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Kreuzfeld Köln

Nach Olympia-Aus: So geht es jetzt mit dem neuen Veedel Kreuzfeld weiter

Hier sollte das Olympiastadion für Köln stehen. Doch nachdem sich der Deutsche Olympische Sportbund Ende September gegen die Bewerbung der Region KölnRheinRuhr entschieden hat, sind die Pläne vom Tisch. Was bleibt, ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Kölns: Im Norden der Stadt soll mit Kreuzfeld ein völlig neues Veedel entstehen.

Die Stadt Köln hält an dem Vorhaben fest und hat jetzt neue Ergebnisse der technischen Masterplanung vorgelegt. Demnach sind auf einer Fläche von rund 80 Hektar etwa 3.830 Wohnungen für rund 8.800 Menschen vorgesehen. Allerdings gibt es noch zwei entscheidende Voraussetzungen, bevor der neue Stadtteil tatsächlich gebaut werden kann.

Neuer Stadtteil Kreuzfeld: Platz für rund 8.800 Menschen

Kreuzfeld soll unmittelbar neben Blumenberg im Stadtbezirk Chorweiler entstehen. Geplant ist kein gewöhnliches Neubaugebiet, sondern ein eigenständiger Stadtteil mit Schulen, Kitas, Geschäften, Arbeitsplätzen und großen Grünflächen.

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Grundlage ist der städtebauliche Entwurf „The Woodhood – Kreuzfeld Gartenstadt 2.0“. Das Gebiet wird in fünf kleinere Nachbarschaften unterteilt, die durch eine große grüne Mitte miteinander verbunden sind.

Die neuen Planungen sehen rund 3.830 Wohnungen vor. Damit könnten künftig ungefähr 8.800 Menschen in Kreuzfeld leben. Die Zahl der vorgesehenen Wohnungen wurde gegenüber früheren Planungen durch eine moderate Nachverdichtung erhöht.

Auch an ältere Menschen wird gedacht: Vorgesehen sind unter anderem Angebote für Seniorenwohnen und Pflegeeinrichtungen sowie alternative und generationenübergreifende Wohnformen. Im Zentrum des neuen Stadtteils soll zudem ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen.

Wenig Autos, viel Grün und neue Radwege

Kreuzfeld soll weitgehend autoarm gestaltet werden. Der Autoverkehr soll möglichst aus den Wohnbereichen herausgehalten werden. Stattdessen sieht die Planung sieben Quartiersgaragen vor, in denen Autos abgestellt werden können. Dort könnten auch Sharing-Angebote und Fahrradstellplätze entstehen.

Eine neue Buslinie soll die verschiedenen Teile des Stadtteils miteinander verbinden. Für Fußgänger und Radfahrer ist außerdem eine zentrale Ost-West-Verbindung durch die grüne Mitte geplant. Sie soll Kreuzfeld direkt mit dem S-Bahnhof Blumenberg verbinden. Im östlichen Bereich ist dafür ein sechs Meter breiter Weg vorgesehen, auf dem Radfahrer und Fußgänger jeweils eigene Flächen erhalten.

Auch beim Klimaschutz verfolgt die Stadt konkrete Ziele. Regenwasser soll möglichst vor Ort versickern, gespeichert oder wiederverwendet werden. Für die Wärmeversorgung wird unter anderem ein Nahwärmenetz geprüft.

Warum es trotz fertiger Planung noch nicht losgeht

Die technische Masterplanung ist inzwischen abgeschlossen. Ihre Ergebnisse liegen nach Angaben der Stadt sogar schon seit Herbst 2025 vor. Wegen der Olympiabewerbung wurden sie bislang jedoch nicht öffentlich vorgestellt. Nun soll das Projekt unabhängig von Olympia weiterentwickelt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass in Kreuzfeld schon bald die Bagger rollen.

Die Stadt nennt zwei Voraussetzungen, die zunächst erfüllt werden müssen:

  1. Der Blumenbergsweg muss ausgebaut und eine Anbindung an die Autobahn A57 geschaffen werden.
  2. Die S-Bahn-Station Blumenberg muss für die Erschließung des neuen Stadtteils ausgebaut werden.

Beim Blumenbergsweg ist das Land Nordrhein-Westfalen gefragt, bei der S-Bahn-Station die Deutsche Bahn. In ihrer Mitteilung stellt die Stadt ausdrücklich klar, dass die Entwicklung Kreuzfelds erst erfolgen kann, wenn diese Infrastrukturfragen geklärt sind oder zumindest verlässlich mit ihrer Umsetzung gerechnet werden kann. Die Stadt hat dazu bereits Kontakt mit dem Land NRW aufgenommen.

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Wann könnte der neue Stadtteil gebaut werden?

Einen verbindlichen Termin für den Baubeginn nennt die Stadt weiterhin nicht. Mit dem Abschluss der technischen Masterplanung ist zwar eine wichtige Planungsphase beendet. Bevor gebaut werden kann, müssen aber noch die verkehrlichen Voraussetzungen geschaffen und die notwendigen Bebauungspläne erarbeitet werden.

Die Verwaltung will die neuen Ergebnisse am 3. Dezember 2026 im Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit sowie in der Bezirksvertretung Chorweiler vorstellen.

Das Olympia-Aus bedeutet damit nicht das Ende von Kreuzfeld. Die bisherigen Planungen bleiben die Grundlage für den neuen Stadtteil. Wann aus den Plänen tatsächlich Wohnungen werden, hängt allerdings vor allem davon ab, wie schnell die Anbindung an die Autobahn und der Ausbau der S-Bahn-Station vorankommen.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, findet Hintergründe in unserem Artikel „Hier plant Köln ein neues Veedel für Tausende Menschen“. In unserer Übersicht der sieben großen Neubauprojekte zeigen wir außerdem, wo in Köln weitere Wohnquartiere entstehen sollen.

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