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Dreierkette Köln - der FC Podcast

Der FC nach dem Bremen-Spiel: „Wo ist der große Plan?“

Der 1. FC Köln hat beim 1:1 gegen Werder Bremen eine Führung aus der Hand gegeben. Vor allem der deutliche Leistungsabfall des FC nach der Pause beschäftigt die Teilnehmer der neuen Folge des Podcasts „Dreierkette Köln“.

Martin Schlüter diskutiert mit Dan und Frank Weiffen über die Entscheidungen von FC-Trainer René Wagner, fehlende Orientierung auf dem Platz und mehrere überraschende Personalentscheidungen. Dabei fällt auch die zentrale Frage der neuen Podcastfolge: „Wo ist der große Plan?“

Einige Entscheidungen beim Spiel gegen Werder Bremen sorgten in der FC-Runde für Stirnrunzeln. Dazu gehört, dass Said El Mala erst in der 74. Minute eingewechselt wurde. Auch das Auftreten von René Wagner und sein Einfluss auf die Mannschaft während der schwachen zweiten Halbzeit werden im Podcast kritisch diskutiert.

Martin über René Wagner: „Wo ist der große Plan?“

Martin Schlüter vermisst bei den Entscheidungen des FC-Trainers eine klare Linie:

„Ich finde so manches überraschend, was da personell passiert, und frage mich: Wo ist der große Plan dahinter?“

Auch Wagners Auftreten während des Spiels gegen Werder Bremen bewertet der Gastgeber der „Dreierkette Köln“ kritisch:

„Ich habe während des Spiels gedacht: Er ist halt ein Co-Trainer. Er scheint vieles gut zu können, aber das, was ein Cheftrainer während eines Spiels ausmacht, habe ich nicht gesehen. Ich brauche kein Herumbrüllen wie bei Steffen Baumgart – aber Wagner war für mich unsichtbar.“

Bereits nach dem Spiel in Stuttgart hatte die „Dreierkette Köln“ vor allem die Defensivleistung des FC kritisch diskutiert. Hier lest ihr die FC-Analyse nach dem Stuttgart-Spiel. Schlüter sah beim 1:1 jedoch nicht alles negativ. Fortschritte erkannte er im zentralen Mittelfeld und bei Linton Maina:

„Ich habe die Doppelsechs schon positiv erwähnt. Und Maina war für mich nicht nur wegen seines Tores ein totaler Aktivposten. Ich fand, dass er ein richtig gutes Spiel gemacht hat.“

Dan sieht bei Wagner „eine gewisse Unentschlossenheit“

Auch Dan hat Zweifel an der öffentlichen Wirkung des Trainers:

„Ich finde grundsätzlich, dass René Wagner eine gewisse Unentschlossenheit ausstrahlt. Man hat manchmal das Gefühl, dass er vielleicht zu viel Respekt vor seinen eigenen Spielern hat – auch aufgrund seiner Position als Trainer.“

Gleichzeitig macht Dan deutlich, dass er lediglich seinen persönlichen Eindruck von außen beschreibt:

„Vielleicht stimmt das gar nicht und er hat den Laden voll im Griff. Aber diese mediale Außenwirkung, die wahrscheinlich auch bei manchen Fans so ankommt, ist in der Position des Cheftrainers ungünstig.“

Den grundsätzlichen Ansatz, den Spielern des 1. FC Köln mehr Eigenverantwortung zu übertragen, findet Dan durchaus richtig:

„Mündige Spieler zu haben, die einen Plan haben und auf besondere Situationen reagieren können, finde ich super. Das ist ein schöner Ansatz. Aber wenn es nicht funktioniert, muss der Gedanke geändert werden.“

Bei aller Kritik am Auftritt gegen Werder Bremen ordnet er den Saisonstart des FC insgesamt positiv ein:

„Wir kommen für unsere Hörerinnen und Hörer wahrscheinlich etwas zu negativ rüber. Dabei ist dieser Start insgesamt in Ordnung: Wir haben die zweite Pokalrunde erreicht, einen Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage. Das darf man bei aller Kritik nicht vergessen.“

Frank Weiffen vermisst frühere Reaktionen des FC-Trainers

Frank Weiffen hätte sich während der schwachen zweiten Halbzeit frühere Reaktionen von der Trainerbank gewünscht:

„Wagner hat sehr spät reagiert, als der FC schon extrem um das Gegentor gebettelt hat. Kurz vor dem Ausgleich kam der erste Wechsel – und selbst da kam El Mala noch nicht.“

Auch bei Wagners Auftreten an der Seitenlinie vermisst Weiffen eine sichtbare Einflussnahme auf die Mannschaft:

„Ich brauche keinen Trainer, der 90 Minuten lang den Hampelmann macht. Aber ich wünsche mir einen Trainer, der während des Spiels nach außen zeigt: Ich kümmere mich, ich gebe der Mannschaft etwas mit und halte den Kontakt zu ihr. Das fehlt mir bei ihm bislang.“

Positive Worte findet Weiffen vor allem für Linton Maina:

„Maina ist für mich eine der Überraschungen dieser Saison. Vorher war er praktisch schon abgeschrieben. Jetzt scheint er erstmals auch in der ersten Liga sein Potenzial wirklich abzurufen.“

Mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel beim Hamburger SV sieht Weiffen durchaus Chancen für den 1. FC Köln:

„Wir haben, wenn sich niemand mehr verletzt, die volle Kapelle am Start. Wenn wir dort in Führung gehen, ist die Chance aus meiner Sicht sehr groß, dass wir die drei Punkte holen. Dann könnte der HSV ordentlich ins Schwimmen kommen.“

Dreierkette Köln: Hier gibt es die neue Podcastfolge

In der vollständigen Folge der „Dreierkette Köln“ geht es neben dem 1:1 gegen Werder Bremen auch um die Aufstellung des FC, die Entscheidungen von René Wagner und das kommende Auswärtsspiel beim Hamburger SV.

Die ganze Folge des FC-Podcasts „Dreierkette Köln“ könnt ihr euch hier anhören:

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