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Rhein Pegel Köln

Rheinpegel Köln bei 73 Zentimetern: Fähre Hitdorf stellt Betrieb ein

Der Rheinpegel in Köln ist seit nunmehr einer Woche unter der Marke von einem Meter. Auch in der kommenden Woche ist die Tendenz für den Pegel fallend. Für Dienstag ist ein Pegel von 73 Zentimetern vorhergesagt. Das liegt nur noch knapp über dem historischen Tiefstand aus dem Jahr 2018. Damals betrug der Pegel 69 Zentimeter. Neu ist, dass der Rhein über einen so langen Zeitraum so wenig Wasser hat.

Die Rheinfähre in Hitdorf im Norden von Köln hat am Freitag, 12. August ihren Betrieb eingestellt: „Leider ist das Wasser schneller gefallen als vorher gesagt“, schrieb der Betreiber am Freitag auf dem sozialen Netzwerk Twitter. Hintergrund: Bei dem Wasserstand kann die Fähre die Autorampe am Ufern nicht mehr erreichen.

Die Stadt Köln warnt derweil vor Gefahren direkt am Rheinufer. Durch das Niedrigwasser werden in den Uferbereichen zunehmend Relikte aus beiden Weltkriegen freigelegt. Am Rheinufer in Köln Poll fanden Spaziergänger eine Granate aus dem 1. Weltkrieg. Die Stadt Köln rät deshalb davon ab, den Uferbereich des Rheins zu betreten. Verdächtige Gegenstände sollten nicht berührt werden.

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Der Rheinpegel war fast den gesamten Juli über aufgrund geringer Niederschläge sehr gering, lag meist bei etwa 1,20 Metern. Wer derzeit am Rhein entlang geht, sieht das riesige Ufer. Die hellen Steinwüsten geben Bereiche frei, die sonst von Wasser bedeckt sind. Im Durchschnitt liegt der Rheinpegel in Köln bei rund 3 Metern.

Was bedeutet der niedrige Rheinpegel für Köln?

(Foto: Uwe Komorowski)

Niedriger Rheinpegel Köln: Auswirkungen

Der Rhein ist für den Warentransport und Lieferkette eine wichtige Wasserstraße. Jedes Jahr passieren rund 200.000 Schiffe die deutsch-holländische Grenze. Ist der Pegel so niedrig, können die Schiffe nur rund 50 Prozent ihrer Fracht aufnehmen. Aktuell ist die Nachfrage nach dem Transport von Gütern allerdings sehr groß.


Ein niedriger Rheinpegel ist also auch für die ohnehin bereits angeschlagene Logistik von Gütern eine Belastung.

  • Es gibt übrigens keine untere Grenze, bei dem keine Schiffe mehr fahren dürfen. Diese Verantwortung liegt bei den Schiffsführern.
  • Ein schneller Anstieg des Rheinpegels ist aktuell nicht in Sicht. Hierfür müsste es in der gesamte Region des Rheins lange und anhaltend regnen. Die 14-Tage-Prognose sagt für die kommende Woche einen noch niedrigeren Pegel voraus.

Ausflugsschiffe können Stationen nicht mehr anfahren

Wie die Köln-Düsseldorfer auf ihrer Homepage mitteilt, können die Ausflugsschiffe zahlreiche Stationen nicht mehr anfahren. Auf der Strecke Köln – Linz – Köln fährt das Ausflugsschiff lediglich noch bis Königswinter. Folgende Stationen werden von der KD derzeit nicht mehr angefahren:

  • Lorch
  • Bad Honnef 
  • Oberlahnstein
  • Rhens
  • Kamp-Bornhofen
  • Oberwesel
  • Assmannshausen

Der aktuelle Rheinpegel Köln

Diese Grafik zeigt, wie sich der Rheinpegel in Köln aktuell entwickelt, wie der mittlere Pegel ist und wie sich die Kurve in den vergangenen Tagen entwickelt hat. Der Rhein hat aktuell eine Temperatur von rund 26 Grad.

