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So hat sich die Einwohnerzahl in Köln seit der Römerzeit entwickelt

Köln kann auf eine Geschichte von rund 2000 Jahre zurückblicken. So lange schon leben Menschen in der Stadt, die übrigens nicht immer Köln hieß (mehr dazu hier). Zur Römerzeit im Jahr 50 n. Chr. lebten rund 20.000 Menschen in der Stadt, die aber deutlich kleiner war, als es heute der Fall ist: Die Fläche betrug lediglich 97 Hektar. Zum Vergleich: Heute sind es 40.489 Hektar.

Hier liest du, wie sich die Einwohnerzahl Kölns in den letzten 2000 Jahren entwickelt hat:

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  • Im Jahr 1670 lebten rund 37.000 Menschen in Köln.
  • 1794 lebten 44.512 Menschen in Köln.
  • 1830 lebten 63.600 Menschen in Köln. Vor 200 Jahren war Köln also nicht im Ansatz mit der Stadt vergleichbar, die es heute ist.

Bevölkerungswachstum in Köln mit Beginn der Industrialisierung

Mit der Industrialisierung setzte anschließend ein großes Bevölkerungswachstum ein. In nur 50 Jahren verdreifachte sich die Bevölkerung Kölns:

  • 1850: 95.500
  • 18.70: 127.800
  • 1900: 372.529

Der Trend setzte sich Anfang des 20. Jahrhunderts fort:

  • 1910: 516.540
  • 1920: 653.200
  • 1939: 768.293

In den knapp 100 Jahren zwischen 1850 bis zu Beginn des 2. Weltkriegs ist die Großstadt Köln erst entstanden und hatte bereits über 750.000 Einwohner.

Offiziell lag die Einwohnerzahl Köln 1949 bei 453.939, die meisten Menschen waren aber während des Krieges aus der Stadt geflohen. Mit einer deutlichen Ausweitung des Stadtgebiets überschritt Köln 1975 erstmals die Grenze zur Millionenstadt, zählte 1013.839 Einwohner.

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Zahl der Einwohner 1960 auf 803.616.

Ende 2020 lag die Zahl der Einwohner Kölns bei 1.088.040. Wir sehen also, dass die Zahl der Einwohner Kölns in den vergangenen 45 Jahren verglichen mit den 150 zuvor eine große Konstanz hatte und nicht annähernd mehr so schnell wächst, wie es damals der Fall war.

Diese Grafik aus dem statistischen Jahrbuch der Stadt Köln zeichnet die Einwohnerzahl Kölns detailliert nach:

Grafik: Statistisches Jahrbuch Stadt Köln 2020

Die Einwohnerzahl Kölns während Corona

Dennoch: Köln wächst. Dieser Trend bestimmte die vergangenen Jahre eindeutig und mit großer Wahrscheinlichkeit wird er sich auch in Zukunft fortsetzen. Die Corona-Pandemie hat 2020 aber zu einem vorläufigen Ende des Einwohnerwachstums in Köln geführt. Denn die Zahl der Einwohner ist erstmals seit mehreren Jahren wieder rückläufig.

Dem Statistischen Jahrbuch der Stadt Köln für 2020 kann man einige Fakten zu den Einwohnern in Köln entnehmen, die wir euch hier einmal aufgelistet haben:

Einwohnerzahl Köln 2020 gesunken

Zum 31.12.2020 hatte Köln 1.088.040 Einwohner. Das sind 3779 Einwohner weniger, als im Jahr zuvor. Zum einen gab es mit 10.721 Geburten weniger als im 10-Jahresdurchschnitt zuvor (10.903). Zum anderen waren die Sterbefälle mit 10.180 höher als im 10-Jahresdurchschnitt (9598).

Die Zahl der Zuzüge hat sich 2020 verringert auf 48.139. Der Bevölkerungsrückgang in Köln fand vor allen in den Monaten zwischen März und Juli 2020 statt, also der ersten Phase der Pandemie. Seitdem hat sich die Zahl wieder stabilisiert.

Zum Vergleich: Im Jahr 2010 betrug die Einwohnerzahl Kölns 1.027.504.

In Köln gibt es außerdem 328 Menschen, die 99 Jahre oder älter sind. Das Durchschnittsalter der Menschen in Köln beträgt 42,2 Jahre.

Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund in Köln

In Köln leben insgesamt (Stand 2020) 210.879 AusländerInnen. Das sind die prozentual größten Gruppe bei den AusländerInnen:

  • Türkei 24,3 Prozent
  • Italien: 9 Prozent
  • Irak 4,4 Prozent
  • Polen 4,3 Prozent
  • Bulgarien 4,2 Prozent

Insgesamt gibt es in Köln 439.653 Menschen mit Migrationshintergrund. Der Anteil der EinwohnerInnen mit Migrationshintergrund beträgt in Köln 40,4 Prozent. Im Jahr 2005 hat er 31 Prozent betragen.

Zuzüge und Fortzüge in Köln

In der Altersgruppe von 18 bis 28 gibt es einen deutlichen Überschuss an Zuzügen. In der Altersgruppe ab 30 aufwärts gibt es einen Überschuss an Fortzügen. Heißt: Junge Leute ziehen vermehrt nach Köln, etwa zur Ausbildung oder zum Studium. Menschen ab 30, z.B. mit Familie, ziehen eher aus Köln weg.

Es gab 2020 deutlich mehr Menschen, die ins Kölner Umland (15.278) gezogen sind, als solche, die aus dem Kölner Umland nach Köln (9388) gezogen sind.

Wie arm oder reich sind die Menschen in Köln?

23 Prozent der Menschen leben in Armut oder sind armutsgefährdet. Sie haben weniger als 60% des Einkommensmedians. Das entspricht rund 200.000 Menschen in Köln.

Etwa 6 Prozent gelten als reich, was rund 53.000 Menschen entspricht. Sie haben mehr als 200 Prozent des Einkommensmedians zu Verfügung. Der Einkommensmedian für Köln beträgt 1780 Euro.

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Anstieg der Wohnungspreise in Köln

In Köln leben 73,4 Prozent der Menschen zur Miete. 26,6 Prozent sind Eigentümerhaushalte. Im Durchschnitt zahlen Mieter 31,5 Prozent ihres Netto-Einkommens pro Monat für die Kaltmiete.

Angebotene Wohnungen kosten in Köln 12,5 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2010 kostete Wohnungen noch 8,4 Euro pro Quadratmeter (Grundlage: Median der Mietpreisangebote)

Noch mehr haben die Preise beim Kauf von Wohnungen angezogen: Pro Quadratmeter zahlte man 2020 4799 Euro, im Jahr 2010 waren es 2048 Euro (Grundlage: Median der Angebotskaufpreise).