Pferdekutschen Kölsch

Warum das Kölsch früher in Pferdekutschen ausgefahren wurde

Anzeige – Es war eine andere Zeit. Und Köln war noch eine andere Stadt. In dieser Serie in Kooperation mit dem Greven Verlag schauen wir zurück und erinnern uns, wie es in Köln in den 70er, 80er und 90er-Jahren war. Der Greven Verlag hat zu jedem dieser Jahrzehnte ein Buch herausgebracht, das die Schlagzeilen mit wichtigen Ereignissen, kuriosen Geschichten und schönen Verzällcher beleuchtet. (Foto: Kölnische Rundschau – Jochen Dziedzic – Greven Verlag Köln)

Im Buch „Kölner Schlagzeilen der 1970er-Jahre“ listet Bestseller-Autor Bernd Imgrund unzählige Highlights der damaligen Zeit auf und zeigt über 100 Fotos. Eines davon zeigt zwei Pferdegespanne, die Kölsch-Fässer ausliefern.

Kölsch per Kutsche

Mitte der 1970er-Jahre werden Bierfässer eigentlich nicht mehr von Pferdekutschen ausgeliefert. Aber die Brauerei Sester in Ehrenfeld leistet sich noch den Unterhalt dreier historischer Gespanne. Eines davon wird von den beiden französischen Kaltblütern „Blacky“ und „Blue“ gezogen. Auch klassische Holzfässer sind noch im Einsatz, der Bierkutscher trägt Lederwams und Mütze. Die Sester-Brauerei wurde 1805 gegründet, 1917 zog man von Widdersdorf nach Ehrenfeld. Bis heute schmücken zwei Pferde samt Bierkutsche das Logo jeder Flasche.

Sie erinnern an die Pferdegespanne, die früher das Kölsch ausgeliefert haben. Auf dem Wagen ist der Spruch „Trink Sester, mein Bester“ zu lesen. Er gehörte über Jahrzehnte zu den bekannten Werbesprüchen in Köln.

Bauliche Spuren sieht man bis heute

Die Pferdegespanne mit Kölsch-Fässern stammen aus der Zeit, als es serienmäßig noch keine LKW gab. Mitte des 19. Jahrhunderts waren auch für Menschen so genannte Pferdebahnen (in Köln: Päädsbahnen) üblich, um die Menschen zu verbinden. Als die Elektrizität zur Zeit der Industrialisierung aufkam, wurde diese nach und nach durch elektrische Straßenbahnen abgelöst. Pferdegespanne für Kölsch blieben jedoch noch länger erhalten. Die waren eine praktikable Lösung, um die schweren Kölsch Fässer in der Stadt zu transportieren.

Bis heute kann man in alten Kölner Brauhäusern bauliche Spuren entdecken: Durch die große Eingangstür der Päffgen Brauerei fuhren früher etwa immer die Pferdegespanne. Achtet mal auf den breiten Eingangsbereich, wenn ihr das nächste Mal durch das Brauhaus geht.

Das Buch: Kölner Schlagzeilen der 1970er-Jahre

Worum ging es beim berühmt gewordenen „Wilden Streik“ bei Ford? Wann zog das inzwischen eingestürzte Stadtarchiv in die Severinstraße? Und wann holte der FC das Double? Bestseller-Autor Bernd Imgrund hat unzählige Highlights der 1970er-Jahre versammelt. Mehr als 150 Fotografien zeigen Skurriles, Dramatisches und Skandalöses aus Politik, Kultur, Sport und Alltag: Kölner Geschichten, die einladen zum Erinnern, Kopfschütteln und Schmunzeln.

Das Buch Kölner Schlagzeilen der 1970er-Jahre ist direkt im Online-Shop des Greven Verlags ohne Versandkosten bestellbar. Mit einer Bestellung jenseits von Amazon und Co. unterstützt ihr außerdem die lokale Kölner Wirtschaft und die Verlags-Vielfalt in Köln.

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