„Bedrohliche“ Lage in Krankenhäusern: Kölner Zoo ab dem 12. April wieder geschlossen

Es war eine Art Hoffnungsschimmer. Am 12. März konnte der Kölner nach mehreren Monaten endlich wieder für Besucher öffnen. Natürlich unter gewissen Auflagen, aber es war pro Tag wieder mehreren tausend Besuchern gestattet, den Zoo zu besuchen.

(Foto: Pressemappe Kölner Zoo)

Aufgrund der steigenden Corona-Zahlen in Köln hat der Krisenstab diese Regelung zum 12. April wieder gekippt. Das bedeutet: Auch in Köln greift die so genannte Notbremse und Lockerungen von vor einigen Wochen werden wieder rückgängig gemacht. Sowohl der Zoo als auch die Kölner Museen müssen wieder schließen.

„Bedrohliche“ Lage auf Kölner Intensivstationen

Der Krisenstab der Stadt Köln begründet die Maßnahmen mit der „bedrohlichen“ Lage auf den Kölner Intensivstationen. Zuletzt war die Zahl der Intensivpatienten mit Corona wieder stark angestiegen. Rund 25 Prozent der Intensivbetten waren mit Corona-Patienten belegt – so viel, wie zur Hochzeit der 2. Welle. Darüber hinaus wird damit gerechnet, dass die Zahlen noch weiter ansteigen.

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Der Krisenstab der Stadt Köln hat noch weitere Maßnahmen bekannt gegeben:

Ab Samstag, 10. April, gilt überall dort, wo Maskenpflicht im öffentlichen Raum besteht, ein Verzehr- und Alkoholkonsumverbot. Ebenfalls ab Samstag besteht rund um das Historische Rathaus und den Spanischen Bau – auf dem Gülichplatz, dem Alter Markt und dem Theo-Burauen-Platz – montags bis samstags von 8.30 bis 18 Uhr ein Verweilverbot.

Der Krisenstab der Stadt hat die Einschätzung, dass diese Maßnahmen allein nicht ausreichen werden, um Infektionszahlen zu senken: „Als Stadt haben wir mit den heutigen Entscheidungen unsere Handlungsmöglichkeiten nahezu ausgeschöpft“, heißt es. Köln fordert zugleich vom Land NRW, dass kurzfristig weitere Maßnahmen getroffen werden.

Maßnahmen, die in Köln aktuell ebenfalls gelten sind:

  • Einzelhandel nur mit “click und collect”
  • Medizinische Masken überall dort, wo im öffentlichen Raum Maskenpflicht gilt
  • Friseurbesuche nur mit negativem Test
  • Alkoholkonsumverbote an Hotspots
  • Verweilverbote an Hotspots

Verlust für den Kölner Zoo während Corona

Noch nie musste der Kölner Zoo nach dem 2. Weltkrieg so lange am Stück schließen, wie jetzt in der Corona Zeit. Insgesamt leben 11.800 Tiere auf dem Gelände in Köln Riehl. Eigentlich ist der Zoo 365 Tage im Jahr geöffnet und lebt zu einem großen Teil von Besuchereinnahmen, die nun ausblieben. Der Betrieb der Zoos pro Tag kostet 54.000 Euro.

Bald könnte vor dem Zoo noch eine weitere Attraktion hinzukommen: Geplant ist, dass das Riesenrad auf dem Wiese vor dem Zoo wieder aufgebaut wird (hier die Infos dazu).

Linktipp:

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Kommentar

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  • Wieso wird der Zoo denn wieder geschlossen? Da ist man an der frischen Luft und mit Maske ist das doch kein Problem. Es reicht doch, wenn man an den Häusern einen oder zwei der Pfleger postiert, die die Leute nur begrenzt reinlassen – das kann doch nicht so schwer sein. Der Zoo braucht das Eintrittsgeld, um die Tiere versorgen zu können – was soll denn dieser ganze Unsinn.