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Jan und Griet Spiel

Wie das Jan und Griet-Spiel an Weiberfastnacht in Köln läuft

Wenn in Köln von Weiberfastnacht die Rede ist, denken die meisten Leute an wilde Feiern in der ganzen Stadt verteilt. Die Stadt Köln riegelt das Kwartier Latäng weiträumig ab. Auch in der Altstadt gibt es zahlreiche Regeln und Verbote. Neben den überfüllten Straßen und viel Alkohol, die Köln bundesweit häufig in ein schlechtes Licht rücken, gibt es an Weiberfastnacht aber noch weitere Veranstaltungen in der Stadt, an der tausende Menschen teilnehmen. (Foto: IMAGO / Eduard Bopp)

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Dat Spillche ahn d’r Vringspooz

  • Ein besonders beliebter Programmpunkt ist das Jan und Griet-Spiel. Das Spiel findet an Weiberfastnacht um etwa 13:30 Uhr auf dem Chlodwigplatz statt, wo in historischen Kostümen die Geschichte des Kölner Helden Jan von Werth nachgespielt wird.
  • Das Jan und Griet-Paar wird jedes Jahr vom Reiterkorps Jan von Werth ernannt. Es ist nach dem Dreigestirn das höchste Paar im Kölner Karneval.
  • Vor dem Spiel findet die Aufstellung zwischen 12:00 und 13:00 Uhr an der Alteburger Straße statt. Nach dem Spiel ziehen alle Gruppen zum Alter Markt. Der Zug besteht aus mehreren tausend Teilnehmern.
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Der Zug startet direkt im Anschluss an das Spiel gegen 14:30 Uhr. Der Zugweg nach dem Jan und Griet Spiel:

  • Chlodwigplatz – Severinsstrasse – Löwengasse – Weberstrasse – Follerstrasse – Mathiasstrasse – Mühlenbach – Hohe Pforte – Cäcilienstrasse

Jan und Griet – Worum geht es?

Auf dem Kümpchenshof versuchte der Knecht Jan einst, die Marktfrau Griet für sich zu gewinnen. Doch ihre Zurückweisung basierte auf seiner Unvollkommenheit in ihren Augen. Als der 30-jährige Krieg ausbrach, zog Jan in die Schlacht und kehrte Jahre später als berühmter Feldherr und General Jan von Werth zurück. Griet bereute es, seine Liebe damals abgelehnt zu haben und sagte: „Jan, wer hätte das gedacht.“ Doch Jan lehnte ihre Annäherung mit den Worten ab: „Griet, wer es getan hat.“

Der Kölner Karnevalsverein „Reiterkorps Jan von Werth von 1925 e.V.“ trägt seinen Namen zu Ehren von Jan von Werth und veranstaltet jährlich das Historienspiel „Jan un Griet“ unter der Severinstorburg am Chlodwigplatz.

Obwohl Johann von Werth eine historische Figur war, scheint Griet höchstwahrscheinlich eine fiktive Person zu sein. Die Legende von ihrer zurückweisenden Haltung und späteren Reue wurde erstmals 1837 schriftlich festgehalten. Der kurze Dialog zwischen ihnen, „Griet, wer es getan hat“ und „Jan, wer hätte das gedacht,“ mag zwar nicht so romantisch sein wie die Gespräche von Romeo und Julia, aber er zeugt von der direkten und klaren Sprache der Kölner Tradition.

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