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Kölner Dom nachts

Meinung: Der Kölner Dom sollte nachts beleuchtet bleiben

Die Stadt Köln hat am 8. August angekündigt, durch mehrere Maßnahmen ab sofort massiv Energie sparen zu wollen. An 132 Gebäuden bleiben über 1000 Strahler nachts künftig dunkel, dazu kommen zahlreiche weitere Maßnahmen. Auch der Kölner Dom wird nachts künftig nicht mehr beleuchtet. Im Sommer ab 23 Uhr, ab Herbst schon ab 22 Uhr.

Dass die Stadt Energie sparen will, ist angesichts der aktuellen Situation nur folgerichtig. Die Preise schießen durch die Decke, und natürlich muss die Stadt mit gutem Beispiel voran gehen. Viele Maßnahmen machen Sinn.

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Dass der Kölner Dom dunkel bleiben soll, ist jedoch ein falsches Zeichen. Denn die Bedeutung des Kölner Doms kann man nicht in Kilowattstunden messen. Und sie wird dem Dom nicht gerecht. Der Dom ist mehr, als ein beleuchtetes Gebäude, das man einfach abstellen kann.

Der Kölner Dom ist nicht eine Kirche, sondern emotionaler Fixpunkt, Anker und Leuchtturm der Stadt. Er gibt den Menschen Orientierung und auch Halt. Das mag für Außenstehende erstmal seltsam klingen. Aber jeder Kölner kennt das Gefühl, wenn er über die Hohenzollernbrücke fährt und den Dom sieht, wenn er über die A4 in Frechen fährt, und den Dom erblickt.


Dass dieser Leuchtturm jetzt nachts dunkel sein soll, ist mehr als nur ein Zeichen des Energiesparens. Köln lässt seinen Fixpunkt in der Nacht einfach verschwinden. Dabei wird er in diesen schwierigen Zeiten aus emotionaler Sicht vielleicht dringender denn je gebraucht. Nach über zwei Jahren Corona und nun in Zeiten von Inflationen und hohen Preisen, die viele Menschen in Existenznöte bringen.

Jeder kennt das Foto der völlig zerstörten Altstadt nach dem 2. Weltkrieg. Nur der Kölner Dom ragt empor. Ein Zeichen der Hoffnung.

In der Corona Pandemie haben wir gesehen, wie viel den Menschen Kleinigkeiten gegeben haben: Die Weihnachtsbeleuchtung in der Stadt ohne Weihnachtsmärkte. Die beleuchteten Rosenmontagsfiguren entlang der Strecke des Zochs, der ausfiel. Der beleuchtete Stern von Bethlehem auf dem Vierungsturm des Kölner Doms als Zeichen der Hoffnung während Corona. Licht ist immer auch Hoffnung. Am Kölner Dom umso mehr.

Menschen sind mehr als Zahlen. Das hat man schon während Corona gesehen. Die Stadt Köln würde gut daran tun, auch das zu berücksichtigen, was die Gesellschaft und Stadt zusammenhält. Der Kölner Dom ist der kleinste gemeinsame Nenner. Ihn auszuschalten ist vor diesem Hintergrund gerade in diesem Winter die falsche Entscheidung.

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9 Kommentare

  • Susanne Rockholt

    Leev Lückscher,

    ich bin ganz Deiner Meinung und finde, dass der Dom auf jeden Fall beleuchtet bleiben muss.
    Seit nunmehr 11 Jahren wohne ich nicht mehr in Köln, bin aber noch sehr regelmäßig bei meiner Familie und/oder Freunden dort.
    Jedesmal geht mir das Herz auf, wenn ich „meinen“ Dom sehe!!!!

    Er ist garantiert DER Anker aller Kölsche, überall auf der Welt.
    Gerade in der jetzigen Zeit, in der viele Menschen Ängste und Sorgen plagen, benötigt man einen Anker!

    Man höre sich nur mal die beliebtesten kölschen Lieder an – sie handeln alle vom Dom und dem kölsche Jeföhl!!!!
    Beides ist untrennbar miteinander verbunden!!!

    Ich bitte den Domprobst, als Hausherr des Doms, von ganzem Herzen seine Meinung dringend zu überdenken und unseren Anker weiterhin als leuchtendes Symbol erstrahlen zu lassen.

