Das Lemmerz-Freibad in Königswinter soll umfassend saniert werden. Jetzt gibt es dafür eine wichtige Finanzierungszusage: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat 4.099.950 Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ für das Freibad bewilligt.
(Foto: Wolkenkratzer / CC BY-SA 3.0)
Damit steht für das seit 2024 geschlossene Freibad am Fuß des Siebengebirges eine erhebliche zusätzliche Finanzierung zur Verfügung. Das Lemmerzbad gehört wegen seiner Lage nahe Drachenfels und Schloss Drachenburg zu den besonderen Freibädern im Großraum Köln.
Wann öffnet das Lemmerzbad wieder?
Eine Wiedereröffnung war ursprünglich bereits für die Freibadsaison 2027 vorgesehen. Dieser Zeitplan konnte allerdings nicht gehalten werden. Nach Verzögerungen bei der Förderentscheidung und der weiteren Planung nannte die Stadt zuletzt Mai 2028 als Ziel für die Wiedereröffnung.
Das Freibad ist bereits seit Ende der Saison 2023 geschlossen. Für die Saison 2024 hatte die Stadt entschieden, das Bad nicht mehr zu öffnen. Neben dem Sanierungsbedarf spielten damals auch Probleme des bisherigen Betreibers eine Rolle, ausreichend qualifiziertes Personal für den Betrieb zu finden.
Fast 4,1 Millionen Euro Förderung für das Lemmerzbad
Die aktuelle Förderzusage beläuft sich auf 4.099.950 Euro. Das Geld stammt aus dem Programm „Sanierung kommunaler Sportstätten“.
Die Stadt Königswinter hatte sich um die Förderung beworben. Nach Angaben aus Königswinter gab es rund 940 Interessenbekundungen, der Förderaufruf war damit stark überzeichnet.
Bundesweit werden über das Programm kommunale Sportstätten und Schwimmbäder saniert. Die Förderung soll insbesondere energetische Modernisierungen und einen nachhaltigeren Betrieb ermöglichen.
So soll das Lemmerz-Freibad nach der Sanierung aussehen
Der Stadtrat hatte sich bereits Anfang 2025 für eine umfassende Sanierungsvariante entschieden. Die bestehenden gefliesten Schwimmbecken sollen grundsätzlich erhalten und erneuert werden. Eine teurere Variante mit Edelstahlbecken wurde verworfen.
Geplant sind unter anderem:
- eine neue Rutsche
- ein 3-Meter-Sprungturm
- die Sanierung der Schwimmbecken
- eine Anhebung der Beckenränder um rund 40 Zentimeter
- eine wettkampftaugliche Gestaltung des Schwimmerbeckens
- eine Aufwertung des Nichtschwimmerbeckens
- Photovoltaikanlagen zur Stromversorgung
Auch der Auslauf der Rutsche soll sicherer gestaltet werden. Für das Nichtschwimmerbecken ist unter anderem ein Sprudelpilz vorgesehen.
Rund neun Millionen Euro für die Sanierung
Bei der Entscheidung Anfang 2025 kalkulierte die Stadt für die beschlossene Variante mit rund 9,04 Millionen Euro. Spätere Planungen gingen von einem Projektvolumen von etwa 9,5 Millionen Euro aus.
Durch die jetzt bewilligten knapp 4,1 Millionen Euro Bundesförderung wird ein erheblicher Teil der Kosten abgedeckt.
Das gibt es im Lemmerzbad
Vor seiner Schließung verfügte das Lemmerzbad über drei Badebereiche:
- ein großes 50-Meter-Schwimmerbecken
- ein Nichtschwimmerbecken
- einen Bereich für kleine Kinder
Besonders auffällig ist die Lage des Freibades. Das Gelände liegt oberhalb des Rheins am Rand des Siebengebirges. Vom Bad aus blickt man teilweise in Richtung Schloss Drachenburg.
Das Lemmerzbad wurde 1953 eröffnet. Der Königswinterer Unternehmer Paul Lemmerz ließ das Freibad errichten und schenkte es später der Stadt.
Lemmerzbad: Adresse und Anfahrt
Adresse: Oberweingartenweg, 53639 Königswinter
Von Köln aus ist Königswinter sowohl mit dem Auto als auch mit der Bahn gut erreichbar. Vom Bahnhof Königswinter führt der Weg weiter Richtung Drachenfels und Lemmerzbad.
Wer einen Ausflug nach Königswinter plant, kann den Besuch später gut mit dem Drachenfels, Schloss Drachenburg oder einer Wanderung durch das Siebengebirge verbinden.


