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Die wahren Geschichten zu diesen 5 bekannten Kölner Sprichwörtern

Viele kölsche Sprichwörter sind in unserem Sprachgebrauch ganz natürlich. Es ist aber immer wieder spannend zu sehen, woher einzelne Sätze oder Ausdrücke eigentlich kommen. Fast jedes Sprichwort hat nämlich eine sehr eigene kölsche Geschichte, die immer auch faszinierende Details der Stadt erzählt.

Wir haben hier mehrere kölsche Sprichwörter gesammelt und erklären neben der Bedeutung auch so gut es geht die jeweilige Geschichte dazu.

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Do bes noch nit lans Schmitz Backes

Du bist noch nicht am Schmitz Backes vorbei. Jeder kennt es, aber wisst ihr auch, wie die Bedeutung ist? Frei übersetzt heißt es: Es ist noch lange nicht geschafft.

Der Überlieferung steckt folgenden Hintergrund dahinter: Auf der Severinstraße in Köln gab es eine Bäckerei, die den Namen Schmitz Backes trug. Wenn im Mittelalter Verbrecher bestraft wurden, mussten sie einen so genannten Spießrutenlauf über sich ergehen lassen. Dieser endete erst auf Höhe der Bäckerei. Wer hier noch nicht da war, der hatte noch einige vor sich.

Me kann och met nem Riefkooche Wind maache

Frei übersetzt bedeutet das: Man kann auch mit Reibekuchen Wind machen? Hä? Tatsächlich gemeint ist jemand, der viel Wind um Nichts macht. Also ein Angeber ist.

Mer sin katholisch, ävver mer jläuve jaa nix

Die Übersetzung ist nicht schwer: Wir sind katholisch, aber wir glauben gar nichts. Das bedeutet allerdings nicht, dass man im katholischen Köln an nichts und niemanden glaubt. Es trägt er der Kölner Eigenart Rechnung, dass man den Institutionen in der Stadt auch durchaus kritisch gegenübersteht.

Nur weil es ein Kölner Prieser oder Bischoff erzählt, muss es der liebe Gott auch so meinen? Mitnichten. Wir glauben an Gott, aber die örtlichen Geistlichen sollen bitte nicht mit zu vielen Regeln um sich werfen.

Isch han disch jään

Das dürften die meisten von euch kennen. Übersetzt heißt es: Ich hab dich gern. Tatsächlich aber heißt es in Köln ein bisschen mehr: Ich liebe dich. Der Grund dafür ist, dass es in der kölschen Sprache kein eigenes Wort für die Liebe gibt. Ausgerechnet, aber ist so.

Stiefe Ries met Zieheknies

Was gibt es zu essen? Eine beliebte Antwort auf diese Frage in Köln ist und war: Milchreis mit Zehendreck. Das meint natürlich nicht, dass es wortwörtlich dieses Gericht gibt.

Häufig war es die Antwort der Mutter oder Oma, wenn die Kinder ungeduldig und hungrig gefragt haben, wann das Essen auf den Teller kommt.

Wat mäht et Schmitze Billa? Die hat en Poppelsdorf en Villa!

Einen Nicht-Kölner lässt das ratlos zurück: Die Figur Schmitze Billa ist durch einen Songtext von Willi Ostermann von 1913 (auch die Bläck Fööss singen ihn) bekannt geworden. Es handelt von einer Käseverkäuferin, die quasi über Nacht reich wurde und anschließend eine Villa in Poppelsdorf bewohnt haben soll. Laut Liedtext bekam sie 25.000 Mark ausbezahlt und kaufte sich daraufhin die Villa.

Tatsächlich gibt es eine historische Person, nach der Ostermann den Text geschrieben hat. Die Dame wurde allerdings des Betrugs überführt.

Kennt ihr weitere kölsche Sprichwörter und ihre eigentliche Bedeutung und die Herkunft? Schreibt uns eine E-Mail.

Linktipp:

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7 Antworten auf „Die wahren Geschichten zu diesen 5 bekannten Kölner Sprichwörtern“

Da gibt es noch den lustigen Spruch: „Mach mir keine Fiesematenten“. Bedeutete: Zu Zeiten der französischen Besatzung Kölns, waren die Soldaten natürlich den weiblichen Kölnerinnen nicht abgeneigt. Und aus der Einladung der Soldaten „visitez ma tente“ (besuchen Sie mein Zelt) entstand der Spruch, besorgter Eltern an ihre Töchter……..

Denk wie Joldschmiedsjung
Denke wie dem Goldschmied seine Junge . War ein Spruch meiner Mutter .Leider weiß ich nicht mehr was sie mir damit sagen wollte .Wer weiß es ?

Es ist einfach Schön auch aus 2.000km Entfernung ‚et Kölsche‘ genießen zu dürfen… Leider ohne „Aussicht op d’r Dom“

Es ist immer wieder eine große Freude für mich, dass ich Bezieher des Links „Verliebt in Köln“ bin und die Eintragungen lese. Vieles erinnert mich an meine Studienzeit vor 40 Jahren in Köln. Wir waren als Studenten viel „auf Achse“ in Köln, verdienten unser Kölschgeld als Jazz-Musiker (Em Streckstrump, Alter Markt) und ich habe immer die Stunden bei Lommi genossen, nicht nur wegen der Kotelett. Zu Ehren Lommi´s, den ich auch sehr gut kannte, habe ich meinen Hund nach ihm benannt !!!
Gruss aus dem Westerwald

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