Südlich der Aachener Straße gibt es mit dem Stadtwald in Lindenthal ein schönes grünes Paradies. Der Bereich nördlich zwischen der Aachener Straße und den Bahnschienen (zwischen den Stationen Ehrenfeld und Technologiepark) ist dagegen weniger grün.
Das soll sich nun zumindest teilweise ändern. Die Stadt Köln wird hier einen neuen Park für 1,8 Mio. Euro errichten, der modernen Anforderungen einer Großstadt erfüllen soll. Das hat die Bezirksvertretung Lindenthal im April beschlossen. (Grafik: Planstatt Senner GmbH)
Der so genannte Hybridpark entsteht zwischen Maarweg, Stolberger Straße, Mercedes-Allee und der Güterbahntrasse. Das Gebiet ist heute vor allem durch Industriebrachen geprägt.
Was genau geplant ist
Der Park soll laut Planungen mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen:
- Erholungsraum für Anwohner und Beschäftigte
- Verbindungsachse für Fußgänger und Radfahrer
- Beitrag zum Klimaschutz
- und neuer Treffpunkt im Alltag
Er ist außerdem Teil der geplanten „Low Line“, damit ist eine grüne Verbindung durch den Kölner Westen gemeint, die verschiedene Flächen miteinander verknüpfen soll. Die Kölner Weststadt hat viele Arbeitsplätze und Verkehr, aber vergleichsweise wenig Grünflächen.
Der Park ist damit auch ein Klimaprojekt. Mehr Grün in der Stadt ist etwas, was sich ein ganz überwiegender Teil der Menschen in Köln wünscht.
Die Bezirksvertretung Lindenthal hat sich nun für die Gestaltungsvariante 1 – „Kreative Vorentwurfsvariante“ entschieden. Diese Variante kombiniert zwei Ideen aus der Bürgerbeteiligung:
- den „Kühlen Park“
- und den „Waldpark“
Daraus entsteht ein naturnaher, dichter und bewusst untypischer Park.
Was diesen Park anders macht
Der Hybridpark wird sich deutlich von vielen klassischen Kölner Parks unterscheiden.
1. Kein klassischer Rasenpark
Statt großer offener Wiesen setzt die Planung auf:
- dichten Baumbestand mit Unterholz
- kleine Lichtungen statt großer Flächen
- verschlungene Wege durch eine waldartige Struktur
Der Park soll sich eher wie ein Stück Natur in der Stadt anfühlen als wie eine gestaltete Anlage.
Anzeige: Aus dem Verliebt in Köln-Shop:2. Wasser und Gelände als zentrales Element
Im Mittelpunkt steht eine Wasserfläche, die in eine modellierte Landschaft eingebettet ist:
- ein Teich im Zentrum
- Hügel und unterschiedliche Höhen
- gezielte Blickachsen und Aufenthaltsbereiche
- Die Wasserfläche ist dabei nicht nur Gestaltung, sondern Teil des Regenwassermanagements und der Kühlung.
3. Nutzung verteilt im „Wald“
Angebote wie Sport und Spiel werden nicht zentral gebündelt, sondern im Park verteilt:
- Naturspielplatz (weiter entfernt von Wohnbebauung)
- Boule, Tischtennis, Multitor in Lichtungen
- Picknickbereiche und Pavillon als Treffpunkte
- Alles ist so angeordnet, dass es im Schatten und eingebettet in Vegetation liegt.
Ein zentrales Ziel ist die Reduktion von Hitze in der Stadt. Das soll erreicht werden durch:
- viele neue Bäume
- dichte Vegetation
- Wasserflächen
- möglichst wenig versiegelte Flächen
- Die gewählte Variante gilt deshalb als besonders klimawirksam.
Neuer Park soll 1,8 Mio Euro kosten
Gesamtkosten werden aktuell mit rund 1,8 Millionen Euro beziffert. Die Finanzierung über teilweise über Fördermittel des Landes NRW geplant. Dieser Bescheid ist noch nicht offen. Genau davon ist das Projekt aber abhängig. Ein konkreter Baubeginn ist deshalb aktuell noch offen.
Der Hybridpark dürfte den Bereich im Kölner Westen doch deutlich verändern. Aus der Brachfläche wird dann ein richtiger Aufenthaltsort und ein grüner und kühler Stadtraum. Wer gerne tiefer in die Beschreibung des Park eintauchen will, findet in diesem PDF die ausführliche Beschreibung des beauftragten Architekturbüros.
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