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Rosenmontagszug Köln 2022: Festkomitee prüft zwei Alternativen

Rosenmontagszug Koeln

Der Rosenmontagszug durch Köln mit hunderttausenden Zuschauern wird auch 2022 ausfallen. Das gab das Festkomitee Kölner Karneval bereits Ende Dezember bekannt: „In Anbetracht der Prognosen zur Omikron-Variante gehen wir derzeit davon aus, dass ein normaler Rosenmontagszug mit Hunderttausenden von Zuschauern nicht möglich sein wird“, erklärte Zugleiter Holger Kirsch in einer Mitteilung.

Aktuell laufen vor allem die Planungen zu Alternativen zum Zoch, wie man ihn kennt. Holger Kirsch: „Natürlich beobachten wir die Corona-Lage weiterhin sehr genau und prüfen, welche alternativen Konzepte kurzfristig möglich sein könnten, um den kölschen Jecken trotzdem einen besonderen Rosenmontag zu bereiten.”

Rosenmontagszug Köln 2022: Die zwei Alternativen

Die Schull- un Veedelszöch für 2022 sind komplett abgesagt, die sie eigentlich die Strecke und die Infrastruktur des klassischen Rosenmontagszuges nutzen. Wie das Festkomitee mitteilte, gebe es zwei Varianten, wie eine Alternative zum Rosenmontagszug aussehen könne.

Die Konzepte dazu sind bereits im Vorjahr entwickelt worden. Die Karnevalisten betonen, dass die Persiflage-Wagen auf jeden Fall wieder zu sehen seien sollen.

  • Das Platzkonzept

Hierbei sind die Persiflage-Wagen auf rund 25 Plätzen in den Kölner Veedeln als Ausstellungsstücke zu sehen.

  • Rosenmontagszug im Kölner Stadion

Ebenfalls wurde bereits Anfang 2021 ein Rosenmontagszug im RheinEngergie-Stadion konzipiert. Sollte der 1. FC Köln bis Ende Februar Corona-konform wieder vor Publikum spielen dürfte, könnte auch diese Alternative ein Weg sein, um unter 2G-Plus-Bedingungen sicher feiern zu können. 

Die Festkomitee wird alle Varianten nun erneut prüfen. Holger Kirsch: „Der Zoch lebt – wie der Karneval insgesamt – von menschlicher Nähe, vom gemeinsamen Erleben einzigartiger Momente. Und dennoch wissen wir aus dem vergangenen Jahr, dass die kölschen Jecken für kleine, auf den ersten Blick verrückte Ideen offen sind. Darauf müssen wir jetzt aufbauen.”

Wird die Lachende Kölnarena 2022 stattfinden? Den aktuellen Stand dazu lest ihr hier.

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Kölner Rosenmontagszug 2022 außerhalb der Session?

Der Rosenmontagszug in Köln nicht an Rosenmontag, sondern außerhalb der Session? Das ist eigentlich schwer vorstellbar und das wird es in Köln auch nicht geben, wie das Festkomitee Kölner Karneval bereits im November unmissverständlich klarstellte: „Der Karneval ist kein reines Partyevent, das man beliebig planen und verschieben kann.

Er ist ein jahrhundertealtes Brauchtum und bewegt sich als solches in einem festen zeitlichen Rahmen. Entsprechend dem Kirchenkalender endet das Fest zwangsläufig an Aschermittwoch mit Beginn der Fastenzeit.“

Offener Brief an Karl Lauterbach

An Heiligabend hat das Festkomitee Kölner Karneval einen Brief an Gesundheitsminister Karl Lauterbach veröffentlicht. Darin beschwerte sich Christoph Kuckelkorn über die aus seiner Sicht undifferenzierten Aussagen von Lauterbach über den Kölner Karneval und warf ihm vor, keine Ahnung vom Rheinischen Brauchtum zu haben (Die Inhalte dazu lest ihr hier).

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Die Zahlen zum Rosenmontagszug Köln

Der Rosenmontagszug sollte eigentlich am 28. Februar 2022 am Chlodwigplatz starten und wie üblich durch das Severinstor ziehen. Die Spitze des Zuges kommt laut Planung um 13:47 Uhr am Ziel in der Mohrenstraße an. Der Zoch bildet auch den Höhepunkt für das Dreigestirn. Sie bilden mit ihrem Wagen den Abschluss des Zuges und präsentieren sich letztmals der Öffentlichkeit.

Es ist beeindruckend, was sich beim Zoch alles in Bewegung setzt: Der Zoch im Jahr 2020 hatte 12.000 TeilnehmerInnen (davon 2600 Musiker) und 4000 Helfer. Etwa 300 Tonnen Süßigkeiten werden in die Menge geworfen, davon 700.000 Tafeln Schokolade und 300.000 Strüssjer. Zum Rosenmontagszug sind außerdem rund 2000 Polizisten in Köln im Einsatz. Die genauen Zahlen für 2022 stehen aktuell noch nicht fest.

Das Karnevalsmotto Köln

  • Das Motto für die Session in Köln lautet: Alles hät sing Zick.
  • Im Corona-Jahr lautete das Motto: Nur zesamme sin mer Fastelovend.
  • Das erste überlieferte Sessionsmotto aus dem Jahr 1823 lautete übrigens: Thronbesteigung des Helden Carneval.

