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Köbes vor dem Brauhaus Päffgen

11 Unterschiede zwischen Kellner und Köbes, die jeder kennen sollte

Im kölschen Brauhaus gibt es den Köbes. Der ist eine ganz besondere Spezies: „Da Köbes kein Lehrberuf ist, sondern irgendetwas zwischen Dasein und So-Sein, zwischen einer Tätigkeit und einer Weltanschauung, mangelt es dann auch am klaren Berufsbild – weshalb sich der Beobachter naturgemäß eher dem Erscheinungsbild zuwendet.“ So beschreibt der Kölner Brauerei Verband auf seiner Seite den Köbes in Köln. (Foto: IMAGO, Eduard Bopp)

Das trifft es ja schon ganz gut. Aber was sind eigentlich die wichtigsten Unterschiede zwischen einem Kellner und einem Köbes? Genau das habe ich in meiner Facebook-Gruppe zur kölschen Sprache gefragt. Hier sind die 11 wichtigsten (und schönsten) Antworten:

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  • Der Kellner fragt erst, ob man noch etwas trinken möchte. Der Köbes stellt ungefragt ein volles Glas hin (Anita)
  • Restaurant = Kellner / Brauhaus = Köbes (Finni)
  • Beim Kellner bestelle ich mein Kölsch, beim Köbes bekomme ich mein Kölsch solange bis ich abgedeckelt habe (Martina)
  • Köbes säuft mit auf deine Kosten und alle haben Spass (Mandy)
  • Der Köbes bringt keine Limo (Elvira)
  • Der Köbes hat als Brauer-Lehrling eine Pilgereise zum heiligen Jakob gemacht (Santiago de Compostela). Der normale Kellner meist nicht. Deswegen trägt der Köbes immer noch die blaue Pilgerkleidung. Der normale Kellner eher nicht. Im Prinzip ist ein Köbes ein „Hadschi“ der Brauer Kölns! Un deswäje hätt der och jet ze verzelle un jet ze saache! (Petronius)
  • Und damit die Kasse stimmte musste jeder Köbes sein Fass kaufen. Deswegen hat er Interesse manchmal auch drängend das Bier los zu werden! (Andreas)
  • Der Kellner ist dem Gast, der Köbes dem Bier verpflichtet.  (Sebastian)
  • Der Kellner ist nett und der Köbes ist schlecht gelaunt (Sascha)
  • Ein Kellner arbeitet überall. Und da hat der Gast das Sagen. Ne Köbes jitt er nur bei uns in Kölle. Un dä säht, wo et lang jeht. (Claudia)
  • Früher trank er auch gerne ein Kölsch am Tisch mit. Wenn man mit 6 Leuten am Tisch saß und 6 Kölsch bestellte, hieß es mitunter „6 oder 7?“. Dann nahm sich der Köbes das 7.Kölsch aus dem Kranz, prostete den Gästen zu und trank es am Tisch auf ex. Sein Kölsch kam dann auf den Deckel vom Tisch, war also flüssiges Trinkgeld. Gute Köbesse schafften so um die 40 Kölsch am Abend. Gehörte zum Job. (Uli)
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Vier goldene Regeln für Besucher in Kölner Brauhäusern

Wenn ihr als auswärtige Gäste nun ein bisschen verunsichert seid: Hier sind vier goldene Regeln, mit denen ihr im kölschen Brauhaus nichts falsch machen könnt:

  • Niemals „Herr Ober“ rufen. Nie!
  • Warten, bis man angesprochen wird.
  • Nicht versuchen, Witze zu machen.
  • Trinkgeld geben. Und zwar ohne zu murren.

Linktipp zum Thema: 12 Köbes-Sprüche, die es so nur in Kölschen Brauhäusern gibt

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