S-Bahn-Gleise, einen neuen Bahnsteig und eine neue Fassade errichten darf.

Der Beschluss ist einer von insgesamt vier benötigten Planfeststellungsbeschlüssen für den Ausbau der S 11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach. Auch für den Abschnitt am Bahnhof Bergisch Gladbach liegt inzwischen Baurecht vor. Damit sind zwei der vier Abschnitte genehmigt.

Als Nächstes bereitet die DB InfraGO die Ausschreibungen für erste bauvorbereitende Arbeiten vor. Dazu gehören unter anderem die Sicherung und Verlegung von Kabeln und Leitungen sowie umwelttechnische Vorarbeiten. Zudem müssen Sperrpausen beantragt werden, da ein Teil der Bauarbeiten nicht während des laufenden Zugverkehrs möglich ist.

Einen konkreten Termin für den Baubeginn am Kölner Hauptbahnhof hat die Deutsche Bahn noch nicht genannt (Visualisierung: J.MAYER.H und Partner)

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Was wird konkret am Kölner Hauptbahnhof gebaut?

An der Rückseite des Hauptbahnhofs entstehen zwei neue S-Bahn-Gleise und ein zusätzlicher Mittelbahnsteig. Die künftigen Gleise 12 und 13 werden ausschließlich von Zügen genutzt, die in Richtung Köln Hansaring fahren.

Am bereits vorhandenen Bahnsteig mit den Gleisen 10 und 11 halten künftig nur noch S-Bahnen in Richtung Köln Messe/Deutz. Durch diese Aufteilung können erstmals in beiden Fahrtrichtungen jeweils zwei S-Bahnen gleichzeitig am Hauptbahnhof halten.

Der neue Mittelbahnsteig wird 215 Meter lang und 96 Zentimeter hoch. Dadurch soll auch mobilitätseingeschränkten Fahrgästen ein stufenloser Einstieg in die S-Bahnen ermöglicht werden. Für den barrierefreien Zugang baut die Deutsche Bahn außerdem neue Rolltreppen und Aufzüge.

Neue Fassade am Breslauer Platz

Mit dem Ausbau erhält auch die Fassade des Kölner Hauptbahnhofs am Breslauer Platz ein vollständig neues Gesicht. Eine Jury mit Vertretern der Deutschen Bahn, des Verkehrsverbunds go.Rheinland und der Stadt Köln hatte dafür mehrere Entwürfe geprüft. Den Zuschlag erhielt das Berliner Architekturbüro J.MAYER.H und Partner.

Der Gewinnerentwurf sieht eine durchgehend offene Gestaltung vor. Die neue Fassade greift gestalterische Elemente des benachbarten Zugangs zur KVB-Haltestelle auf und soll sich dadurch in das Erscheinungsbild des Breslauer Platzes einfügen.

Außerdem ist ein Arkadengang vorgesehen, der Reisenden zusätzlichen Schutz vor Regen und anderen Witterungseinflüssen bietet. Auch eine Begrünung des neuen Daches soll möglich sein.

Was ändert sich für Fahrgäste?

Der Ausbau soll vor allem mehr S-Bahn-Verbindungen zwischen Köln und Bergisch Gladbach ermöglichen. Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen die S-Bahnen auf der Strecke zunächst im Zehn-Minuten-Takt fahren. In der Hauptverkehrszeit ist perspektivisch eine weitere Verdichtung auf einen annähernden Fünf-Minuten-Takt vorgesehen.

Neben der S 11 sollen dabei auch die neuen S-Bahn-Linien S 10 und S 14 eine Rolle spielen. Aktuell fährt die S 11 zwischen Köln und Bergisch Gladbach alle 20 Minuten.

Damit der dichtere Takt möglich wird, muss die Strecke zwischen Dellbrück und Bergisch Gladbach um ein zweites Gleis erweitert werden. Zudem baut die Deutsche Bahn alle Stationen zwischen Köln-Holweide und Bergisch Gladbach barrierefrei aus oder errichtet sie vollständig neu.

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Auch der Bahnhof Bergisch Gladbach wird ausgebaut

Baurecht besteht inzwischen ebenfalls für den Abschnitt zwischen dem Bahnhof Bergisch Gladbach und dem Bahnübergang Tannenbergstraße. Dieser Bereich soll künftig zweigleisig befahrbar sein.

Am Bahnhof Bergisch Gladbach entstehen ein zusätzlicher Mittelbahnsteig und ein neuer Außenbahnsteig. Sämtliche Bahnsteige werden barrierefrei ausgebaut und erhalten einen neuen Wetterschutz.

Der Bahnübergang an der Tannenbergstraße soll aufgelöst werden. An seiner Stelle ist eine neue Unterführung für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen.

Was passiert mit der Hohenzollernbrücke?

Für den Ausbau des S-Bahn-Angebots muss die Hohenzollernbrücke nicht um zusätzliche Bahngleise erweitert werden. Nach Angaben der Deutschen Bahn entstehen die heutigen Staus der S-Bahnen auf der Brücke vor allem durch die langen Haltezeiten und den Fahrgastwechsel im Kölner Hauptbahnhof und am Bahnhof Köln Messe/Deutz.

Durch die zusätzlichen Gleise und die klare Trennung der Fahrtrichtungen sollen die Züge die beiden Bahnhöfe schneller passieren können. Die häufigen Wartezeiten auf der Hohenzollernbrücke sollen dadurch deutlich reduziert werden.

Unabhängig von diesem Bahnprojekt plant die Stadt Köln, die Hohenzollernbrücke auf der Südseite zu verbreitern. Dort soll ein neuer, deutlich breiterer Fuß- und Radweg entstehen.

Der Kölner Hauptbahnhof ist mit mehr als 1.300 Zugfahrten am Tag der größte Bahnhof Nordrhein-Westfalens und einer der am stärksten belasteten Bahnknoten Deutschlands. Die Planungen für den Ausbau laufen bereits seit 2016. Mit dem jetzt erteilten Planfeststellungsbeschluss kann die Deutsche Bahn erstmals konkret auf den Baustart in der Kölner Innenstadt hinarbeiten.

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