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Rosenmontagszug Köln 2022: Die eigentliche Route

Der Zug sollte durch folgende Straßen führen. Die Zugstrecke ist rund 8 Kilometer lang:

  • Chlodwigplatz, Severinstor, Severinstraße, Löwengasse, Weberstraße
  • Follerstraße, Mathiasstraße, Mühlenbach, Hohe Pforte, Hohe Straße
  • Schildergasse, Neumarkt, Apostelnstraße, Mittelstraße, Rudolfplatz
  • Hahnentorburg, Hohenzollernring, Friesenplatz, Magnusstraße, Zeughausstraße
  • Burgmauer, Neven-DuMont-Straße, Appellhofplatz, Neven-Du Mont-Straße, Breite Straße
  • Tunisstraße, Brückenstraße, Obenmarspforten, Quatermarkt, Gürzenichstraße
  • Heumarkt, Unter Käster, Alter Markt, Bechergasse, Am Hof, Wallrafplatz
  • Unter Fettenhennen, Trankgasse, Bahnhofsvorplatz, Domprobst-Ketzer-Straße, Marzellenstraße
  • Kreisverkehr Nordseite, An den Dominikanern, Unter Sachsenhausen, Kattenbug und Zeughausstraße, Mohrenstraße.

Die Aufstellplätze des Zuges sind Ubierring, Bonner Straße, Bonner Wall, Sachsenring, Karolingerring, Kartäuserwall. Hier werden die Karnevalswagen in der richtigen Reihenfolge hingestellt, bevor es losgeht. Hier kann sich Besucher die Wagen auch in aller Ruhe anschauen.

Rosenmontagszug 2023 führt erstmals über den Rhein

Der Rosenmontagszug Köln soll im Jahr 2023 erstmal im Rechtsrheinischen starten. Überhaupt wird der Rosenmontagszug dann erstmals auch auf der Schäl Sick zu sehen sein.

Grund hierfür ist das 200-jährige Jubiläum des Rosenmontagszug im Jahr 2023. Die Zugstrecke wird dann einfach umgedreht. Der Clodwigplatz ist dann nicht mehr der Startpunkt des Zuges, sondern das Ende. Beginn des Jubiläuszochs wird dann der Deutzer Bahnhof sein. Über die Deutzer Brücke soll der Zug dann Richtung Altstadt führen.

Man schlage so symbolisch die Brücke zwischen links- und rechtsrheinischen Veedeln, „denn der Karneval lebt ja in allen kölschen Veedeln“, sagte Zugleiter Holger Kirsch, der sich so außerdem einzigartige neue Bilder mit dem Dompanorama im Hintergrund erhofft.

Die Strecke wird ansonsten zu 85 Prozent identisch mit der ursprünglichen Strecke sein. Durch die Altstadt geht es am Dom vorbei, über die Kölner Ringe und schließlich die Severinstraße hinunter Richtung Clodwigplatz, der sonst als Startpunkt für den Zoch dient. Die Zugstrecke selbst wird sich voraussichtlich lediglich um rund 100 Meter verlängern.

Als Aufstellbereich wird dann das Messegelände dienen, was deutlich mehr Platz bietet, als die eigentliche Situation in der Kölner Südstadt. Die Behörden haben bereits grünes Licht für die neue Zugstrecke gegeben. Stand jetzt soll der Zoch über den Rhein allerdings ein einmaliges Projekt zum Jubiläum bleiben und nicht regelmäßig in Deutz starten.

Kommentare

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  • …nun, wer das Risiko liebt, kann entscheiden was für ihn gut ist…!!
    Warum sollte man sich in eine derartige Gefahr begeben, reichen nicht die Zahlen der letzten Ereignisse vom 11.11.2021, selbst angagierte Protagonisten des Kölschen Brauchtums haben sich eine Infektion geholt, waren die alle geimpft…oder alles nur Fake ??
    Immer mit Blick auf unsere Nachbarn, kann man nur sagen, konsequentes handeln, alles Dicht machen, dass für 4 – 5 Wochen und über den Feiertagen ein Lockdown ausrufen….dann würden die Zahlen wieder gesenkt…nur dieses Kommerz denken, et is emmer no jood jejajange…hilft nicht !!
    bräsiger Landesvater, viel zu lange gezögert und alles hinaus geschoben, nütze gar nichts…klare Kante, auch wenn es unbequem ist…Immer dieses Geschwafel vom Brauchtum…Blödsinn, ich habe die Jungs im MARITIM ect am 11.11.21 erlebt….da war kein denken an Abstand und Vorsicht…kein Wunder, dass sich die Leute der Reihe nach angesteckt haben…, nur darüber spricht keiner.., sollen doch mal die Literaten in den jeweiligen Karnevalsvereinen die Erkrankungen benennen, wie viele sich nach dem 11.11.21 angesteckt haben oder erkrankt sind….jitt et nitt….wohlweislich…die Freunde des Rheinischen Frohsinn haben die negativ Zahlen gedeckelt…legt sie offen, dann sprechen wir mal über Brauchtumsfeiern und Aufzügen….im Nachhinein zu sagen jaaa, hätten wir das früher gewusst, ..nee den Getreuen waren die ..Sponsoren und Wwerbeeinnahmen wichtiger als die Gesundheit…et is noh immer jod jejange…!! ne Fründe dismol nit !!