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Weckmann mit weißer Pfeife

Warum steckt im Weckmann eine Pfeife?

Rosinen als Augen, goldbrauner Teig und eine weiße Pfeife im Arm: So kennen viele Kölner ihren Weckmann aus Kindertagen. Doch warum trägt ausgerechnet ein Gebäck für Kinder eine Pfeife? Eine Spur führt nach Köln. Dabei geht es um kleine Tonflöten, die schon vor Jahrhunderten verschenkt wurden.

Vor der Pfeife kam die Flöte

Der Volkskundler Alois Döring beschreibt in der LVR-Zeitschrift „Alltag im Rheinland“ von 2015 einen Vorläufer der Weckmann-Pfeife: Tonflöten aus dem 16. Jahrhundert. Der Kölner Chronist Hermann Weinsberg berichtete, dass Kinder am 6. Dezember unter anderem „gobelcher“ in ihren Schuhen fanden. Gemeint waren etwa fünf Zentimeter lange Tonröhrchen, auf denen man einen Ton erzeugen konnte. (Foto: Symbolbild / ki-generiert)

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Solche Flöten wurden später auch als „Bäckerflöten“ oder „Kölner Flöten“ angeboten. Einzelne Hersteller fertigten sie noch bis in die 1960er- und 1970er-Jahre.

Wie die Rauchpfeife zum Weckmann kam

Döring verweist auf den Tonpfeifenforscher Martin Kügler: Herstellerangaben liefern erst für das späte 19. Jahrhundert Hinweise auf Weckmänner mit Tonpfeife. Wie diese Verbindung entstand, bleibt offen. Kügler zufolge dürfte die Kombination aus Gebäck und Spielzeug wesentlich zur Beliebtheit bei Kindern beigetragen haben.

Döring nennt auch eine Deutung zur Schweizer Variante „Grittibänz“: Die Pfeife habe den Bischofsstab ersetzt. Eine entsprechende Entwicklung in Köln ist damit nicht belegt.

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Der Weckmann gehört auch zu Nikolaus

Heute verbinden viele den Weckmann mit dem Martinszug. Seine Geschichte führt aber ebenso zum Nikolausfest. Der LVR beschreibt für den Bonner Raum, dass Kinder die Teigfigur zu Beethovens Zeiten an Nikolaus bekamen. Der Name „Kloskäel“ erinnert daran: „Klos“ steht für Nikolaus.

Ob Martinsabend oder Nikolaustag: Das Gebäck verbindet Erinnerungen an die Kindheit mit einer langen rheinischen Brauchgeschichte.

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2 Kommentare

  • Adelheid Alker

    Der Weckmann.meine Kindheitsbegleitung.
    Ich erinnere mich sehr gut an meine Kindheit mit der Weckmannpfeife,wie ich meinem Vater heimlich den Tabak aus der Tüte geklaut habe,.Wir Kinder haben uns im Keller versteckt ,haben es uns sehr gemütlich gemacht. Und versucht eine Pfeife zu Rauchen.Wir haben auch den Taback in die öffnung gemacht,ja es hat auch gequalmt und gestunken. Aber wir fühlten uns wie kleine Erwachsene. In unserem kleinen Keller.

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