Die KVB in Köln

KVB dünnt Fahrplan ab März 2023 für Köln aus

Die Kölner Verkehrsbetriebe müssen ihren Fahrplan ausdünnen. Ab dem 1. März wird es auf mehreren Linien weniger Fahrten als bislang geben. Grund dafür ist die angespannte Personalsituation: Zum einen ist der Arbeitsmarkt für Fahrer umkämpft. Die Fluktuation steigt, die KVB hat Probleme, neue Stellen zu besetzen. Zum anderen liegt der Krankenstand bei der KVB zwischen 15 und 20 Prozent. In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es immer wieder Fahrausfälle gegeben, was zu zahlreichen Beschwerden von Fahrgästen geführt hat. (Foto: Oliver Güth / KVB)

Unsere E-Mails für alle, die Köln im Herzen tragen

Wenn du 1x/Tag eine WHATSAPP mit kölschen Geschichten bekommen willst, schick das Wort „Start“ an 015203694899 (einfach anklicken, dann öffnet sich mobil dein WhatsApp-Fenster).

KVB-Fahrplan in Köln: Die Änderungen ab März 2023

Die KVB sieht sich nun gezwungen, den Fahrplan auf einigen Linien auszudünnen, um mehr Verlässlichkeit in den Fahrplan zu bringen. Auf folgenden Linien kommt es ab dem 1. März zu Veränderungen:

  • Bis ca. 9 Uhr, also in der morgendlichen Hauptverkehrszeit, gilt mit wenigen Ausnahmen (Linie 7, Linie 9 und Linie 17) der normale Fahrplan.
  • Die Linie 4 fährt nach 9 Uhr nur noch von Schlebusch bis zur Leyendeckerstraße.
  • Die Linie 5 fährt nach 9 Uhr auf dem gesamten Linienweg im 20-MinutenTakt.
  • Auf der Linie 7 entfallen morgens einige Verstärkerfahrten.
  • Auf der Linie 9 entfällt morgens eine Verstärkerfahrt im Rechtsrheinischen.
  • Die Linie 12 fährt nach 9 Uhr zwischen Niehl und Merkenich ebenfalls im 20-Minuten-Takt.
Anzeige:
  • Die Linie 18 fährt nach 9 Uhr nicht mehr bis Thielenbruch. Dafür wird die Linie 13 von der Vischeringstraße nach Thielenbruch verlängert, um die Linie 3 zu entlasten und eine Verbindung zum Bezirkszentrum Mülheim herzustellen.
  • Auf dem Abschnitt zwischen Buchheim und Klettenberg verkehrt die Linie 18 dann alle 10 Minuten statt wie bisher alle 5 Minuten. Im Abschnitt bis Schwadorf bleibt es wie bisher beim 10-Minuten-Takt, von dort bis nach Bonn beim 20-Minuten-Takt.
  • Die Linie 17 fährt in Doppeltraktion im 20-Minuten-Takt.

Bereits ab dem 6. Februar entfallen die nachmittäglichen Verstärkerfahrten auf den Linien 1, 9 und 15.

Was bedeutet der neue KVB-Fahrplan für die Fahrgäste?

Die KVB möchte mit den Maßnahmen etwas mehr Verlässlichkeit herstellen. Es ist auf der anderen Seite aber natürlich auch mit volleren Bahnen zu rechnen. Dazu kommt: Eigentlich sollen die Leute auf den ÖPNV umsteigen. Voraussichtlich ab April wird auch das 49 Euro Ticket eingeführt, was ebenfalls zu mehr Fahrgästen führen dürfte.

KVB-Chefin Stefanie Haaks dazu: „Alle Varianten sind mit zum Teil erheblichen Nachteilen für die Fahrgäste verbunden. Wir versuchen nun eine Gratwanderung zwischen dem, was wir den Fahrgästen und was wir unserem Fahrpersonal zumuten können.“

Die KVB versucht außerdem händeringend, mehr Fahrer zu bekommen, hat dazu die Ausbildungskapazitäten erhöht und auch Fahrer angeschrieben, die bereits im Ruhestand sind.

Seit Januar gelten außerdem höhere Preise für KVB-Tickets. Was die Tickets nun kosten, könnt ihr in dieser Übersicht sehen. Die turnusmäßige Preiserhöhung (die Preise werden jedes Jahr angehoben) hat bei vielen Kunden aufgrund der Bahn-Ausfälle für Ärger gesorgt.

Gehalt eines KVB-Fahrers

Was verdient man als Fahrer bei der KVB? Hier ist es detailliert aufgeschlüsselt

Zurück

Kommentiere diesen Artikel