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Wetterphänomen in Köln

Wie ein Mini-Tornado: Wetterphänomen auf den Poller Wiesen beobachtet

Es sieht spektakulär aus, es mehrere Meter hoch und meist noch einigen Sekunden wieder verschwunden. Dieses Wetterphänomen hat Manfred Ossadnik am Samstag bei blauem Himmel auf den Poller Wiesen direkt am Rheinufer beobachtet.

Als Laie denkt man hier sofort an einen Mini-Tornado. Tatsächlich steckt aber ein anderes Phänomen dahinter. Wir sehen hier einen so genannten Staubteufel mitten in Köln. (Bilder: Manfred Ossadnik)

Ein Staubteufel ist ein kleiner, meist harmloser Luftwirbel, der Staub, Sand, Laub oder leichte Gegenstände vom Boden hochzieht. Er sieht manchmal aus wie ein Mini-Tornado, entsteht aber ganz anders.

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Wenn die Sonne den Boden stark erwärmt, wird auch die Luft direkt darüber heiß. Diese warme Luft steigt schnell auf. Strömt dabei von verschiedenen Seiten kühlere Luft nach, kann die aufsteigende Luft anfangen, sich zu drehen. Der Wirbel wird sichtbar, sobald er Staub oder Sand aufnimmt.

Wie entstehen Staubteufel

Staubteufel entstehen besonders häufig:

  • an heißen, sonnigen Tagen
  • über trockenen, stark aufgeheizten Flächen
  • auf Feldern, Parkplätzen, Baustellen oder in Wüsten
  • bei wenig Wind und weitgehend wolkenlosem Himmel

Alle Gegebenheiten treffen an heißen Tagen ohne Wolken derzeit auf die Poller Wiesen zu, sodass es gar nicht verwunderlich ist, diesen Luftwirbel hier zu sehen.

Die meisten Staubteufel sind nur wenige Meter breit, ziehen einige Sekunden oder Minuten über den Boden und lösen sich dann wieder auf. So war es übrigens auch bei dem Staubteufel.

Größere Exemplare können allerdings Mülltonnen umwerfen, Äste abbrechen oder leichte Gegenstände durch die Luft schleudern.

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Der Unterschied zum Tornado

Der wichtigste Unterschied zum Tornado: Ein Tornado entsteht in Verbindung mit einem kräftigen Gewitter und reicht von einer Gewitterwolke bis zum Boden. Ein Staubteufel bildet sich dagegen bei schönem Wetter unmittelbar über dem stark erwärmten Boden – ohne Gewitterwolke.

Der Staubteufel war am Samstag übrigens an mehreren Stellen am Rheinufer sichtbar. Unter anderem gab es einen weiteren Staubteufel am Rheinufer zwischen Rheinpark und Hohenzollernbrücke.

Köln durchlebt im Sommer 2026 besonders trockende Wochen. Im Juli fielen 5,7 Liter Regen, gemessen an der Wetterstation des Flughafens. Normalerweise fallen im Juli 87 Liter. Dieses war war es nur sieben Prozent der eigentlichen Regenmenge.

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