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Beigeordnete der Stadt Köln

Hamburger Polizeipräsident soll in Köln für Sicherheit sorgen

Der bisherige Hamburger Polizeipräsident Falk Schnabel soll künftig in Köln für Sicherheit und Ordnung zuständig sein. Der 57-Jährige wurde am Donnerstag (8. Oktober 2026) vom Kölner Stadtrat zum neuen Beigeordneten gewählt. Schnabel übernimmt einen neu geschaffenen Verwaltungsbereich, zu dem unter anderem das Ordnungsamt gehört. Er kennt die Stadt bereits: Von 2022 bis 2023 war er Polizeipräsident in Köln. (Foto: Kavelaars, Stadt Köln)

Neben Schnabel hat der Stadtrat auch Çiğdem Bern zur neuen Beigeordneten gewählt. Die 49-Jährige soll künftig unter anderem für die Digitalisierung der Verwaltung und das Personal der Stadt verantwortlich sein. Beide wurden für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Mit den Personalentscheidungen setzt Köln eine größere Neuordnung seiner Verwaltungsspitze um.

Auf dem Foto zu sehen sind v.l.: Oberbürgermeister Torsten Burmester, Çiğdem Bern, Prof. Dr. Dörte Diemert und Falk Schnabel.

Falk Schnabel war bereits Polizeipräsident in Köln

Falk Schnabel ist seit November 2023 Polizeipräsident in Hamburg. Dort ist er für rund 11.000 Beschäftigte und einen Haushalt von etwa 1,1 Milliarden Euro verantwortlich.

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Zuvor war der Jurist bereits in Köln tätig. Von April 2022 bis Oktober 2023 leitete er die Kölner Polizei. Davor war er unter anderem Polizeipräsident in Münster und Leiter der Staatsanwaltschaft Düsseldorf.

Nun kehrt Schnabel in einer anderen Funktion nach Köln zurück. Als neuer Beigeordneter soll er das Dezernat für Sicherheit, Ordnung und Recht leiten. Dazu gehören unter anderem Aufgaben rund um das Ordnungsamt, das Ausländeramt, die Feuerwehr und den Bevölkerungsschutz.

Anders als während seiner früheren Tätigkeit wird Schnabel künftig nicht die Kölner Polizei leiten. Diese gehört zum Land Nordrhein-Westfalen und untersteht dem NRW-Innenministerium. Bei der Stadtverwaltung wird er dagegen für kommunale Sicherheits- und Ordnungsaufgaben verantwortlich sein. Dazu gehören beispielsweise die Arbeit des Ordnungsamtes, die Sicherheit im öffentlichen Raum und die Vorbereitung auf größere Krisenlagen.

Schnabel erklärte nach seiner Wahl, dass ihm Köln aus seiner früheren Tätigkeit ans Herz gewachsen sei. Als wichtige Herausforderungen nannte er die Sicherheit im öffentlichen Raum und den Schutz der Bevölkerung vor neuen Bedrohungen.

Çiğdem Bern soll die Kölner Verwaltung modernisieren

Die zweite neu gewählte Beigeordnete ist Çiğdem Bern. Die 49-jährige Juristin wurde 1977 in der Türkei geboren und verfügt über langjährige Erfahrung in der Kommunalverwaltung.

Seit 2020 ist Bern Beigeordnete der Stadt Krefeld. Dort leitet sie den Bereich Innere Verwaltung, Bürgerservice und Feuerwehr. Zuvor war sie Beigeordnete in Viersen und Erste Beigeordnete in Bad Honnef. Außerdem arbeitete sie bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

In Köln soll Bern das Dezernat für Allgemeine Verwaltung, Personal und Digitalisierung übernehmen. Damit wird sie sich unter anderem um die Organisation der Stadtverwaltung, die Beschäftigten und die Weiterentwicklung digitaler Dienstleistungen kümmern. Für die Kölner ist dieser Aufgabenbereich beispielsweise bei Behördengängen, digitalen Verwaltungsangeboten oder beim Kontakt mit den Bürgerämtern relevant.

