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Colonius Köln

So sah es früher auf dem Colonius im Restaurant aus

Wir sehen ein akkurates Restaurant. Die Vierer-Tische sind fein gedeckt. Sie stehen zum Teil direkt an den Scheiben, die bis zum Boden gehen und sich nach oben hin öffnen und so für einen besseren Rundumblick der Gäste sorgen. Wer früher auf dem Kölner Fernsehturm Colonius war, der wird sich an diese Bilder noch erinnern: Das Drehrestaurant war ein Ort, in dem jeder irgendwann mal war: Mit den Großeltern bei Kaffeetrinken, beim Tanz-Tee oder aber wenn man zu einem Geburtstag essen ging.

Das Foto zeigt das Ambiente damals: Eine kleine Tanzfläche, an der Decke Luftballons. Auf den Tischen kleine Blumen. An der Decke eine Lichtanlage für die Tanzfläche. Einnerungen an einen Ort, den es so heute nicht mehr gibt. (Foto: grevenarchivdigital.de / Brigitte Stachowski / Kölnische Rundschau)

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Drehrestaurant seit fast 30 Jahren geschlossen

Das Drehrestaurant liegt in 166 Metern Höhe. Von hier aus hat man einen fantastischen Panoramablick über die gesamte Stadt. Im Jahr 2024 wird die Besucherebene des Colonius (höchster Fernsehturm in NRW mit einer Gesamthöhe von 266 Metern) ein trauriges Jubiläum feiern: Dann wird das Drehrestaurant seit 30 Jahren geschlossen sein. Denn seit 1994 findet sich kein Pächter mehr für das Restaurant. Die Aussichtsplattform ist sei 1999 geschlossen.

Kurios: Das Restaurant ist seit knapp 30 Jahren dicht und war damit lediglich 13 Jahre in Betrieb. Denn der Colonius wurde erst um Jahr 1981 eingeweiht. Die Fläche über dem Drehrestaurant wurde in den 90er-Jahren zeitweise als Diskothek genutzt. Noch heute schwärmen viele Leute von legendären Partys, die über den Dächern der Stadt dort stattgefunden haben.

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Die gedeckten Tische im Drehrestaurant im Colonius auf 166 Metern Höhe im Jahr 1987. Foto: (Foto: grevenarchivdigital.de / Frank Schütte / Kölnische Rundschau)

Wann kann der Colonius wieder öffnen?

Wo früher das Drehrestaurant war, ist heute eine freie Fläche. Die Möbel sind längst ausgeräumt, die Verkleidung an der Decke abgenommen. Nur der alte Teppich im Stil der 1980er- und 90er-Jahre erinnert noch an den Charme der früheren Zeit.

Immerhin: Seit Jahren laufen nunmehr Bemühungen auf mehreren Ebenen, um den Colonius wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Von einem konkreten Konzept ist man weit entfernt. Allerdings wurde der Colonius im Jahr 2022 von der Stadt Köln unter Denkmalschutz (Denkmalnummer 8806) gestellt.

Ein wichtiger Schritt, um Fördergelder des Bundes bei einer möglichen Sanierung zu erhalten. Alleine könnte das die Stadt Köln kaum stemmen.

Colonius: Der lange Weg zur Wiedereröffnung

„Die Stadt Köln hat ein großes Interesse daran, den Colonius als wichtiges Identifikationsbauwerk für alle Kölner und Besucher wieder erlebbar zu machen“, teilte ma mit. Die Stadt selbst ist nicht Eigentümer des Fernsehturm, sondern die Deutsche Funkturm GmbH: „Es besteht kein gesetzlicher oder vertraglicher Anspruch, der die Stadt Köln in die Lage versetzen würde, die Deutsche Funkturm GmbH zur wieder Zugänglichmachung zu verpflichten“, heißt es weiter. Es gibt jedoch die generelle Bereitschaft der GmbH genau das möglich zu machen.

Blick ins Restaurant des Colonius im Jahr 1989. Foto: (Foto: grevenarchivdigital.de / Brigitte Stachowski / Kölnische Rundschau)

 „Nach einer Abstimmung mit dem Erbbaurechtsnehmer, werden die Sanierungszuschüsse beantragt.“ Bis zur endgültigen Eröffnung ist es also noch ein langer Weg.

„Ich könnte mir gut vorstellen, dass hier viele Besucher diesen einmaligen Ausblick auf die Stadt genießen. Dazu sind einige Sanierungsmaßnahmen notwendig und man müsste eine gute Gastronomie finden“, sagte Kölns OB Henriette Reker zum 40. Geburtstag des Fernsehturm 2021. Viele Kölner dürften das genauso sehen.

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Linktipp zum Thema: Video zeigt, wie es heute auf dem Colonius aussieht

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1 Kommentar

  • Wir waren mit den Eltern dort. Als besondere Erinnerung habe ich den Aufzug, der ja für die damalige Zeit wahnsinnig schnell war. Das kribbeln im Bauch im Aufzug und die Aussicht von so weit oben, ist für mich unvergesslich.

    Es wäre toll, wenn dort wieder ein Café eröffnen würde, wo man für vl eine Stunde buchen kann. Dann ist die Verweildauer nicht so lang wie im Restaurant und mehr Menschen hätten die Chance für einen Besuch.

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