Stadt Köln macht Trankgasse vor dem Dom zum Fahrradparkplatz

Die Trankgasse am Kölner Dom hat bereits seit 2023 eine neue Verkehrsführung. Für den normalen Durchgangsverkehr ist die Straße, die vor dem Excelsior Hotel und an der Nord-Seite des Doms entlang führt, gesperrt. Die Straße ist als Fahrradstraße ausgewiesen. Große Markierungen auf der Straße sind seit mehreren Monaten angebracht.

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Nun gibt es eine weitere Neuerung in der Trankgasse: Über eine Länge von rund 50 Metern wurden auf einer Fahrbahn der Straße zahlreiche Fahrradständer installiert. Die Fahrradständer sind vor den Aufgängen zur Domplatte angebracht.

Die Straße am Weltkulturerbe entlang ist nun ein großer Fahrradstellplatz. Auch auf der anderen Straßenseite direkt gegenüber gibt es zahlreiche Fahrradbügel. Diese sind meistens überfüllt. Zahlreiche Räder stehen auch neben den Bügeln.

Die neuen Fahrradstellplätze sind besonders tagsüber ebenfalls meist voll besetzt. Es zeigt, wie groß der Bedarf an Fahrrad-Abstellplätzen direkt am Hauptbahnhof vor allem für Pendler ist.

Fahrräder in der Trankgasse
So sehen die neuen Fahrradständer aus.

„Hässliche Fahrradabstellanlagen“

Optisch sieht es direkt vor dem Welterbe Kölner Dom nun allerdings aus wie auf einem Fahrrad-Schrottplatz in Neuehrenfeld. Viele Kölner fragen sich beim Anblick von hunderten Fahrrädern direkt vor dem Dom, ob dies ein würdiges Erscheinungsbild für das Domumfeld ist.

Die verkehrspolitische Sprecherin der CDU, Teresa De Bellis, bezeichnete die neuen Abstellplätze in einem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite Ende Februar als „hässliche Fahrradabstellanlagen“ und fragte: „Ob das ein würdiges Erscheinungsbild am Kölner Dom ist?!“

Der Kölner Hotelier und Gastronom Roberto Campione schrieb, ebenfalls in einem Facebook-Beitrag: „Wir wollen uns mit anderen Städten messen und stellen gleichzeitig diese einfachen Fahrradbügel auf den Asphalt vors Weltkulturerbe? Das ist zum Fremdschämen!“

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Neue Fahrradstellplätze provisorische Lösung

Wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet, sind die neuen Fahrradständer eine provisorische Lösung. Sie sollen laut Stadt bleiben, bis der Domsockel umgebaut ist. Danach solle eine dauerhafte Lösung für die Radparkplätze gefunden werden. Wie die aussieht, ist bislang noch nicht bekannt.

In der Trankgasse ist die Anfahrt zum Excelsior Hotel erlaubt. Auch ist die Ausfahrt für Autos aus der Tiefgarage am Dom möglich.

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