Kölsch ist manchmal herrlich direkt – und manchmal ein bisschen tückisch. Denn viele Wörter klingen vertraut, haben aber in der Sprache mehrere Bedeutungen oder führen schnell in die Kölner Stadtgeschichte. So ist es auch bei der Frage: Wie heißt eigentlich eine Gabel auf Kölsch? Hier kannst du testen, ob du die richtige Antwort kennst. Unter dem Quiz liest du außerdem eine Erklärung dazu:
Wie heißt eine Gabel in Köln? Die Erklärung
Eine Gabel heißt auf Kölsch laut Adam Wrede (S. 291) Jaffel.
Dabei ist wichtig: „Jafel“ meint nicht nur das Essbesteck. In dem Wörterbucheintrag steht auch die Bedeutung Gabelgesellschaft beziehungsweise Gaffelgesellschaft. Damit waren im älteren Köln besondere Vereinigungen gemeint, zunächst vor allem von nicht-handwerklichen Kreisen, später wurden auch Handwerkerämter beziehungsweise Zünfte als Gaffeln bezeichnet.
Die Antwort auf die Frage „Wie heißt eine Gabel in Köln?“ lautet also: Jaffel. Je nach Zusammenhang kann das Wort aber nicht nur die Gabel auf dem Tisch meinen, sondern auch auf die historischen Kölner Gaffeln verweisen.
Früher wurde das Wort außerdem auch für Heu- oder Mistgabeln oder auch Astgabelungen verwendet. Zunächst war sie auch alles anderer als selbstverständlich. Die Gabel gab es nur in gutbürgerlichen Häusern.
Über das Essen in Köln
Gerade beim Essen zeigt sich, wie lebendig Kölsch bis heute ist. Wer in Köln am Tisch sitzt, begegnet nicht nur typischen Gerichten wie Himmel un Ääd, Halvem Hahn oder Rievkooche, sondern oft auch alten Wörtern, die im Alltag weiterleben.
Manche klingen für Auswärtige erst einmal ungewohnt, gehören für viele Kölnerinnen und Kölner aber ganz selbstverständlich dazu.
Und natürlich ist Essen in Köln selten nur Essen. Es geht um Geselligkeit, ums Schwade, ums Zusammensitzen im Brauhaus oder im Veedel. Eine Jaffel ist als Wort sicher weniger präsent wie Köbes oder andere Bezeichnungen – gehört aber eben auch dazu.