So funktioniert der Rheinpegel Köln

  • Der Kölner Pegel wird auf Höhe der Kölner Altstadt gemessen. Ihr kennt sicher das Runde Pegelhaus auf der Rheinpromenade, das unter Denkmalschutz steht. Der Nullpunkt des Pegels in Köln liegt bei etwa 35 Metern über dem Meeresspiegel.
  • Wenn der Kölner Pegel bei 2 Meter liegt, bedeutet das allerdings nicht, dass die Wassertiefe des Rheins 2 Meter beträgt.
  • In der Fahrrinne des Rheins ist dann noch immer mindestens ein Meter Wassertiefe vorhanden. Beim Pegel könnt ihr also jeweils noch etwa einen Meter draufrechnen und kommt dann auf die tatsächliche Wassertiefe in der Fahrrinne.
  • Beträgt der Pegel also 91 Zentimeter, so ist die Wassertiefe in der Fahrrinne 1,91 Meter.
  • Bei Rheinkilometer 671 (Godorf) erreicht der Rhein das Kölner Stadtgebiet, bei Kilometer 711 in Worringen verlässt der das Gebiet wieder. Eine Vorhersage bzw. Abschätzung für die Pegel-Stände finde ihr hier.
  • Der höchste je gemessene Kölner Pegel stammt vom 1.1.1926 mit 10,69 Metern.

Der Rheinpegel Köln und das Grundwasser

In Köln sind mehrere Bäche nahezu ausgetrocknet. Die Stadt Köln hat es bereits Anfang Juli verboten, hier Wasser zu entnehmen. Der niedrige Rheinpegel hat jedoch keine direkten gravierenden Auswirkungen auf der Kölner Grundwasser.

Als die Stadt Köln und die RheinEnergie im Juli Schläuche zur Berieselung an der Rheinpromenade aufstellten, erklärte die RheinEnergie, dass man in der Kölner Bucht derzeit eine Lage habe, „in der genügend Grundwasser zur Verfügung steht, das sich auch in ausreichendem Maß erneuert“.

Rheinpegel Köln: Diese Stufen gibt es

  • Ab einem Pegel von 4,5 Metern spricht man in Köln von einem Hochwasser. Bei diesem Stand werden lediglich kleinere Hochwasser-Maßnahmen durchgeführt.
  • Hochwassermarke I ist bei einem Pegel von 6,2 Metern erreicht. Schiffe müssen dann in verminderter Geschwindigkeit fahren.
  • Hochwassermarke II ist bei einem Pegel von 8,3 Metern erreicht. Die Schifffahrt auf dem Rhein muss dann eingestellt werden.

Bis zu welchem Pegel ist die Kölner Altstadt geschützt?

Nach den katastrophalen Jahrhunderthochwassern in den 90er-Jahren hat die Stadt ein Hochwasserschutzkonzept umgesetzt, das besonders Rodenkirchen und die Kölner Altstadt schützt. Die Kölner Altstadt ist bis zu einer Marke von 11,30 Metern geschützt. Sie wäre bei einen solchen Pegelstand eigentlich 2 Meter überflutet.

Am Rhein können rund 11 Kilometer mobile Hochwasserschutzwände montiert werden. Der Katastrophenschutz wird in Köln ab einem Pegel von 10,70 Metern ausgerufen. Den stündlichen Pegel, sowie die Prognose und Abschätzung für die nächsten Tage könnt ihr unter diesem Link abrufen.

Der historische Rheinpegel in der Kölner Altstadt

Der Pegel Köln ist die runde Säule an der Promenade der Kölner Altstadt. Hier wird der Kölner Rheinpegel bei Rheinkilometer 688 mechanisch gemessen. Der kleine Zeiger der Pegeluhr zeigt die Meter, der große Zeiger zeigt die Dezimeter des Rheinpegels an.

1 Comment

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder Schiffsführer selbst entscheiden darf, ob er bei niedrigem Wasserstand fährt. So würde ein waghalsiger ja dann evtl. die ganze Wasserstraße blockieren, wenn er aufläuft. In Koblenz gibt es auch einen mindestschiffbaren Wasserstand. Kann das bitte noch mal jemand prüfen? Gestern konnte ich beobachten, dass die Schiffe eine andere Fahrrinne nutzen als sonst und auch langsamer fuhren. Vielen Dank.

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