Er war eine prägende Figur in der Öffentlichkeit. Viele Kölner erinnern sich gern an den Respekt und die Art, wie er mit Menschen gesprochen hat. Alfred Franz Maria Biolek hatte es niemals nötig, sich auf Kosten anderer zu profilieren. Seine Talks sind bis heute unvergessen. Seine letzte Ruhestätte hat Bio auf dem Kölner Melatenfriedhof gefunden.
Der Moderator (u.a. „Boulevard Bio“) wurde 87 Jahre alt und ist am 23. Juli 2021 in seiner Wohnung in Köln verstorben. Das Urnen-Grab von Biolek ist eingebettet in die Grabstätte der Familie Gruber. Leo Fritz Gruber (1908 – 2005) ist einer der Photokina-Mitbegründer. Von 1950 bis 1980 hatte er die Bildschauen der Photokina organisiert. Beide Familien sind miteinander befreundet.
Zunächst gab es nur ein schlichtes Kreuz, das auf Biolek hinwies. Nun gibt es auch eine Grabplatte mit einem Spruch, der ihn beschreibt: „Ich wollte Zirkusdirektor, Dirigent oder Priester werden. Und ich bin von allem etwas geworden.“
(Fotos: Ulla Hoffmann / Raymond Spekking CC BY-SA 4.0)

Die Beerdigung Bioleks fand vor vier Jahren im engsten Familienkreis nach der offiziellen Schließzeit des Melatenfriedhofs statt. Die KölnerInnen hatten zuvor die Möglichkeit, Abschied von Biolek zu nehmen. Seine Urne und ein Kondolenzbuch waren in einer Trauerhalle aufgestellt.
Hier liegt das Grab von Alfred Biolek auf Melaten
Das Grab von Alfred Biolek liegt abseits der großen Wege von Melaten inmitten von Flur 61. Wenn ihr den westlichsten Eingang zu Melaten an der Aachener Straße nehmt, ist Flur 61 das erste Quadrat auf der rechten Seite, nachdem der Weg sich gegabelt hat. Vom Eingang des Friedhofs sind es etwa 100 Fußweg.
Nicht allzuweit entfernt davon liegt auch das farbenfrohe Grab von Dirk Bach (hier siehst du die Bilder davon), mit dem Biolek ebenfalls verbunden war. Ebenfalls nicht weit entfernt ist auch das ehrende Andenken für Willi Herren.
Diese Sätze hat uns ein Leser per Instagram als Kommentar geschrieben und sie sind aus unserer Sicht sehr treffen:
„Seine Shows setzten Maßstäbe und als Moderator zeigte er stets Klasse und begegnete jedem Gast mit Respekt. Bio hatte es niemals nötig, sich auf Kosten anderer zu profilieren. Er nahm sein Ego bescheiden zurück, damit andere scheinen konnten.
Bio war ein vollendeter Gastgeber, ein feiner Herr, ein Gentleman, bei dem sich seine Gäste wohlfühlen konnten. Ruhen Sie in Frieden, Alfred und danke für so viele Jahre beste TV Unterhaltung.“

Das Leben von Alfred Biolek
Bekannt wurde Alfred Biolek in den 1970er‑Jahren als Pionier der deutschsprachigen Talkshow‑Kultur – etwa mit Formaten wie Bio’s Bahnhof, Boulevard Bio und dem legendären Kölner Treff, die sich durch eine ungewöhnlich persönliche und weltoffene Gesprächsatmosphäre auszeichneten.
Später ließ er mit seiner Kochshow alfredissimo! (1994–2007) die Küche zum Treffpunkt für Heimatliebe, Genuss und private Erzählungen zwischen ihm und prominenten Gästen werden .
Privat war Biolek offen über seine Homosexualität – er liebte Männer seit den 1960er‑Jahren und wurde 1991 auf kontroverse Weise durch Rosa von Praunheim in der TV‑Talkshow Explosiv geoutet . Später beschrieb er, dass diese Offenlegung zwar schmerzhaft, letztlich aber befreiend war.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Auch nach einem schweren Sturz 2010, von dem er sich nur langsam erholte, lebte er zurückgezogen in Köln – doch sein Engagement für Gastlichkeit, Gespräch und Genuss machte ihn bis zuletzt zu einer instinktiven Verkörperung der „Liebe zu Köln“ und ihrer Menschen .
Weitere Prominente auf Melaten
Auf dem Kölner Melatenfriedhof gibt es zahlreiche Gräber von Prominenten und Persönlichkeiten der Kölner Stadtgeschichte. Kaum ein Ort erzählt so viel über die Stadt- und Sozialgeschichte Kölns. Hier seht ihr 9 Gräber von Prominenten auf dem Kölner Melatenfriedhof und wo sie liegen.
Öffnungszeiten von Melaten
Auf Melaten gibt es insgesamt rund 55.000 Gräber. Der Friedhof ist von April bis September von 7 bis 20 Uhr geöffnet, im Oktober und November von 8 – 19 Uhr und im Winter von 8 bis 17 Uhr.