Karneval in Köln 2022

Karneval in Köln 2022: Die wichtigsten Infos und Corona-Regeln

Der große Rosenmontagszug fällt in Köln zwar aus, dennoch wird es möglich sein, Karneval in Köln 2022 zu feiern. Die Stadt Köln wird vom 24. Februar bis 1. März 2022 das gesamte Stadtgebiet als so genannte „Brauchtumszone“ ausweisen. In dieser Zone gilt für alle Feiernden die 2G Plus-Regel.

An den Karnevalstagen wird im Freien außerdem keine Maskenpflicht gelten. Die Stadt Köln wird die Maskenpflicht per Allgemeinverfügung zum 24. Februar für die Karnevalstage aufheben, da die 2GPlus-Regel im Freien als ausreichend angesehen wird.

In Gaststätten, dem ÖPNV und Geschäften gilt die Maskenpflicht an den Karnevalstagen wie zuvor auch. Bislang gilt im Freien eine Maskenpflicht an belebten Plätzen und Straßen in der Stadt, wie etwa der Schildergasse.

Hier seht ihr die wichtigsten Regeln:

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Darf ich an Karneval im Freien ohne Test Feiern gehen? Es gibt mehrere Antworten auf diese Frage:

  • Wer geboostert ist, kann im Freien ohne zusätzlichen Test feiern.
  • Wer zwei Impfungen hat, benötigt im Freien einen Test.
  • In der Gastronomie benötigen auch Geboosterte einen Test.
  • Wer nicht feiert, kann sich ohne Test oder Impfungen in der Stadt bewegen.
  • Achtung: Bei Veranstaltungen im Freien von Karnevalsgesellschaften können nochmal eigene Regeln gelten. Bitte informiert euch vorher, falls ihr Tickets habt.
  • Ausnahmen: Wer aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden kann, muss ein Attest und einen aktuellen Schnelltest vorlegen. 
  • Bei Schüler*innen bis 17 Jahre reicht ein Altersnachweis. Um in Gaststätten zu feiern, brauchen auch sie einen aktuellen Testnachweis.
  • Der Bereich um die Zülpicher Straße wird eingezäunt, ebenso der Bereich an der Uni Mensa. Wer hier rein möchte, benötigt auch als geboosterte Personen einen zusätzlichen negativen Schnelltest (max. 24 Std. alt)
  • Umzüge im Stadtgebiet sind verboten.
  • Für alle Tanz- und Karnevalsveranstaltungen in Innenräumen gilt 2G PlusPlus auch für Geboosterte. Man benötigt auch mit der dritten Impfung an den fünf Karnevalstagen jeweils einen tagesaktuellen Schnelltest.
  • Weiter heißt es: „Gleiches gilt für den Besuch von gastronomischen Einrichtungen in den gesicherten Brauchtumszonen, soweit es sich bei diesen nicht um reine Speiselokale handelt, die auch als solche genutzt werden.“ Das bedeutet: Wer in ein Restaurant geht, in dem nicht Karneval gefeiert wird, sondern wo ganz normaler Speisebetrieb ist, benötigt als geboosterte Person auch keinen zusätzlichen Test. Wenn Karneval gefeiert wird, ist das nötig.

Stadtdirektorin Andrea Blome erklärte zur Entscheidung, das ganze Stadtgebiet zur Brauchtumszone zu machen: „Dies bedeutet ausdrücklich nicht, dass wir eine Partyzone schaffen oder die Menschen dazu animieren möchten, in unsere Stadt zu kommen und zu feiern! Unser Ziel ist ein geschützter Raum mit hohen Vorsichtsmaßnahmen, in dem das Feiern in gewissem Rahmen ermöglicht wird. Aber in Köln ist Karneval ein dezentrales Fest und nicht wie vielleicht in anderen Städten auf wenige Hotspots beschränkt.“

Die Stadtdirektorin appelliert: „Wer hierher kommt, um Karneval zu feiern, sollte den aktuellen negativen Test schon in der Tasche haben, denn die Kölner Testkapazitäten sind begrenzt. Das Ordnungsamt wird im ganzen Stadtgebiet stichprobenartig kontrollieren und Verstöße konsequent ahnden.“

Diese Strafen drohen bei Missachtung der Corona-Regeln

Wer ohne 2GPlus beim Feiern erwischt wird, muss tief in die Tasche greifen: 250 Euro werden dann fällig. Wer keine Maske etwa in der Bahn trägt, muss 150 Euro zahlen. Mehr dazu hier: Diese Strafen werden bei Corona-Verstößen im Kölner Karneval fällig

Karneval in Köln 2022: Keine Alkohol- und Verweilverbote geplant

Stadtdirektorin Andrea Blome betonte dabei von Seiten der Stadt, dass es zum Straßenkarneval in Köln keine Alkohol- und Verweilverbote geben wird. Diese seien „nicht zielführend“. (Foto: Festkomitee Kölner Karneval)

Klar ist: Alle Beteiligten fürchten Bilder, wie die vom 11.11. auf der Zülpicher Straße. Die Videos von der Feiermeile waren damals deutschlandweit in den Schlagzeilen und rückten Köln und den Karneval in ein negatives Licht. Blome bezeichnete die Resonanz darauf als „nicht ganz fair“. Sie hätte nicht der Faktenlage entsprochen. Treiber für Infektionen am 11.11. seien kleinere Feiern in Privaträumen gewesen. Insgesamt seien die Infektionszahlen laut Blome „verschwindend gering“ gewesen.

Festkomitee kritisiert Politik

Das Festkomitee Kölner Karneval hat zuletzt die Politik für „unklare Vorgaben“ kritisiert. Hintergrund: Die ehrenamtlichen Vereine haben frühzeitig ihren Sitzungskarneval abgesagt. Aktuell sieht man allerdings, dass zunehmend mehr Veranstaltungen von kommerziellen Anbietern im Rahmen der Corona-Schutzverordnung stattfinden.

Die Vereine sind im Sinne des Infektionsschutzes in Vorleistung gegangen und sehen sich nun benachteiligt: „Ein Ärgernis ist, dass aufgrund der Voraussagen und der jetzt gemachten Aussagen der Politik die ehrenamtlichen Karnevalisten auf Veranstaltungen verzichtet haben, während kommerzielle Anbieter alle Möglichkeiten ausschöpfen können.“

Die Sorge des Festkomitees: Während der Saalkarneval weiter nicht stattfindet und das FK die Regeln übererfüllt, gibt es keine Regelung für den Kneipenkarneval. Ihre Befürchtung: Am Ende ist der Karneval in der öffentlichen Wahrnehmung wieder ein Pandemie-Treiber.

Rosenmontag in Köln

Der Rosenmontagszug in Köln wird nicht in seiner gewohnter Form stattfinden, sondern muss im zweiten Jahr nacheinander ausfallen: Wie die aktuellen Planungen für Alternativen aussehen, lest ihr hier

Karnevalskonzerte in Köln

An der Zoobrücke in Köln werden im Februar regelmäßig Karnevalskonzerte stattfinden. Im Rahmen der Corona-Schutzverordnung treten hier die bekanntesten Kölner Bands in einem jeweils bis zu vier Stunden langen Programm auf: Die Infos dazu lest ihr hier.

Linktipp: Probier mal aus, ob du unser Karnevals-Begriffs-Rätsel lösen kannst: Was ist eine Knabüß?

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