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Kölner Lichter

Erstmals mit Drohnenshow: So läuft das Feuerwerk bei den Kölner Lichtern 2026

Bei den Kölner Lichtern wird es 2026 eine Premiere geben: Erstmals wird das große Feuerwerk durch eine Drohnenshow ergänzt. Verantwortlich dafür ist das international tätige Unternehmen Nocturne Drones um den Drohnenspezialisten Jens Hillenkötter.

Die Show ergänzt das große Höhenfeuerwerk, das von der Zink-Feuerwerk GmbH unter Leitung von Georg Alef entwickelt wurde. Gemeinsam sollen Drohnen und Pyrotechnik am Samstag, 1. August, eine zusammenhängende Geschichte über dem Rhein erzählen. Das Feuerwerk steht in diesem Jahr unter dem Motto „Die magische Schule des Feuerwerks“. (Foto: Kölner Lichter / Denise Hackmann)

Das Publikum soll dabei nicht nur ein Feuerwerk erleben, sondern zugleich einen Einblick in die Arbeit der Pyrotechniker erhalten. In mehreren „Schulstunden“ werden unterschiedliche Effekte vorgestellt – darunter Römische Lichter, Shells, steigende Kronen und Fontänen.

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Eine Besonderheit betrifft die vermeintlich selbstverständlichste Zutat eines Feuerwerks: In den vergangenen 20 Jahren wurde bei den Kölner Lichtern keine einzige klassische Rakete gezündet. In diesem Jahr soll nun erstmals eine eigens für die Veranstaltung entwickelte „Lametta-Rakete“ zum Einsatz kommen.

Feuerwerk wird mit vier Containern angeliefert

Die Vorbereitungen am Rhein beginnen bereits mehrere Tage vor der Veranstaltung. Anfang der Woche traf das Feuerwerk in vier Containern im Niehler Hafen ein. Ab Mittwochabend wird die Pyrotechnik auf das Feuerwerksschiff verladen. Am Donnerstag beginnt die Montage der einzelnen Elemente auf dem Schiff.

Georg Alef ist der Chef-Feuerwerker der Kölner Lichter. Am Veranstaltungstag verlässt er das Feuerwerksschiff gegen 16 Uhr und wechselt auf ein Schiff des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes. Von dort aus ist er während der Veranstaltung Ansprechpartner für alle wichtigen Entscheidungen. Die Verantwortung auf dem Feuerwerksschiff übergibt er an den dort eingesetzten leitenden Feuerwerker.

Die Arbeit an der eigentlichen Inszenierung beginnt allerdings schon viele Monate früher. „Am Anfang steht für mich immer das Hauptthema“, erklärt Alef im Gespräch mit Verliebt in Köln. Im Dezember setzt er sich mit Sebastian Hässy von der Jungen Sinfonie Köln zusammen, um das Musikprogramm zu gestalten. Anschließend werden Musik, dramaturgischer Ablauf und pyrotechnische Effekte aufeinander abgestimmt.

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Feuerwerk soll eine Geschichte erzählen

Alef versteht das Feuerwerk nicht als bloße Abfolge möglichst großer Effekte. „Ich möchte mit Feuerwerk Geschichten erzählen“, sagt er. Ein Vorbild sei für ihn das Feuertheater von André Heller in den 1980er-Jahren gewesen. Das Musikfeuerwerk wurde zunächst in Lissabon und ein Jahr später vor dem Reichstag in Berlin gezeigt.

„Feuerwerk ist für mich eine Analogie zum Leben“, sagt Alef. „Feuerwerk muss immer überraschend sein. Es muss etwas Lebendiges sein. Und es darf auch mal unperfekt sein.“

Nach fünf thematischen „Schulstunden“ folgt bei den Kölner Lichtern schließlich die angekündigte „Klassenarbeit“. Dahinter verbirgt sich das große Finale, in dem die zuvor präsentierten Effekte zusammengeführt werden. Die Drohnen sollen das pyrotechnische Storytelling ergänzen und einzelne Bilder am Himmel sichtbar machen.

Die Idee dazu hatte Alef bereits 2020. In einem WDR-Interview über die Kölner Rheinbrücken sprach er über seinen Wunsch, eines Tages einen riesigen Phönix aus Drohnen über der Hohenzollernbrücke entstehen zu lassen. Nach mehreren Jahren Verzögerung soll die Verbindung aus Drohnenkunst und Feuerwerk nun erstmals bei den Kölner Lichtern umgesetzt werden.

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