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Rheinbrücke Köln

So sollen die neuen Rheinbrücken in der Kölner Innenstadt aussehen

Bislang führen sieben Brücken in Köln über den Rhein, die in einem sehr unterschiedlichen Zustand sind. Fast alle Brücken stammen aus der Nachkriegszeit und sind in die Jahre gekommen. Ergebnis: Aufwendige Sanierung, die zweistellige Millionenbeträge kosten. Bei der Mülheimer Brücke läuft derzeit etwa eine Generalinstandsetzung.

Auch für die Hohenzollernbrücke und Rodenkirchener Brücke sind Erweiterungen geplant. Darüber hinaus soll es in absehbarer Zeit in Köln zwei neue Rheinbrücken an zentralen Orten in der Innenstadt geben.

Fotos: Stadt Köln, Illustration: Sbp Se / Stadt Köln, Illustration: Ing. Grassl Gmbh

Nun steht auch fest, wie die beiden neuen Brücken aussehen könnten. Eine Jury hat die Siegerentwürfe über einen europaweit ausgeschriebenen wettbewerblichen Dialog ausgewählt.

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Neue Brücken sind reine Rad- und Fußgängerbrücken

Bei den Brücken handelt es sich nicht um weitere Bauwerke für den Autoverkehr, sondern um reine Fußgänger- und Fahrradbrücken. Dadurch möchte die Stadt die „Attraktivität der Fuß- und Radwegeverbindungen verbessern“.

Eine Brücke soll die Verbindung zwischen der Bastei und dem Rheinpark gebaut werden. Eine weitere Brücke plant die Stadt Köln auf Höhe des Ubierrings. Diese Brücke würde zum Deutzer Hafen führen und das neue Stadtviertel somit besser an die linksrheinische Innenstadt anbinden.

Aus dem Verliebt in Köln-Shop:

Die Brücken an diesen zentralen Stellen würden auch das Panorama in Köln deutlich verändern. Die Visualisierungen, die die Stadt Köln nun vorgelegt hat, geben eine Ahnung davon.

Von den Poller Wiesen etwa hätte man keinen freien Blick mehr auf die Severinsbrücke und den Dom. Auch nördlich an der Bastei würde sich ein anderer Anblick ergeben.

Die Merkmale der neuen Brücke an der Bastei

Der Siegerentwurf für die nördliche Brücke auf Höhe der Bastei sieht eine schlanke Netzwerkbogenbrücke mit zwei Bögen vor. Breite Rampen führen vom Theodor-Heuss-Ring und Rheinpark auf die Brücke hinauf. Die minimalistischen, schlanken Stahlstützen der Brücke nehmen damit das Design der Pavillonarchitektur des Rheinparks auf und beeinträchtigen das Gesamtbild des denkmalgeschützten Parks nicht.

Hier seht ihr, wie die Brücke an der Bastei aussehen soll:

Foto: Stadt Köln, Illustration: Sbp Se

Die Merkmale der neuen Brücke am Ubierring

Der von der Jury ausgewählte Konzeptentwurf für die südliche Brücke auf Höhe des Ubierrings und des Deutzer Hafens sieht eine stählerne Schrägseilbrücke mit einem A-Pylon vor. Sie ähnelt in ihrer Form der Severinsbrücke.

Am Ubierring erhebt sich das Bauwerk auf der linksrheinischen Seite mit einer schlanken Rampenanlage und verläuft parallel zur Baumallee Richtung Rheinbastion. Auf der rechten Rheinseite spannt sich die Brücke stützenfrei über die geschützten Poller Wiesen und endet kurz vor der bestehenden Baumallee. Sie erschließt den geplanten Quartiersplatz zur neuen Brücke am Deutzer Hafen und verknüpft die zukünftigen Verkehrsachsen.

Hier seht ihr nochmal, wie die Brücke am Ubierring aussehen soll:

Foto: Stadt Köln, Illustration: Ing. Grassl Gmbh

Auf beiden Brücken soll man sitzen können

Beide Entwürfe sehen außerdem Bereiche auf den Brücken vor, die zum Verweilen einladen. Die Menschen können von hier den Ausblick auf die Stadt und das Rheinpanorama genießen.

Mit der Planung soll voraussichtlich im zweiten Quartal 2025 begonnen werden – vorausgesetzt die Kölner Politik stimmt zu. Denn kürzlich wurde erst die Erweiterung der Hohenzollernbrücke zurückgestellt. Grund: Keine Kohle.

Sollte die Politik das Projekt weiter vorantreiben, wird die Fertigstellung der Vorentwurfsplanung für Anfang 2026 avisiert. Bis zum endgültigen Baubeginn wird also noch viel Zeit vergehen.

Was kosten die neuen Rheinbrücken?

  • Für die Fußgängerbrücke vom Ubierring nach Deutz geht die Stadt Köln derzeit von 92,6 Mio. Euro Gesamtkosten aus, darin sind Planungskosten in Höhe von 13 Mio. Euro enthalten.
  • Die Brücke an der Bastei soll 79,6 Mio. Euro kosten. Darin enthalten sind Planungskosten in Höhe von 12,1 Mio. Euro.

Beide Brücken sind „förderfähig“, d.h. die Stadt Köln die Neubauten nicht aus eigener Tasche bezahlen. Der Fördersatz beträgt 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Das wäre auch bitter nötig. Denn bei der derzeitigen Haushaltslage der Stadt Köln ist es nur schwer denkbar, dass die Stadt Köln ein solches Projekt mal eben noch zusätzlich stemmen könnte.

Idee der Brücken gibt es seit 2009

Die Idee der Brücken geht auf den städtebaulichen Masterplan Innenstadt des Planungsbüros Albert Speer aus dem Jahre 2009 zurück. Hier sind die neuen Rheinbrücken zur langfristigen Sicherung attraktiver Fuß- und Radverkehrsverbindungen vorgesehen. 

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2 Kommentare

  • In Köln und in Deutschland ein Straßenbau dauert sehrrrrrrrrrrrrrrrrrrr lange
    Faule Bürokratie
    Wenige personal
    Nur ein Schicht Personal Beschäftigung
    In Vogelsänger Strasse nur 800 Meter Straßenbau hats 25 Monate gedauert
    Am Tag mit 3-4 Mitarbeiter
    Was soll das?????
    Die Brücken sind marode
    🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈
    Moses

  • Elke Lemacher SFC e.V.

    Die beiden Brücken werden an Stellen stehen, die ich in den Jahren nach der Fertigstellung des Rheinparks und daher dem Jugendpark benutzte um den Jugendpark zu verlassen und nach Hause zu kommen. Eine kleine Fähre brachte mich auf die andere Seite bis zur Bastei oder ein gefährlicher Fußweg über den Katzenkopf zum Mülheimer Hafen weiter bis zum Wiener Platz. (das war von 1956 bis 1959 der Fall) In beiden Fällen mußte ich weiter mit Bus und Straßenbahn nach Weidenpesch (damals noch Merheim linksrheinisch ) Das würde heute keiner mehr auf sich nehmen).

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