Bern erklärte nach ihrer Wahl, dass eine moderne und bürgernahe Verwaltung eine wichtige Voraussetzung sei, um die Herausforderungen der Stadt bewältigen zu können.

Was ist eigentlich ein Beigeordneter?

Die Beigeordneten gehören zur Führungsspitze der Kölner Stadtverwaltung. Sie sind jeweils für einen großen Aufgabenbereich verantwortlich, beispielsweise für Finanzen, Schulen, Verkehr oder öffentliche Ordnung.

Ihre Funktion lässt sich vereinfacht mit der von Ministern in einer Landesregierung vergleichen. Während ein Minister ein Ministerium leitet, steht ein Beigeordneter an der Spitze eines sogenannten Dezernats. Zu diesem gehören mehrere städtische Ämter.

Gemeinsam mit dem Oberbürgermeister bilden die Beigeordneten den Verwaltungsvorstand der Stadt Köln. Anders als Minister sind Beigeordnete allerdings keine Mitglieder einer politischen Regierung. Sie sind hauptamtliche kommunale Wahlbeamte und werden vom Stadtrat für acht Jahre gewählt. Sie bleiben grundsätzlich auch dann im Amt, wenn sich die politischen Mehrheiten im Stadtrat verändern.

Die beiden neuen Beigeordneten Falk Schnabel und Çiğdem Bern werden nach der Besoldungsgruppe B8 bezahlt. Das entspricht derzeit einem monatlichen Grundgehalt von 12.598,17 Euro brutto, also rund 151.200 Euro im Jahr. Hinzukommen können weitere gesetzlich vorgesehene Bezüge.

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Warum Köln seine Verwaltungsspitze neu organisiert

Die beiden Neubesetzungen sind Teil einer größeren Neuordnung der Kölner Stadtverwaltung, die bereits im Frühjahr 2026 vereinbart wurde.

Künftig werden die Aufgaben rund um Sicherheit, Ordnung und Recht in einem eigenen Dezernat gebündelt. Gleichzeitig werden die Bereiche Personal, allgemeine Verwaltung und Digitalisierung neu organisiert. Dafür wird allerdings keine zusätzliche Beigeordnetenstelle geschaffen. Stattdessen werden die Zuständigkeiten innerhalb der bestehenden Verwaltungsspitze neu verteilt. Die Zahl der Dezernate soll perspektivisch sogar sinken.

Hinter der Neuordnung steht auch eine politische Vereinbarung zwischen Grünen, CDU und SPD. Die drei größten Fraktionen im Kölner Stadtrat verständigten sich im Frühjahr darauf, wie die Verwaltungsbereiche künftig aufgeteilt werden und welche Fraktion bei anstehenden Neubesetzungen ein Vorschlagsrecht erhält.

Das neue Sicherheitsdezernat wurde dabei dem Vorschlagsrecht der CDU zugeordnet. Für den Verwaltungsbereich von Çiğdem Bern erhielt die SPD das Vorschlagsrecht. Die Beigeordneten sind dennoch keine politischen Vertreter der Parteien, sondern leitende Beamte der Stadtverwaltung.

Dörte Diemert bleibt für die Finanzen zuständig

Neben den beiden neuen Beigeordneten wurde am Donnerstag auch Dörte Diemert für weitere acht Jahre wiedergewählt. Die Juristin ist seit Januar 2019 Stadtkämmerin und leitet das Finanzdezernat der Stadt Köln. Sie ist damit für die städtischen Finanzen verantwortlich.

Seit Juli 2026 ist Diemert außerdem Stadtdirektorin. In dieser Funktion ist sie die allgemeine Vertreterin von Oberbürgermeister Torsten Burmester. Damit bleibt Diemert auch in den kommenden Jahren eine wichtige Person in der Kölner Verwaltungsspitze. Eine ihrer zentralen Aufgaben wird der Umgang mit der angespannten Haushaltslage der Stadt sein.

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