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Odysseum Köln

Aus für neues Odysseum in Ehrenfeld – Betreiber sucht neue Lösungen

Das neue Odysseum in Köln sollte eigentlich unter dem Namen Exploradum in Ehrenfeld neu eröffnet werden. Der Termin war für den „Frühjahr 2026″ angesetzt. Es gab ein Konzept und Visualisierungen. Geschenkgutscheine wurden bereits verkauft.

📍 Doch zuletzt fragten sich immer mehr Kölner: Wann öffnet das neue Odysseum denn nun? Denn auf der Homepage war auch an Ostern kein konkretes Datum zu sehen.

➡️ Nun gibt es eine traurige Botschaft: Das geplante Exploradum wird an dem geplanten Standort nicht kommen: „Leider können wir den EXPLORADOM in der ursprünglich geplanten Form im Gebäude in der Mercedes-Allee 1 nicht umsetzen“, heißt es in einem Statement, das nun auf der Homepage des Betreibers Explorado zu sehen ist. (Alle Fotos: Thomas Häusler)

Betreiber sucht neue Lösungen

📍 Wer bereits Geschenkgutscheine erworben hat, bekommt den vollen Kaufpreis zurückerstattet. Begraben wolle man das Projekt laut dem Statement jedoch nicht: „Wir sind von der Vision hinter dem EXPLORADOM weiterhin überzeugt und werden uns mit alternativen Umsetzungsmöglichkeiten befassen.“

Eine Nachfrage zu den genauen Gründen ließ der Betreiber bis Dienstagabend unbeantwortet.

Auf über 30.000 Quadratmetern sollte in Ehrenfeld eigentlich „Deutschlands erstes Family Entertainment Center“ mit dem Namen Exploradum entstehen – als Nachfolger des Odysseums.

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➡️ Der Exploradom war als Kombination aus Spiel-, Lern- und Arbeitsort geplant. Kinder sollten dort eigenständig experimentieren und an Workshops teilnehmen können, während für Eltern Co-Working-Flächen vorgesehen waren.

Ergänzt werden sollte das Angebot durch ein Familienrestaurant und ein Café. Teile des früheren Odysseums sollten integriert und durch neue Konzepte erweitert werden.

Exploradom sollte in Ehrenfeld entstehen

➡️ Hinter dem Projekt stand die Edutain AG, die in Köln bereits große Ausstellungen wie „Harry Potter“ und „Jurassic Park“ umgesetzt hat. Der Exploradom sollte auf einem rund 30.000 Quadratmeter großen Gelände an der Widdersdorfer Straße / Mercedes-Allee entstehen, wo zuvor ein Autohaus stand.

Altes Odysseum in Kalk wird zur Schule

Das Odysseum in Kalk ist derweil Geschichte. Am einstigen Mitmach-Museum sind im Herbst 2025 die Bagger angerollt. Das Gebäude wird umgebaut, denn hier wird bis 2028 eine Gesamtschule entstehen.

📍Das Gebäude wird entkernt, auch im Innern sind Abrissbagger zu sehen. Sogar die Fassade der Außenwand ist zum Teil bereits abgerissen.

Auch im Innern des Odysseums kann man Abrissfahrzeuge erkennen. Foto: Thomas Häusler

Warum wurde das alte Odysseum geschlossen?

Der Grund ist, dass in Köln dringend Schulplätze benötigt werden. Viele Kinder haben keinen Gesamtschulplatz dort bekommen, wo sie ich angemeldet haben. Kalk ist als Stadtteil davon besonders betroffen.

  • Die Stadt Köln hat 2022 deshalb in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren einen Investor mit Grundstück gesucht in einem engen Radius in Kalk gesucht, der ein Gebäude zur Gesamtschule umbaut.

Das Odysseum wurde 2009 fertiggestellt. Ursprünglich war die SK-Stiftung der Sparkasse KölnBonn Träger des Odysseums. An über 100 Erlebnisstationen konnten Kinder zu dieser Zeit neue Dinge lernen und erfahren.

➡️ Obwohl die Qualität des Ortes außer Frage stand und das Odysseum als außerschulischer Lernort hochgeschätzt war, trug das Konzept nicht. Die SK-Stiftung zog sich schließlich aus dem Betrieb zurück, nachdem die Bezuschussungs-Kosten immer höher wurden.

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Auch die Verkleidung der Außenwand wurde bereits im Herbst 2025 abgerissen. Foto: Thomas Häusler

Odysseum Köln: Neuer Ort für Blockbuster-Ausstellungen

2021 eröffnete das Odysseum schließlich mit einem neuen Konzept. In den vergangenen Jahren wurde der ehemalige Lernort umgebaut in eine Ausstell-Fläche für kommerzielle Blockbuster Ausstellungen.

Unter anderem waren hier in den vergangenen Jahren eine Harry-Potter-Ausstellung und eine Dino-Ausstellung zu sehen. Die Ausstellungen waren aus Publikumssicht ein großer Erfolg, auch wenn die Eintrittspreise bei teils bei 30 Euro lagen und einige Besucher bemängelten, dass die Preise und die Dauer der Besucher in keinem guten Verhältnis geständen hätten.

Auf den Nachfolger des Odysseums müssen sich die Kölner nach dem Aus des Projekts nun noch weiter gedulden müssen.

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