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Fühlinger See Auto

In 7 Metern Tiefe: Hier liegt ein Autowrack im Fühlinger See

Es ist ein sehr ungewöhnliches Bild, das man am Ufer so nicht erwartet: Auf dem Grund des Fühlinger Sees liegt in 7 Metern Tiefe ein Autowrack. Die Scheiben sind ausgebaut, ebenso die Leuchten, der Motor und die Reifen. Die Oberfläche der Karosserie ist bereits durch das Wasser gezeichnet. Es zeigt: Das Wrack liegt bereits länger auf dem Grund des Sees.

Das Bild hat der Kölner Gerd Leonhardt bei einem Tauchgang im Fühlinger See gemacht. Was zunächst mysteriös klingt, hat tatsächlich aber einen ganz praktischen Grund: Die Feuerwehr Köln nutzt die Karosserie als Übungsobjekt für ihre Taucherstaffel. Seit September 2021 liegt dort ein Ford Fiesta, der ein rund 20 Jahre altes Übungsfahrzeug ersetzt hat.

Ein Auto im See 5

Wer am Fühlinger See spazieren geht, sieht davon nichts. Das Fahrzeug liegt nach Angaben der Feuerwehr in etwa sieben Metern Tiefe im See 5, nicht weit vom Bootshaus entfernt. Dieser Bereich ist auch als Tauchsee freigegeben.

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Für die Feuerwehr Köln ist das Auto kein kurioses Fundstück, sondern ein Trainingsgerät. Die Taucherstaffel übt daran unter möglichst realistischen Bedingungen, wie Menschen aus Fahrzeugen unter Wasser gerettet oder geborgen werden können.

Solche Einsätze sind selten, aber für die Einsatzkräfte anspruchsvoll: Sicht, Orientierung, Strömung, Kälte und Zeitdruck können unter Wasser schnell zum Problem werden.

Warum die Feuerwehr ein Auto versenkt hat

Im September 2021 brachte die Feuerwehr Köln das neue Übungsfahrzeug mit großem Gerät an den Fühlinger See: Mit Hilfe des Krans wurde die Karosserie ins Wasser gelassen und anschließend von Tauchern an die vorgesehene Stelle gebracht.

Das Fahrzeug ersetzte eine ältere Karosserie, die zuvor rund 20 Jahre lang für Übungen genutzt worden war. Der neue Ford Fiesta wurde damals von Ford gespendet.

Für die Feuerwehr ist ein solches Übungsobjekt wichtig, weil es Einsatzlagen realitätsnah abbildet. An einem echten Fahrzeug lassen sich Handgriffe, Orientierung und Kommunikation anders trainieren als an einfachen Attrappen.

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Keine Gefahr für die Umwelt laut Feuerwehr

Bei einem Auto im See stellt sich naheliegend die Frage nach dem Umweltschutz. Nach Angaben der Feuerwehr wurde das Fahrzeug vor dem Versenken entsprechend vorbereitet. Motor und Restöle seien entfernt worden. Demnach soll von der Karosserie keine Gefahr für die Umwelt ausgehen.

Sichtbar ist der Wagen vom Ufer aus nicht. Dafür liegt er zu tief. Wer nicht gezielt taucht und den Bereich kennt, wird das Übungsauto also kaum bemerken.

Was mit dem alten Fahrzeug passiert ist

Die alte Karosserie wurde nicht einfach entsorgt. Die Feuerwehr Köln gab sie laut Mitteilung an eine Tauchschule am Fühlinger See weiter. Dafür wurde das alte Fahrzeug mit Schwimmkörpern versehen, an ein Boot gehängt und auf die andere Seite des Sees geschleppt.

Im Fühlinger See gibt es neben einem Auto unter der Wasseroberfläche übrigens noch viele weitere Überraschungen, mit denen man so nicht rechnet: Die geheimnisvolle Unterwasserwelt im Fühlinger See

Zum Thema: So sah es früher im Freibad am Fühlinger See aus

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