Einwohnerzahl Kölns erstmals seit Jahren wieder rückläufig

Köln wächst. Dieser Trend bestimmte die vergangenen Jahre eindeutig und mit großer Wahrscheinlichkeit wird er sich auch in Zukunft fortsetzen. Die Corona-Pandemie hat 2020 aber zu einem vorläufigen Ende des Einwohnerwachstums in Köln geführt. Denn die Zahl der Einwohner ist erstmals seit mehreren Jahren wieder rückläufig.

Dem Statistischen Jahrbuch der Stadt Köln für 2020 kann man einige Fakten zu den Einwohnern in Köln entnehmen, die wir euch hier einmal aufgelistet haben:

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Einwohnerzahl Köln 2020 gesunken

Zum 31.12.2020 hatte Köln 1.088.040 Einwohner. Das sind 3779 Einwohner weniger, als im Jahr zuvor. Zum einen gab es mit 10.721 Geburten weniger als im 10-Jahresdurchschnitt zuvor (10.903). Zum anderen waren die Sterbefälle mit 10.180 höher als im 10-Jahresdurchschnitt (9598).

Die Zahl der Zuzüge hat sich 2020 verringert auf 48.139. Der Bevölkerungsrückgang in Köln fand vor allen in den Monaten zwischen März und Juli 2020 statt, also der ersten Phase der Pandemie. Seitdem hat sich die Zahl wieder stabilisiert.

Zum Vergleich: Im Jahr 2010 betrug die Einwohnerzahl Kölns 1.027.504.

In Köln gibt es außerdem 328 Menschen, die 99 Jahre oder älter sind. Das Durchschnittsalter der Menschen in Köln beträgt 42,2 Jahre.

Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund in Köln

In Köln leben insgesamt 210.879 AusländerInnen. Das sind die prozentual größten Gruppe bei den AusländerInnen:

  • Türkei 24,3 Prozent
  • Italien: 9 Prozent
  • Irak 4,4 Prozent
  • Polen 4,3 Prozent
  • Bulgarien 4,2 Prozent

Insgesamt gibt es in Köln 439.653 Menschen mit Migrationshintergrund. Der Anteil der EinwohnerInnen mit Migrationshintergrund beträgt in Köln 40,4 Prozent. Im Jahr 2005 hat er 31 Prozent betragen.

Zuzüge und Fortzüge in Köln

In der Altersgruppe von 18 bis 28 gibt es einen deutlichen Überschuss an Zuzügen. In der Altersgruppe ab 30 aufwärts gibt es einen Überschuss an Fortzügen. Heißt: Junge Leute ziehen vermehrt nach Köln, etwa zur Ausbildung oder zum Studium. Menschen ab 30, z.B. mit Familie, ziehen eher aus Köln weg.

Es gab 2020 deutlich mehr Menschen, die ins Kölner Umland (15.278) gezogen sind, als solche, die aus dem Kölner Umland nach Köln (9388) gezogen sind.

Wie arm oder reich sind die Menschen in Köln?

23 Prozent der Menschen leben in Armut oder sind armutsgefährdet. Sie haben weniger als 60% des Einkommensmedians. Das entspricht rund 200.000 Menschen in Köln.

Etwa 6 Prozent gelten als reich, was rund 53.000 Menschen entspricht. Sie haben mehr als 200 Prozent des Einkommensmedians zu Verfügung. Der Einkommensmedian für Köln beträgt 1780 Euro.

Anstieg der Wohnungspreise in Köln

In Köln leben 73,4 Prozent der Menschen zur Miete. 26,6 Prozent sind Eigentümerhaushalte. Im Durchschnitt zahlen Mieter 31,5 Prozent ihres Netto-Einkommens pro Monat für die Kaltmiete.

Angebotene Wohnungen kosten in Köln 12,5 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2010 kostete Wohnungen noch 8,4 Euro pro Quadratmeter (Grundlage: Median der Mietpreisangebote)

Noch mehr haben die Preise beim Kauf von Wohnungen angezogen: Pro Quadratmeter zahlte man 2020 4799 Euro, im Jahr 2010 waren es 2048 Euro (Grundlage: Median der Angebotskaufpreise).

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