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Kölner Dom Eintritt

Kölner Dom legt Finanzzahlen für 2025 vor: Fast eine Million Euro Überschuss

Der Dom und seine Finanzen. Das war 2026 ein breit diskutiertes Thema. Seit Mitte des Jahres müssen touristische Besucher Eintritt (12 Euro) zahlen, wenn sie den Dom betreten wollen. Das Domkapitel begründete den Schritt mit der finanziellen Situation. Nun hat die Hohe Domkirche zu Köln hat ihre Finanzzahlen für das Jahr 2025 vorgelegt. Dem neuen Jahresabschluss zufolge erzielte die Körperschaft, der der Kölner Dom gehört, einen Jahresüberschuss von knapp einer Million Euro. (Foto: Jannis Trieb)

Konkret lag der Überschuss 2025 bei 990.528,80 Euro. Im Vorjahr hatte die Hohe Domkirche noch einen Jahresfehlbetrag von 240.512,97 Euro ausgewiesen. Die betrieblichen Erträge stiegen zugleich von rund 13,85 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 15,90 Millionen Euro im Jahr 2025.

Die Hohe Domkirche zu Köln ist eine eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts und Eigentümerin des Kölner Doms. Ihr Finanzhaushalt ist in zwei Bereiche aufgeteilt:

  • In der Dombaukasse werden Bau- und Erhaltungsmaßnahmen der Dombauhütte verbucht.
  • Die Domkirchenfabrik umfasst den laufenden Betrieb des Doms, darunter Ausstattung, Besichtigung des Innenraums, Schatzkammer und Turmbesteigung.
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Mehr als drei Millionen Euro aus der Dombesichtigung

Zu den wichtigsten Einnahmen der Domkirchenfabrik gehörten 2025 laut Finanzbericht 3,163 Millionen Euro aus der Dombesichtigung. Damit ist nicht der Eintritt gemeint, der 2025 noch nicht eingeführt war. Hierbei geht es unter anderem um die Domschatzkammer und die Turmbesteigung.

Weitere 1,539 Millionen Euro kamen aus Kollekten, Opferstöcken und Spenden. Hinzu kamen 543.000 Euro Mieterträge sowie Zuweisungen des Erzbistums und weitere Erlöse und Kostenerstattungen.

Die Einnahmen der Dombaukasse lagen 2025 bei insgesamt 8,177 Millionen Euro. Sie stammen laut Bericht im Wesentlichen aus Zuweisungen des Zentral-Dombau-Vereins Köln, des Erzbistums Köln, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Köln und der Kulturstiftung Kölner Dom.

Warum musste der Dom dieses Jahr den Eintritt einführen, obwohl er im Vorjahr 1 Million Euro Gewinn gemacht hat? Verantwortlich für die besseren Zahlen seien unter anderem höhere Eintrittspreise in Domschatzkammer und für die Turmbesteigung.

Domprobst Guido Aussmann bezeichnete den Eintritt gegenüber dem Stadtanzeiger trotz der Zahlen als zwingend notwendig, vor allem mit Blick auf die Zukunft: „Sie soll eine verlässliche Einnahmequelle schaffen, damit wir den Dom langfristig erhalten und als Gotteshaus offenhalten können.“

Rund 9,6 Millionen Euro für Personal

Ein großer Teil der Ausgaben entfällt auf das Personal. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für 2025 insgesamt 9,574 Millionen Euro Personalaufwand aus. Davon entfielen rund 7,45 Millionen Euro auf Löhne und Gehälter sowie rund 2,13 Millionen Euro auf Sozialabgaben und Altersversorgung. ebk-fb2025-hohe-domkirche

Für die rund 90 Mitarbeitenden der Dombauhütte entstanden Personalkosten von 6,163 Millionen Euro. Für die rund 70 Mitarbeitenden der Domkirchenfabrik lagen sie bei 3,401 Millionen Euro. ebk-fb2025-hohe-domkirche

Zusätzlich weist der Jahresabschluss 5,103 Millionen Euro sonstige Aufwendungen aus. Davon entfielen 2,423 Millionen Euro auf die Dombaukasse, darunter 1,778 Millionen Euro für Material und Fremdleistungen. ebk-fb2025-hohe-domkirche

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Bilanzsumme steigt auf mehr als 17 Millionen Euro

Die Bilanzsumme der Hohen Domkirche stieg zum Jahresende 2025 auf 17,135 Millionen Euro. Ende 2024 waren es noch rund 16,46 Millionen Euro. Das Eigenkapital belief sich Ende 2025 auf 8,190 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen bei 2,670 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahreswert von rund 3,015 Millionen Euro.

Hohe Domkirche besitzt Immobilien in der Innenstadt

Zum Vermögen der Hohen Domkirche gehören nicht nur der Dom und die dazugehörigen Grundstücke. Im Jahresabschluss werden auch ein Wohn- und Geschäftshaus in der Marzellenstraße sowie ein Objekt in der Komödienstraße genannt. Hinzu kommen Grundstücksbestände aus Erbbaurechten und Landpachten.

Für den Ankauf der Immobilie Komödienstraße 2 besteht noch ein Bankdarlehen von rund 962.000 Euro.

Interessant ist außerdem: Das eigentliche Domgebäude sowie die zugehörigen Grundstücksparzellen werden in der Bilanz lediglich mit einem Erinnerungswert geführt. Der tatsächliche Wert des Kölner Doms lässt sich aus der Bilanzsumme deshalb nicht ablesen.

Rückzug aus der Historischen Mitte

Auch das Projekt Historische Mitte Köln taucht im Finanzbericht auf. Die Hohe Domkirche hält 20 Prozent an der entsprechenden GbR. Wegen der Kostenentwicklung und veränderter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hat das Domkapitel entschieden, sich aus dem Bauprojekt zurückzuziehen. Die Gesellschaft wird abgewickelt.

Die Beteiligung wurde 2025 bis auf einen Erinnerungswert abgeschrieben. Gleichzeitig bestand zum Jahresende noch ein Darlehen von 1,708 Millionen Euro, das zur Vorfinanzierung der Planungskosten für die Historische Mitte aufgenommen worden war.

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