Park-Café im Kölner Rheinpark sieht wieder aus wie früher

Es stand seit Ewigkeiten leer. Es wurde lange renoviert. Es gab viele Abstimmungsrunden. Doch nun sieht das Park-Café im Rheinpark wieder aus wie früher, als es 1957 eröffnet wurde.

Lange Zeit war es im Dörnröschenschlaf und die Menschen in Köln hatten sich an den traurigen Anblick des verfallenen Hauses bereits gewöhnt, ähnlich wie an die Bastei auf der anderen Rheinseite (mehr dazu hier). Die Restaurierung war kompliziert. Viele städtische Ämter waren involviert, das Gebäude steht seit 1989 zudem unter Denkmalschutz. Eine Herkulesaufgabe, das Gebäude allen Vorschriften gemäß wieder in Stand zu setzen – und eine teure dazu. (Fotos: Stadt Köln / Roberto Campione)

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Schmuckstück: So sah das Park Café in den 60er-Jahren aus. Foto: Stadt Köln

Mittlerweile aber sind die Gerüste abgebaut und man kann erahnen, dass aus dem verfallenen Gebäude ein Schmuckstück geworden ist. Auch das Innere soll künftig wieder an die 50er-Jahre angelehnt sein. Die Möbel und die Ausstattung ebenso. Die Außenfarben gelb, blau und grün werden wie damals unverändert sein.

Das Café wird drei Etagen und rund 1000 Sitzplätze haben. Auf den Etagen gibt es verschiedenen Bereiche. Speisen und Getränke zum Mitnehmen werden ebenso angeboten, wie warme Küche. Veranstaltungen, Trauungen und weitere Event werden ebenfalls ganzjährig möglich sein.

Foto: Roberto Campione
Foto: Roberto Campione

Die runden Außenterrassen, charakteristisch für den Nachkriegsarchitektur, werden künftig also wieder von Menschen belebt sein. Von hier aus hat man einen Panorama-Blick auf den Dom. Gut möglich also, dass das Park Café in der Post-Corona-Zeit ein neuer Anziehungspunkt im ohnehin belebten Rheinpark sein wird.

Das Café wurde ursprünglich 1957 zur Bundesgartenschau in Köln gebaut und eröffnet. Fotos von damals zeigen, wie zur Eröffnung auch der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer anwesend war. Damals wurde auch die Seilbahn gebaut. Das Café gehört zu den bekanntesten Immobilien der Stadt Köln, die auch die Sanierung (Kosten: 5 Mio. Euro) zum überwiegenden Teil finanziert hat.

Wann es wirklich öffnen wird, steht aufgrund von Corona allerdings noch nicht fest: „Wir arbeiten mit Hochdruck auf den Sommer zu“, schreibt Roberto Campione, künftiger Betreiber.

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Kommentare

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  • Kann mich den Ausführungen von Herrn v. Liesenhof-Hegener nur anschließen.
    Damals war ich 5 Jahre jung und es war für mich ein tolles Erlebnis als die Bundesgartenschau eröffnet wurde. Jede freie Minute ist meine Mutter mit mir in den Rheinpark gefahren. Ein ganz besonderes und unvergessliches Erlebnis war, als wir an einem Nachmittag von einem Gewitter überrascht wurden und uns in einem Blumenhaus, vor dem Gewitter, in Sicherheit gebracht haben. Bei diesem kurzen Unwetter wurde der Himmel so dunkel, dass die Blume “Die Königin der Nacht” sich wirklich vertan hatte und ihre Blüte öffnete. Wie schon ihr Name sagt, blüht diese Blume nur in der Nacht und ich hatte das überaus große Glück erleben zu dürfen, als die Königin der Nacht langsam ihre Blüte öffnete. Es war wie ein Wunder. Der Gärtner der zum gleichen Zeitpunkt im Blumenhaus tätig war hatte uns, Gott sei Dank, auf dieses Phänomen aufmerksam gemacht und war selbst darüber erstaunt, dass die Königin durch die Dunkelheit des Gewitters hat überrumpeln lassen.
    Später machte meine Mutter, ab und zu am Wochenende, mit mir einen großen Ausflug. Beginnend mit der Straßenbahnfahrt von Höhenhaus nach Köln über die Deutzer Brücke, dann zu Fuß zum Schiffsanleger, wo wir dann mit dem Müllemer Böötchen rüber zum Rheinpark gefahren sind. Von dort aus zur kleinen Seilbahn quer durch den Rheinpark zur großen Seilbahn. Mit dieser dann über den Rhein und dann in den Kölner Zoo. Am späteren Nachmittag ging es dann mit der Straßenbahn wieder nach Hause, wo ich dann nach dem Abendessen tot ins Bett gefallen bin. Jedenfalls war das immer das tollste Erlebnis was es für mich gab.

  • …kann mich noch sehr gut daran erinnern , meine Eltern gingen mit mir kleinen Stropp des Sonntags in die Bundesgartenschau. Ich freute mich riesig, es gab die kleine Seilbahn quer über den Park und den großen Spielplatz und mein absoluter Liebling…” die Eisenbahn ” war dem TEE nach empfunden, mit Sitzwagons und dieser Zug von dem östlichen Eingang bis zum Parkcaffee, dort bekamen wir Kinder ein Eis und die Erwachsenen gönnten sich eine Stachelbeer – Herren – oder Schwarzwälder Kirschtorte.. obligatorisch war das kleine Herrengedeck… Asbach zum Kaffee, die Sonne schien, eine herrliche Blumenpracht und man freute sich auf den Sommer…!!