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Agrippabad Köln

Wie gehts weiter mit dem traditionsreichen Agrippabad?

Seit Ende 2025 ist das traditionsreiche Agrippabad für Besucher geschlossen. Das Schwimmbad, das unter Denkmalschutz steht, geht einen Weg, den mehrere exponierte Kölner Gebäude derzeit durchlaufen: Sie sind geschlossen, weil sie saniert werden müssen. Das betrifft neben dem Agrippabad derzeit unter anderem das Römisch-Germanische-Museum und seit vielem Jahrzehnten auch die Oper. (Foto: IMAGO / Panama Pictures)

Die ist auch der Grund, warum die Menschen in Köln stets besorgt gucken, wenn es heißt, ein Gebäude müsse aufgrund einer umfassenden Sanierung für lange Zeit geschlossen werden.

So weit ist es beim Agrippabad noch nicht, aber fest steht: Schon bald wird es auch für einen langen Zeitraum dicht gemacht werden (müssen). Aktuell geht es noch darum, die Schäden zu erfassen und einen Plan für die Sanierung zu erarbeiten. Hintergrund ist ein deutlich umfangreicherer Sanierungsbedarf als zunächst angenommen. Dennoch könnte das Bad bereits in den nächsten Wochen – vorerst – sogar wieder öffnen.

Nach Angaben der KölnBäder hatten vertiefte Untersuchungen ergeben, dass zusätzliche Schäden am Gebäude vorliegen. Genannt werden unter anderem Schäden im Bereich der gläsernen Fassade.

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Sanierung soll neu aufgesetzt werden

Der Plan für die Sanierung musste deshalb im Frühjahr neu aufgesetzt werden. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, was den Rahmen für die weiteren Planungen mitbestimmt.

Ein kompletter Abriss des Agrippabads werde nach Darstellung der KölnBäder nicht verfolgt. Damit reagierten die KölnBäder bereits im April auch auf öffentliche Spekulationen über die Zukunft des Gebäudes. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ hatte im April berichtet, dass zeitweise sogar ein Abriss als Szenario im Raum gestanden haben soll.

Klar ist bereits jetzt: Der frühere Sanierungsplan ist überholt. Die Kosten für eine Sanierung werden deutlich höher als ursprünglich angenommen.

Verlässliche Zahlen sollen bis Mitte des Jahres vorliegen

Belastbare Aussagen zu Kosten, Umfang und Zeitplan wollen die KölnBäder bis Mitte des Jahres vorlegen. Dann soll eine Grundlage für die weiteren politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen vorliegen. Heißt: Der Rat der Stadt wird darüber abstimmen, wie viel Geld in die Hand genommen wird.

Für Köln ist das Agrippabad eines der wichtigsten innerstädtischen Bäder. Entsprechend groß ist das öffentliche Interesse daran, wie es mit dem Standort weitergeht. Gleichzeitig zeigt der Fall, wie schwierig die Sanierung älterer und denkmalgeschützter öffentlicher Infrastruktur werden kann: Neue Schäden, steigende Baukosten und technische Anforderungen können ursprüngliche Planungen schnell überholen.

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Wiedereröffnung soll parallel vorbereitet werden

Unabhängig von der langfristigen Sanierungsplanung arbeiten die KölnBäder nach eigenen Angaben weiter an einer zwischenzeitlichen Wiedereröffnung des Bades. Nach aktuellem Stand soll das Agrippabad voraussichtlich zum Ende des zweiten Quartals wieder für den Betrieb geöffnet werden.

Damit verfolgen die KölnBäder ein zweigleisiges Vorgehen: Einerseits soll die langfristige Sanierung neu geplant werden, andererseits soll das Bad möglichst bald wieder für Schwimmen, Sport und Erholung zur Verfügung stehen.

Wie lange diese Zwischenlösung tragen kann und welche Einschränkungen es im Betrieb geben wird, bleibt zunächst offen. Entscheidend dürfte nun sein, welche Zahlen und Varianten die KölnBäder im Juni vorlegen.

Erst dann wird sich abzeichnen, wie teuer die Sanierung tatsächlich wird – und welchen Zeitrahmen Köln für die Zukunft des Agrippabads einplanen muss.

Über das Agrippabad

  • Das Agrippabad wurde 1958 eröffnet.
  • Es war der erste große Bäderneubau Kölns nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Der Bau war eine Reaktion darauf, dass viele Kölner Hallenbäder im Krieg zerstört oder stark beschädigt worden waren.
  • Gebaut wurde das Bad nahe dem alten Wasserturm am Großen Griechenmarkt.
  • Zur ursprünglichen Ausstattung gehörten unter anderem ein 25-Meter-Schwimmerbecken, ein Lehrschwimmbecken und ein Springerbecken mit Zehn-Meter-Turm.
  • Architektonisch gilt das Agrippabad als Beispiel der Kölner Nachkriegsmoderne.
  • Teile des Gebäudes stehen unter Denkmalschutz.
  • Der Name erinnert an Agrippina, die römische Kaiserin und Namensgeberin der römischen Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium, aus der Köln hervorging.
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