Rund 100 Kilometer südwestlich von Köln beginnt eine Landschaft, die im Winter eine besondere Kraft entfaltet: die Dauner Maare in der Vulkaneifel. Dann nämlich zeigt sich die Region von einer ruhigen, fast meditativen Seite. Einer der schönsten Zugänge zu dieser Landschaft ist der Rundwanderweg „MaareGlück“. (Foto: Eifel Tourismus GmbH, Dominik Ketz)
Rundwanderung mit Weitblick: die HeimatSpur „MaareGlück“
Der Rundwanderweg startet in Schalkenmehren und führt auf knapp 10,9 Kilometern einmal um die drei Dauner Maare. Mit einer Gehzeit von etwa 3,5 Stunden und rund 320 Höhenmetern im Auf- und Abstieg gilt die Tour als mittel bis mittelschwer – gut machbar für geübte Spaziergänger und Wanderer, auch im Winter, wenn das Wetter stabil ist.
Die detaillierte Route ist unter diesem Link aufgeführt.
HeimatSpuren sind hochwertige Wanderwege in der Vulkaneifel, die nicht auf Tempo, sondern auf Erleben ausgelegt sind. Das zeigt sich auch hier: Die Wege führen über schmale Pfade, durch Waldstücke, über offene Höhen und immer wieder an Stellen, an denen sich der Blick auf die kreisrunden Maare öffnet.
Die drei Seen liegen dicht beieinander, getrennt nur durch ihre steilen Kraterwälle – und doch wirkt jeder Abschnitt der Runde anders.
Wandern zwischen See, Moor und Trockenmaar
Auf der Route begegnet man den Maaren in verschiedenen Entwicklungsstadien: vom tiefen, wassergefüllten Kratersee über flache Moorlandschaften bis hin zum Trockenmaar. Gerade im Winter tritt diese Vielfalt besonders klar hervor, weil Laub fehlt und die Landschaft offener wirkt.
Immer wieder öffnen sich Panoramablicke über die Eifel. Ein markanter Punkt ist der Dronketurm, der zwischen dem Gemündener und dem Weinfelder Maar steht. Von hier aus wirkt die Landschaft weit und ruhig, fast schwebend.
Daneben gibt es stille Orte wie das Maarkreuz bei Schalkenmehren oder die Weinfelder Kapelle, die seit Jahrhunderten als Orte der Einkehr gelten. Die Dichterin Clara Viebig nannte die Maare einst die „Augen der Eifel“ – ein Bild, das sich gerade im Winter leicht erschließt.
Einkehr nach der Runde
Nach der Wanderung bietet sich Schalkenmehren als Ausgangs- und Endpunkt an. Der Ort ist für seine Gastronomie bekannt, viele Betriebe setzen auf regionale Eifeler Küche. Gerade nach einem kalten Wintertag gehört eine warme Suppe oder ein klassisches Gericht für viele Wanderer fest dazu.
Was sind Maare?
Die Maare der Eifel sind Überbleibsel einer explosiven Erdgeschichte. Vor Zehntausenden von Jahren trafen im Untergrund Magma und Wasser aufeinander. Der plötzliche Kontakt führte zu gewaltigen Explosionen, bei denen sich trichterförmige Krater in die Landschaft sprengten. Als sich die Aktivität beruhigte und der Wasserdampf verzog, füllten sich viele dieser Krater langsam mit Wasser.
So entstanden die Maare: kreisrunde Vulkanseen, umgeben von Kraterwällen, Wäldern und sensiblen Naturräumen. Heute stehen sie unter Schutz und prägen das Landschaftsbild der Vulkaneifel wie kaum ein anderes Naturphänomen.
Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Die Dauner Maare im Überblick
Weinfelder Maar (Totenmaar)
Das Weinfelder Maar ist rund 51 Meter tief. Es liegt etwa zwei Kilometer von Daun entfernt bei Schalkenmehren und gilt als besonders eindrucksvoller Beleg der explosiven Erdgeschichte der Region.
Gemündener Maar
Mit einem Durchmesser von etwa 325 Metern ist es das kleinste der drei Dauner Maare (38m tief). Es liegt nahe des Dauner Stadtteils Gemünden und ist landschaftlich eng in die Umgebung eingebettet.
Pulvermaar
Das Pulvermaar besitzt die größte Wasserfläche und zählt zu den tiefsten Seen Deutschlands (72m). Es liegt etwas außerhalb der klassischen Dauner-Maare-Runde, gehört aber zur gleichen vulkanischen Entstehungsgeschichte der Region.
Anfahrt zu den Dauner Maaren (Rundwanderweg „MaareGlück“)
Entfernung von Köln: ca. 100 Kilometer
Von Köln aus geht es am schnellsten über die A1 Richtung Euskirchen/Trier. Am Autobahnkreuz Blankenheim auf die A48 Richtung Koblenz wechseln. Die Autobahn an der Ausfahrt Daun verlassen und der Beschilderung Richtung Schalkenmehren / Dauner Maare folgen.
In Schalkenmehren gibt es mehrere ausgeschilderte Parkmöglichkeiten in der Nähe des Wanderstarts, unter anderem am Ortsrand und in Maar-Nähe. Von dort ist der Einstieg in den Rundwanderweg „MaareGlück“ gut erreichbar.
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