Odysseum Köln

Neues Odysseum eröffnet im Frühjahr 2026

Das Odysseum in Kalk ist Geschichte. Am einstigen Mitmach-Museum sind im Herbst 2025 die Bagger angerollt. Das Gebäude wird umgebaut, denn hier wird bis 2028 eine Gesamtschule entstehen. Wer derzeit am Odysseum vorbei geht, sieht schnell: Es ist kein kleiner Umbau, sondern ein Komplett-Umbau. Das Gebäude wird entkernt, auch im Innern sind Abrissbagger zu sehen. Sogar die Fassade der Außenwand ist zum Teil bereits abgerissen.

In seiner Sitzung am 1. Oktober 2024 entschied der Rat der Stadt Köln, dass das Odysseum künftig als Gebäude für eine neue Gesamtschule im Stadtbezirk Kalk angemietet wird. (Alle Fotos: Thomas Häusler)

Ziel ist, dass der Umbau des „Odysseums“ bis zum Schuljahr 2028/29 fertiggestellt und das Gebäude für die Schule bezugsbereit an die Stadt Köln übergeben wird.  

Die neue Gesamtschule soll zum Schuljahresbeginn 2025/26 zunächst in der Brügelmannstraße 10 in Deutz starten. Dort teilt sie sich den Standort bis zum Umzug mit dem ebenfalls neuen „Gymnasium Innenstadt“ in Deutz.

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Auch im Innern des Odysseums kann man Abrissfahrzeuge erkennen. Foto: Thomas Häusler

Warum wird das Odysseum geschlossen?

Der Grund ist, dass in Köln dringend Schulplätze benötigt werden. Viele Kinder haben keinen Gesamtschulplatz dort bekommen, wo sie ich angemeldet haben. Kalk ist als Stadtteil davon besonders betroffen.

Die Stadt Köln hat 2022 deshalb in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren einen Investor mit Grundstück gesucht in einem engen Radius in Kalk gesucht, der ein Gebäude zur Gesamtschule umbaut.

Das Odysseum wurde 2009 fertiggestellt. Ursprünglich war die SK-Stiftung der Sparkasse KölnBonn Träger des Odysseums. An über 100 Erlebnisstationen konnten Kinder zu dieser Zeit neue Dinge lernen und erfahren.

Obwohl die Qualität des Ortes außer Frage stand und das Odysseum als außerschulischer Lernort hochgeschätzt war, trug das Konzept nicht. Die SK-Stiftung zog sich schließlich aus dem Betrieb zurück, nachdem die Bezuschussungs-Kosten immer höher wurden.

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Auch die Verkleidung der Außenwand wird abgerissen. Foto: Thomas Häusler

Odysseum Köln: Neuer Ort für Blockbuster-Ausstellungen

2021 eröffnete das Odysseum schließlich mit einem neuen Konzept. In den vergangenen Jahren wurde der ehemalige Lernort umgebaut in eine Ausstell-Fläche für kommerzielle Blockbuster Ausstellungen.

Unter anderem waren hier in den vergangenen Jahren eine Harry-Potter-Ausstellung und eine Dino-Ausstellung zu sehen. Die Ausstellungen waren aus Publikumssicht ein großer Erfolg, auch wenn die Eintrittspreise bei teils bei 30 Euro lagen und Besucher bemängelten, dass die Preise und die Dauer der Besucher in keinem guten Verhältnis geständen hätten.

Neues Odysseum heißt Exploradom und entsteht in Ehrenfeld

Das Odysseum wird jedoch nicht komplett verschwinden. Ab April 2026 will man an einem neuen Standort in Ehrenfeld eröffnen („Mercedes-Allee 1″).

Auf über 30.000 Quadratmetern soll dort „Deutschlands erstes Family Entertainment Center“ entstehen. Den Name Odysseum wird es allerdings nicht mehr tragen. Künftig wird es Exploradom heißen – angelehnt an die Firma Explorado, die bereits im Odysseum die Blockbuster-Ausstellungen organisiert hat.

Wie wird es vor Ort konkret geben?

  • Der Exploradom wird als Kombination aus Spiel-, Lern- und Arbeitsangebot konzipiert.
  • Mehrere bekannte Attraktionen aus dem früheren Odysseum werden erneut genutzt und um neue Konzepte ergänzt.
  • Kinder sollen dort eigenständig experimentieren und an Workshops teilnehmen können.
  • Für berufstätige Eltern sind spezielle Co-Working-Flächen vorgesehen.
  • Zum Angebot gehören außerdem ein Familienrestaurant sowie ein Café.
  • Betreiber des Projekts ist die Edutain AG.
  • Das Unternehmen war zuvor für große Sonderausstellungen wie „Harry Potter“ und „Jurassic Park“ in Köln verantwortlich.
  • Parallel zum Start des Exploradoms plant der Betreiber die Eröffnung einer Dinowelt in Königswinter im Frühjahr.
  • Der Exploradom entsteht an der Kreuzung Widdersdorfer Straße / Mercedes-Allee.
  • Das Gelände umfasst rund 30.000 Quadratmeter und war zuvor Standort eines Autohauses.

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