Zettel am Colonius

Am alten Eingang des Colonius hängt ein kurioser Zettel

Es ist eine Zeitreise in die70er-Jahre: Der frühere Besucher-Eingang des Kölner Fernsehturms erinnert heute an die Zeit, in der man noch auf den Colonius (266 Meter hoch) hinauffahren konnte. Der Vorbau besteht aus einem kleinen Rundbau und einer Art Röhre, die die Besucher zu den Aufzügen geführt hat.

Von hier aus ging es dann hoch auf die Aussichtsplattform oder das Café. Die Farbe des Vorbaus ist schwer definierbar. Irgendwas mit braun in einer Architektur aus den 70er- und 80er-Jahren.

Der kleine Bau hat seine Bestimmung als Besuchereingang zum Colonius bekanntlich seit über 20 Jahren verloren. Das Restaurant oben ist seit 1994 dicht, die Besucherplattform machte 1999 zu.

(Luftaufnahme Colonius: Achim Stump / CC BY-SA 4.0)

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An dem kleinen Rundbau hängen aber nach wie vor zwei alte Logos, mit dem Colonius und dem Kölner Dom. Allein bei dem Anblick wird man direkt ein wenig nostalgisch. Heute wird der frühere Besucher-Eingang als Büro genutzt.

Offenbar aber gibt es nach wie vor Leute, die zum Colonius kommen. Und zwar in der Hoffnung, ihn besuchen zu können. Scheinbar sind es Touristen, die den Turm sehen und es als ganz selbstverständlich ansehen, dass man hier auch hochfahren kann.

Ist es in Köln aber nicht.

Davon jedenfalls zeugt ein ausgedruckter DIN A4-Zettel, der in der Tür des früheren Eingangs hängt:


„Restaurant und Aussichtsplattform des Fernsehtrurm sind seit 1992 geschlossen“ steht hier auf Deutsch und auf Englisch aufgedruckt. Bei der englischen Version ist ein „sorry“ angeschlossen. Dazu ein durchgestrichenes Piktogramm des Colonius.

Klein darunter (auf dem Bild nicht zu lesen) steht außerdem der Hinweis, dass man leider nicht wisse, warum der Turm dicht sei und auch nicht sagen könne, wann er wieder öffnet.

Zettel am Colonius-Eingang
Dieser Zettel hängt am alten Eingang in der Tür.

Wird der Colonius jemals wieder offen sein?

Wann der Colonius wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird, steht aktuell tatsächlich noch in den Sternen. Immerhin aber hat der Turm nun eine wichtige Hürde dazu genommen. Er wurde von der Stadt Köln nämlich unter Denkmalschutz gestellt.

Das ist deshalb wichtig, weil es so Fördergelder von Bund und Land bei einer Sanierung geben würde. Laut Schätzungen würden hier Kosten von rund 40 Millionen Euro an: Die Details zu diesem Plan lest ihr hier

Wenn ihr wissen wollt, wie es aktuell ganz oben auf dem Colonius aussieht, schaut euch diese beiden Videos an: Sie geben einen Eindruck von den Räumlichkeiten weit oberhalb Kölns

Es ist übrigens nicht vorgeschrieben, dass der Colonius der Öffentlichkeit zugänglich sein muss. Die Deutsche Bundespost hat den Turm damals auf einem städtischen Grundstück gebaut. Im Erbbaurecht für das Grundstück gibt es jedoch keinen solchen Passus.

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2 Kommentare

  • Elke Lemacher

    Es wird soviel Geld rausgeworden. Warum nicht auch mal sowas für uns Ältere. Wir gingen dann bestimmt mal wieder hin.

  • 40 Millionen Euro Renovierungskosten bedeutet bis zur Fertigstellung und Neueröffnung mindestens das Doppelte bis Dreifache der angesetzten Kosten!
    Wäre ein Neubau nicht billiger?
    Wie sagt der Kölner
    „Wat nix koss,
    es och nix“

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