Köln an Silvester

Die Bilanz der Polizei zur Silvesternacht 2022/23 in Köln

Die Kölner Polizei hat eine vergleichsweise ruhige Silvesternacht in Köln erlebt. Zum ersten Mal seit zwei Jahren feierten die Menschen wieder in der Kölner Altstadt und der City. Über Köln stiegen um Mitternacht zahlreiche Raketen in den Himmel, größere Zwischenfälle blieben dabei aus.

Die Kölner Polizei war am Silvesterabend unter anderem am Kölner Hauptbahnhof mit starken Kräften unterwegs. Hier waren zahlreiche Absperrgitter aufgebaut. Am Bahnhofsvorplatz war es gegen 20:00 Uhr am Abend jedoch vergleichsweise leer. Rund um den Kölner Dom galt ein Böllerverbot. In der Stadt waren mehrere hundert Polizisten im Einsatz.

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Bilanz der Kölner Polizei zu Silvester

  • Bis Stand: 5 Uhr erteilte die Polizei 83 Platzverweise, nahm 21 Personen in Gewahrsam und leitete Strafermittlungen, unter anderem wegen Landfriedensbruchs und insgesamt sieben Widerständen ein. Rund 100 Autofahrer wurden in der Silvesternacht kontrolliert. Zwei von ihnen hatten zu viel getrunken.
  • Um 2 Uhr stürzten drei Feiernde durch ein Glasdach am Heumarkt. Rettungskräfte brachten die Verletzen in Krankenhäuser. Ein Hinweis auf Fremdverschulden lag nicht vor.
  • Im Bereich der Frankenwerft hielten sich laut Polizei mehrere tausend Personen auf. Einige Jugendliche verhielten sich laut Polizei „provokant“, es wurden vereinzelt Raketen in die Menschenmenge geschossen.
  • Am Görlinger Zentrum in Bocklemünd wurde die Polizei am Silvesterabend mit Feuerwerkskörpern beworfen. In Böcklemund war die Polizei am Vorabend zu Silvester von einem 17-Jährigen mit Raketen beschossen worden. Als die Polizei ihn stellte, drohte er den Beamten mit einem erneuten Angriff in der Silvesternacht.
  • Im Kölner Stadtgebiet erlitten rund 40 Personen bei Schlägereien Verletzungen. Eine Frau (23) biss einem Polizisten gegen 3:20 Uhr in den Finger, nachdem sie einem Mann auf dem Hohenzollernring gegen den Kopf getreten hatte.

Polizei mit Sichtkontrollen in der Innenstadt

Eine Kriminalitätsbilanz wird die Polizei erst in den kommenden Tagen veröffentlichen, da viele Strafanzeigen erst im Nachgang von Silvester eingehen.

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Im Fokus der Polizei standen besonders die Party-Hotspots wie das Zülpicher Viertel und die Altstadt sowie das Domumfeld und der Rheinboulevard.

Wie auch schon am Karnevalsauftakt hatte Polizeipräsident Falk Schnabel von 18 Uhr bis 6 Uhr am Neujahrsmorgen polizeiliche Anhalt- und Sichtkontrollen für den gesamten linksrheinischen Innenstadtbereich angeordnet. Das bedeutet: Die Polizei durfte hier auch ohne Anlass Leute anhalten, befragen und Taschen sichten.

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