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Manheim alt Kirche

Geisterort bei Köln soll ein Kulturpark am See werden

Es ist ein Lost Place vor den Toren Kölns. In Manheim alt wohnen mittlwerweile nahezu keine Menschen mehr. So heißt der Ort bei Kerpen, der im vergangenen Jahrzehnt größtenteils umgesiedelt wurde – in Manheim neu.

Viele Häuser sind abgerissen, einige stehen noch, sind verrammelt. Das Dorf, in dem einst Michael Schumacher seine Corinna geheiratet hat, sollte eigentlich dem Braunkohletagebau Hambach weichen.

Entweihte Kirche St. Alban bleibt stehen

22 Haushalte waren Anfang 2024 noch in Manheim alt geführt. Im Mai 2024 wurde dann die Kanalisation stillgelegt. Zur Braunkohlegewinnung wird der Ort nicht mehr abgebaggert werden müssen. RWE plant zur Stabilisierung des Ufers jedoch den Kies im Boden abzubaggern.

Nicht betroffen sein davon wird die Kirche St. Alban. Sie wurde 2019 ausgeweiht und war mit den verramelten Fenstern ein Symbol für den verlassenen Ort. Die Kirchenglocken zogen um in den Neubau in Manheim neu.

Lange Zeit war auch ein Abriss der Kirche geplant. Dazu kam es jedoch nicht.

Die profanierte und denkmalgeschützte Kirche St. Albanus und Leonhardus in Manheim-Alt soll zu einem öffentlichen Kultur- und Veranstaltungsort weiterentwickelt werden. Das Gebäude aus dem Jahr 1898 gehört zu den letzten erhaltenen Bauwerken in dem weitgehend verlassenen Ortsteil im Umfeld des Tagebaus Hambach.

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Veranstaltungspark rund um die Kirche geplant

Nach Angaben der Projektbeteiligten entwickeln die Kolpingstadt Kerpen und die Tagebauumfeldinitiative Neuland Hambach gemeinsam einen offenen Kultur- und Veranstaltungspark. Vorgesehen ist ein Ort, der für Begegnung, Erinnerung und unterschiedliche Nutzungen offenstehen soll.

Parallel laufen derzeit mehrere Ausschreibungen für die nächsten Planungsschritte. Dazu gehört die Objektplanung der ehemaligen Kirche. Sie soll klären, wie das denkmalgeschützte Gebäude erhalten und künftig als Veranstaltungsstätte genutzt werden kann.

Außerdem ist eine Freianlagenplanung für das direkte Umfeld vorgesehen. Damit soll der Bereich um die Kirche gestalterisch und funktional aufgewertet werden.

Förderantrag Mitte 2026

Auf Basis dieser Planungen soll Mitte 2026 ein Förderantrag gestellt werden. Erst mit einer entsprechenden Förderung können die Maßnahmen anschließend umgesetzt werden. Konkrete Angaben zu Baukosten, Zeitplan für die Umsetzung oder künftigen Nutzungsformaten liegen in der Mitteilung bislang nicht vor.

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Die frühere Kirche gilt in der Planung als bauliche Konstante in einem Ort, der sich stark verändert hat. Auch nach 2030 soll sie ein prägendes Element im Bereich der künftig entstehenden Manheimer Bucht bleiben. Ziel der Beteiligten ist es, das Gebäude als Landmarke zu erhalten, wieder nutzbar zu machen und dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich zu halten.

Tagebau Hambach wird zum großen See

Die Umgestaltung des Tagebau Hambachs nach Ende der Braunkohleförderung 2030 ist eine Mammutaufgabe. Unter anderem soll hier einer der größten deutschen Seen entstehen mit einer Tiefe von über 300 Metern – gefüllt mit Wasser aus dem Rhein.

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