    Viele Grüße
    Susanne Rockholt

    • Viktoria Wolters

      Ich bin der gleichen Ansicht
      Der Dom MUSS beleuchtet bleiben
      Ich bin ne kölnerin und immer wenn ich in meine Heimat fuhr und über die zoobrücke fuhr oder aus dem Bahnhof kam war es der Dom den man als erstes sah und der einem das gefühl gab du bist zu huß auch wenn et nur ein paar stunden sind
      Was ist denn unsere beleuchtete wunderschöne skyline nachts ohne Dom
      Er hat mir so manches mal wenn ich nachts unterwegs war zu Fuß den weg gewiesen wie ich zum Bahnhof komme in dem man schon als panz gesagt bekam wenn du mal nicht weiter weißt guck wo der Dom ist und Lauf grade Wegs drauf zu denn da ist auch sehr Bahnhof
      Und der Rat hat mich nie im Stich gelassen
      Unser Leuchtturm muss leuchten
      Es ist viel mehr als nur schön anzusehen
      Es ist ein wegweiser
      Egal für welches Motto er leuchtet oder einfach nur in seinem alltagsleuchten
      Er darf nicht abgestellt werden
      Weil das ist DEFINITIV das FALSCHE ZEICHEN!!
      Ich bitte den Domherrn seine Entscheidung nochmals zu überdenken
      Und unseren schönsten Mittelpunkt der Stadt nach wie vor in seinem Glanz erstrahlen zu lassen

      Liebe Grüße
      Viktoria Wolters

    • Gertrud Dufner

      Ich bin vollkommen deiner Meinung.
      Meine Oma machte schon einen tiefen Seufzer wenn ich mit Ihnen aus den Ferien zurückgekommen bin und der Zug aus den Ferien kommend in den Bahnhof einfuhr und sagte dann zu meinem Opa.. Pitter me sin wieder zu Hus..
      Auch mir geht immer das Herz auf wenn ich unseren Dom sehe.

  • Franz Josef Kitten

    Als wir im Mai 1945 wieder nach Köln kamen, über eine provisorische Bootsbrücke, man sah außer Trümmer nur den Dom. Dies ist bis heute so, von der Autobahn
    Blick Richtung Köln der Dom. Der Dom ist dass Sinnbild des Kölners. Er sollte in jeden Fall bis 0 Uhr beleuchtet sein. Dies besonders in dieser schrecklichen Zeit .

  • Der Dom und seine Strahlkraft ist Hoffnung für jeden Kölner und für alle, die hier wohnen.
    Das Vorhaben ist unmöglich in diesen schweren Zeiten!

  • Kurt Gassner

    Ganz richtig. Der Dom ist nicht irgend ein Gebäude. Deswegen sollte gerade ER weiter Beleuchtet werden. Es gibt viele Stellen in Köln an denen man Energie sparen kann. Angefangen im Rathaus oder der Verwaltung. Außerdem finde ich das wir uns vor Augen führen müssen, die Fetten Jahre sind vorbei. Warum ändere ich bis z.B. nicht bis Jahresende die Öffnungszeiten der Geschäfte und Supermärkte. Ich bin 58 Jahre alt und habe es wie meine Eltern früher auch geschafft bis 18 Uhr alles zu besorgen was ich brauchte. Da wird doch wohl eine Öffnungszeit bis 20 Uhr reichen. Das knappe Personal könnte so besser eingeteilt werden und die Energie die dann eingespart würde ist bestimmt erheblich.

  • Rosalie Jöhri

    was ist denn wichtiger das die Leute den Dom sehen oder das sie satt werden. Nur zur Info ich bin in Köln geboren und wurde katholisch getauft, seit 45 Jahren bin ich aus der Kirche ausgetreten und ich habe keinerlei Verständnis dafür das die Kirche weiterhin auf Ihrem Geld sitzt, anstatt armen Menschen mit diesem Geld zu helfen und seit dem ganzen Missbrauch Kindern gegenüber von unseren netten Priestern und dem ganzen Bischöfen und und und wo aber nichts passiert außer einem Klaps das diese Männer noch nicht mal ein schlechtes Gewissen haben und dafür bestraft werden, ist mir unverständlich, ich habe meinen Austritt aus der Kirche noch keinen Tag bereut.

  • Für mich ist der Dom auch mehr als „nur ein Gebäude“. Er strahlt Bestänbdigkeit und Zuversicht aus und ist eben eine wichtige Landmarke. Ohne die Beleuchtung fehlt ein Anker, eine Orientierung und ein immer wieder gern gesehenes Bild. Wenn es eine Petition gäbe, den Dom wieder anzustrahlen, wäre ich sofort dabei.

  • Anuschka Schãfer

    Unser Dom muß unbedingt beleuchtet bleiben, er ist Kölns Wahrzeichen und Kulturerbe!!! Dagegen muss man doch etwas tun können. Ganz liebe Grüße und mit Hoffnung im Herzen Anuschka Schãfer

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