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Kölner Fernsehturm Colonius

Wem gehört eigentlich der Colonius?

Er steht mitten in Köln, ist 266 Meter hoch und gehört zur Stadtsilhouette wie Dom, Rhein und Kranhäuser. Trotzdem kommen die meisten Kölnerinnen und Kölner seit Jahrzehnten nicht mehr hinein: Der Colonius ist für die Öffentlichkeit geschlossen.

Immer wieder gibt es Diskussionen über eine Wiedereröffnung, über Brandschutz, Sanierungskosten und die Frage, wer dafür eigentlich bezahlen soll. Doch bevor man über Geld spricht, stellt sich eine ganz einfache Frage: Wem gehört der Colonius überhaupt? (Foto: Raimond Spekking CC BY-SA 4.0)

Die Antwort überrascht viele: Nicht der Stadt Köln. Eigentümerin des Fernsehturms ist die DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Deutschlands größter Anbieter von Funkinfrastruktur. Das Unternehmen betreibt bundesweit zehntausende Antennenstandorte und vermarktet Flächen auf Türmen, Masten und Gebäuden für Mobilfunk, Rundfunk und andere Funktechnik.

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Über den Colonius

Der Colonius wurde ab 1978 gebaut und am 3. Juni 1981 eingeweiht. Mit heute 266 Metern ist er das höchste Bauwerk Kölns. In 166 Metern Höhe befindet sich die dreigeschossige Turmkanzel. Dort lagen früher unter anderem die Aussichtsplattform und das Drehrestaurant.

Ursprünglich war der Colonius ein Bauwerk der alten Bundespost-Zeit. Später ging die Funkinfrastruktur in die Telekom-Welt über. 2002 wurde die Deutsche Funkturm als Telekom-Tochter gegründet. Seit 2023 sind jedoch DigitalBridge und Brookfield als zusätzliche Eigentümer beteiligt; die Telekom hält weiter 49 Prozent am Funkturmgeschäft.

Die Stadt Köln ist also nicht Eigentümerin des Turms. Trotzdem spielt sie bei der möglichen Wiedereröffnung eine wichtige Rolle: Der Colonius steht seit 2022 unter Denkmalschutz, und eine Sanierung für Besucherbetrieb wäre teuer.

Die DFMG beziffert die nötigen Investitionen für Brandschutz und langfristigen öffentlichen Betrieb auf rund 60 Millionen Euro. Im Gespräch war zuletzt eine Aufteilung, bei der der Bund 30 Millionen Euro, das Land NRW und die Stadt Köln jeweils 15 Millionen Euro übernehmen sollten.

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Die Funkturm GmbH nutzt den Colonius weiterhin für Funk-Infrastruktur, fühlt sich aber nicht verantwortlich, so viele Millionen in die Hand zu nehmen, um ihn wieder öffentlich zugänglich zu machen. Gleichzeitig ist sie offen dafür.

Wie gehts also weiter mit dem Colonius?

Für die Stadt ist er ein Wahrzeichen, für viele Kölnerinnen und Kölner ein Sehnsuchtsort, für den Eigentümer aber vor allem ein technischer Funkstandort.

Köln würde den Turm gerne wieder öffnen, viele Menschen wünschen sich die Aussicht zurück. Die ehrliche Antwort aber ist: Eine Öffnung ist ein millionenschweres Sanierungsprojekt.

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