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Römerstraße Köln

Wie die Römer große Kölner Straßen von heute planten

Es sind drei uralte Straßen. Rund 2000 Jahre alt. Sie verbanden Köln damals mit halb Europa. Bis heute prägen sie das Kölner Stadtbild, denn sie sind nach wie vor wichtige Verkehrsachsen in der Stadt. Habt ihr euch schonmal gefragt, warum einige große Ausfallstraßen in Köln kerzengerade in unterschiedliche Richtungen aus der Stadt heraus oder durch die Stadt verlaufen?

Sie waren schon immer dort – angelegt durch die Römer, die Köln als Stadt gegründet haben. Die drei bis heute erhaltenen erhaltenen Stadttore spielen dabei eine wichtige Rolle.

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Hier lest ihr, um welche Straßen es geht:

Via Belgica (heute Aachener Straße)

Am auffälligsten ist sicherlich die Aachener Straße. Wer vom Rudolfplatz stadtauswärts fährt, der fährt immer weiter geradeaus. Die Aachener Straße ist die alte Via Belgica. Zur Römerzeit führte die Straße von Köln bis an die Atlantikküste. Die Straße endete in Boulogne-sur-Mer (bei Calais). Dort wiederum konnte man über den Seeweg nach Großbritannien fahren. Was heute der Zug nach London ist, war früher die Via Belgica.

  • Die Via Belgica war mit 24 bis 26 Metern ähnlich breit wie eine heutige Autobahn. Sie ging von St. Aposteln über die Hahnentorburg geradeaus Richtung Westen.
  • Der Straßendamm war acht Meter breit und gewölbt. Auf beiden Seiten der Fahrbahn waren unbefestigte Sandwege und Straßengräben.
  • Ebenfalls an dieser Straße liegt das bekannte Römergrab in Köln-Weiden. Die Qualität des Straßenbaus wurde bis ins 18. Jahrhundert nicht mehr erreicht.

Agrippastraße (heute Luxemburger Straße

Die Agrippastraße verband Köln mit Trier und führte von dort aus weiter nach Lyon nach Marseille. Der heutige Verlauf der Luxemburger Straße vom Babarossaplatz ist bis heute der Weg der Straße. Früher war der Startpunkt am Mauritiussteinweg.

  • Wer heute die Luxemburger Straße weiter geradeaus Richtung Brühl und noch weiter fährt, sieht auch den schnurgeraden Verlauf.
  • Bis heute verläuft die Straße bis Zülpich in großen Teilen auf der einstigen Römerstraße.

Limesstraße (Nord-Süd-Verbindung)

Die Nord-Süd-Verbindung ist bis heute im Kölner Stadtbild präsent. Wo früher die Limesstraße quer durch die Stadt verlief, sind auch heute noch bekannte und viel genutzte Kölner Straßen: Im Süden geht es los auf der Bonner Straße und der Severinstraße. Weiter geht es durch die heutige Innenstadt auf der Hohe Pforte und Hohe Straße. Weiter verläuft die Straße nördlich über Eigelstein, Neusser Straße und Niehler Straße.

  • In der Römerzeit mussten die Menschen außerhalb der Stadt begraben werden. Die Grabmäler befanden sich entlang dieser Straßen.
  • Bonner Straße, Luxemburger Straße und auch die Aachener Straße waren links und rechts von römischen Gräbern gesäumt.
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