An der Hohe Straße in Köln soll ein neues Gebäude entstehen, das sich deutlich von klassischen Geschäftshäusern der Innenstadt unterscheiden will. Das Projekt trägt den Namen „STAIRS Köln“ und setzt auf eine markante begrünte Außentreppe, die bis zur Dachterrasse führen soll. Geplant sind Flächen für Einzelhandel, Gastronomie und Büros.
Der Neubau soll an der Ecke Hohe Straße / Große Budengasse umgesetzt werden. Wenn ihr aktuell dort entlang geht, seht man an dem alten Gebäude Pläne, wie es hier einmal aussehen soll. (Visualisierung: Ehret & Klein)
Geplant ist ein sogenanntes Mixed-Use-Konzept. Das bedeutet: Handel, Büro und Gastronomie sollen in einem Haus zusammenkommen. Insgesamt umfasst das Projekt rund 3.100 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Das Grundstück ist etwa 627 Quadratmeter groß.
Entwickelt wird das Projekt von der Ehret+Klein AG. Die Architektur stammt vom Kölner Architekten Caspar Schmitz-Morkramer.
Außentreppe mit Begrünung als Blickfang
Das auffälligste Element des Neubaus soll die Außentreppe werden. Sie ist nicht nur als Erschließung gedacht, sondern als gestalterisches Merkmal des Hauses. Die Treppe soll begrünt werden und bis zur Dachterrasse führen.
Damit bekommt die Hohe Straße ein Gebäude, das stärker auf Aufenthaltsqualität und öffentliche Wahrnehmung setzt als viele bisherige Geschäftshäuser in der Einkaufsstraße. Die Dachterrasse soll öffentlich zugänglich sein und einen Blick auf Dom und Kölner Skyline bieten.
Auch die Fassade und das Dach sollen begrünt werden. Hinzu kommen dreifach verglaste Fenster, Fernwärme, Solarenergie und eine angestrebte DGNB-Gold-Zertifizierung. Diese Zertifizierung bewertet nachhaltige Gebäude nach ökologischen, ökonomischen und funktionalen Kriterien.

Platz für Handel, Büros und Gastronomie
Im Erdgeschoss und Galeriegeschoss sind rund 780 Quadratmeter Einzelhandelsfläche vorgesehen. Die Flächen verteilen sich auf etwa 450 Quadratmeter im Erdgeschoss und 330 Quadratmeter im Galeriegeschoss. Durch umlaufende Schaufenster über zwei Etagen soll das Gebäude besonders sichtbar werden.
Für Büros sind rund 1.695 Quadratmeter geplant. Die Flächen sollen ab etwa 565 Quadratmetern teilbar sein. Vorgesehen sind unter anderem flexible Raumaufteilungen, Deckenhöhen von 3,20 Metern in den Hauptbereichen, Mitarbeiterduschen, Glasfaseranschluss sowie Heiz-Kühl-Segel mit Schallschutzfunktion.
Auch Gastronomie ist Teil des Konzepts. Im Erdgeschoss ist eine rund 75 Quadratmeter große Fläche für Café, Bistro oder Take-away geplant. Zusätzlich soll es auf dem Dach eine rund 390 Quadratmeter große Gastronomiefläche mit 195 Quadratmetern Terrasse geben.
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Neue Impulse für die Innenstadt?
An der genannten Ecke an der Hohe Straße wird in den kommenden Jahren also viel passieren. Schräg gegenüber ist aktuell noch der Media Markt untergebracht. Auch dieses Haus wird in den kommenden Jahren komplett umgebaut. Auch das historische Mantelhaus an der Hohe Straße soll nach dem Prinzip der gemischten Nutzung umgebaut werden und eine Dachterrasse erhalten.
Die Hohe Straße bekommt hier also ihr dringend benötigtes Upgrade mit einer zeitgemäßen und modernen Nutzung und ist nicht mehr nur auf Läden im Untergeschoss reduziert. Zunächst müssen wir uns aber auf viele Baustellen an der Einkaufsstraße einstellen.
Warum sieht die Hohe Straße so schäbig aus?
Durch die kleinteilige Eigentümerstruktur sind viele Gebäude aus den 1950er-Jahren in einem baulich schlechten Zustand.
Die Ansprüche des Einzelhandels sind mittlerweile allerdings hoch. Das führt dazu, dass es auf der Hohe Straße derzeit viele Zwischennutzungen mit Billig-Läden, Kiosken und Fastfood gibt. Bis der Sanierungsstau bei den Gebäuden gelöst ist und entsprechend höherwertige Mieter einziehen, dürften an vielen Stellen noch einige Jahre vergehen.
Die Hohe Straße gehört mit 17 Mio. jährlichen Besuchern nach wie vor zu den meist frequentierten Einkaufsstraßen in Deutschland.
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