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Pascha Köln

Pascha in Köln: Wie das größte Bordell Europas entstand

Vor knapp 50 Jahren wurde im Kölner Stadtteil Neuehrenfeld an der Hornstraße ein Haus gebaut, dass es so in Europa zuvor noch nicht gab: 10 Stockwerke hoch, über 120 Apartments (je 13 Quadratmeter), dazu diverse Einrichtungen, wie Waschsalons und ein Nachtclub im Erdgeschoss. Was heute unter dem Namen Pascha Köln bekannt ist, hieß früher „Eros Center“. Das heute pink gestrichene Gebäude ist nach wie vor einer der auffälligsten Bauten vor Ort.

(Foto Pascha: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0)

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Der Bau war kein Zufall, sondern wurde von der Stadt Köln Anfang der 1970er Jahre vorgeschlagen und forciert. Einer Interessensgruppe wurde an der Hornstraße in Neuehrenfeld ein Baugrundstück der damaligen Bundesbahn organisiert.

Pascha Köln hieß früher Eros Center

Grund war eine Gasse, die heute mitten in der Stadt liegt und in der nichts mehr an die Vergangenheit erinnert: Von der Ehrenstraße geht die Kleine Brinkgasse ab. Die Gasse ist nur rund 70 Meter lang. Lange lag hier ein in den 00er-Jahren ein roter Teppich aus, es gab Gastronomie. Das Foto oben zeigt, wie die Kleine Brinkgasse aktuell aussieht.


Kleine Brinkgasse war 150 Jahre lang der Kölner Straßenstrich

Früher war hier der Kölner Straßenstrich, fast 150 Jahre lang. Wie heute in der Herbertstraße in Hamburg gab es eine Mauer mit meinem Durchgang, um die Straße vor Blicken zu schützen. In der Straße arbeiteten rund 100 Prostituierte, die im Fenster standen und sich den Freien präsentierten.

Die Stadt Köln wollte nach Beschwerden von Anwohnern das horizontale Gewerbe Anfang der 70er-Jahre raus aus der Innenstadt haben und unterstützte deshalb den Bau des damaligen Eros-Centers.

In dem übersichtlichen Neubau – so erhoffte man es sich – hatte man das Gewerbe besser im Griff. Der Bau wurde „Auf Wunsch und Anregung“ der Stadt Köln erstellt, wie der Spiegel Anfang der 70er-Jahre schrieb.

Pascha Köln: Prostituierte mussten umziehen

Den Prostituierten und Bordell-Besitzern in der Kleinen Brinkgasse gefielt das anfangs überhaupt nicht. Ein Anwalt klagte sogar dagegen, dass die Stadt alle Betriebe in der Gasse dicht machte.

Seine Argumentation laut Spiegel damals: Die damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer und Theo Burauen seien beide in unmittelbarer Umgebung aufgewachsen und es sei nicht bekannt, dass sie durch den Straßenstrich Schaden genommen hätten. Die Klage hatte keinen Erfolg.

Das heutige Pascha war geboren und hat bis heute eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Zuletzt meldete das Haus während Corona Insolvenz an, wurde 2021 für 11 Mio. Euro verkauft. Mittlerweile ist es wieder geöffnet – mit einem neuen auffälligen pinken Anstrich von außen. In der 9. Etage gibt es nunmehr sogar ein Hotel.

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1 Kommentar

  • Michaele Stephan

    Die kleine Brinkgasse war kein Strassenstrich.Die Frauen standen im Flur an einem Fenster,und es gab Zimmer in den Häusern.Es gab eine Wirtschafterin,
    die für Ordnung sorgte.Es gab eine Früh und eine Spätschicht.

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