Weihnachten Köln

11 kölsche Wörter und Sprüche für Weihnachten in Köln

Natürlich hat die kölsche Sprache auch für Weihnachten in Köln und die Adventszeit viele besondere Begriffe.

Wir haben uns für Weihnachten im Standardwerk der kölschen Sprache, dem Adam Wrede, umgeschaut und euch an dieser Stelle 11 kölsche Wörter und Sprüche zu Weihnachten für die Festtage aufgeschrieben. Die Schreibweise ist in diesem Fall 1:1 übernommen, ebenso die Erklärungen zu den Bedeutungen.

Was braucht es zunächst einmal: Kreßbaum und Kreppche. Also Weihnachtsbaum und Krippe. Der Kreßbaum maache bedeutet so viel wie den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer aufzustellen und zu schmücken. In Köln gibt es davon ab übrigens eine Menge öffentlicher Krippen, die man beim Kölner Krippenweg nachschauen kann.

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Kreßovend wir der Weihnachtsabend genannt, also der 24. Dezember. Auf Hochdeutsch ist das der Heiligabend bzw. Hellichovend op Kölsch. Ihr seht, der Kreis schließt sich.

Als Kreßnaach wird die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember bezeichnet. En de Kreßnaach jon, bedeutet dann entsprechend, die Christmette zu besuchen. Im Kölner Dom findet sie um 23:30 Uhr statt.

Der Begriff Weihnaach wurde laut Adam Wrede (S. 1066) in Köln nur wenig verwendet: Im 17 Jh. wurde er vereinzelt in der Kölner Schriftsprache verwendet, war aber lange Zeit schlicht nicht geläufig in Köln. In Köln hieß es nicht Weihnaach, sondern Kristnacht bzw. wurde daraus Kristtag und in der mundartlichen Form dann eben Kreßdaach, wie bereits oben erklärt.

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Und dann gibt es noch einige alte kölsche Wettersprüche zu Weihnachten in Köln, da der Tag auch im Bauernkalender hinsichtlich der künftigen Wetters eine große Bedeutung hat. Schaut am 24.12. und den Tagen danach also genau aus dem Fenster:

Jröne Kreßdaach, wieße Poschdaach. Also: Grüne Weihnachten, weiße Ostern.

Kreßdaach an der Dör, Oster öm et För.

Wie sich et Wedder vun Kreßdaach bes Dreikünninge hält, su es et dat janze Johr bestellt.

Und natürlich gibt es dann auch noch das Kreßkingche: „Eß och et Kreßkingche bei dich jekumme udder worste nit brav?“, ist ein Beispiel für eine geläufige Frage früher in Köln.

Habt ihr weitere Ergänzungen dazu? Schreibt uns eine E-Mail. Der Adam Wrede ist hier bestellbar.

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