Wer in diesen Tagen über die Hohenzollernbrücke geht, steht irgendwann vor einem Esemble von zwölf magentafarbenen Hütten. Sie haben keine Fenster, keine Türen und sind auch keine Verkaufsstände. Die Hütten stehen auf dem Norbert-Burger-Platz und waren plötzlich da – quasi über Nacht. Der Ort ist einer der beliebtesten Foto-Spots auf die Hohenzollernbrücke und den Kölner Dom.
Aber was genau hat es mit den auffälligen Häusern auf sich? Vor Ort findet sich kein Hinweis auf eine Kunstaktion. Was man neben den Hütten sieht, ist ein Stuhl. Daneben steht ein Koffer mit Postkarten, die man kostenlos mitnehmen kann, wie ein Schild vor Ort erklärt.
Verantwortlich für die Aktion ist der Künstler Andreas Sarow. Er kommt aus Pforzheim in Baden-Württemberg und hat seine Häuser in der Vergangenheit schon in anderen Städten hingestellt.
Bereits 2025 waren die „Magenta Häuser“ auf dem Schlossplatz in Stuttgart zu sehen. Gegenüber der Stuttgarter Zeitung sprach der Künstler von einer „Vermenschlichung der Immobilie“.
Was genau damit gemeint ist, überlässt er im Gespräch mit dem WDR bewusst den Menschen. Sie sollen die Häuser selbst deuten, er möchte keine Vorgaben machen. Fest steht nur, dass sie das Thema Sesshaftigkeit und Heimat berühren und wie sicher das in diesen Zeiten eigentlich noch ist. In welcher Form, bleibt den Betrachtern selbst überlassen.
Anzeige: Aus dem Verliebt in Köln-Shop:Laut WDR hat Sarow rund anderthalb Jahre warten müssen, um seine Häuser in Köln ausstellen zu können. Er selbst ist vor Ort und steht bereit für Gespräche. Als ich da war, war sein Stuhl leider leer.
Wenn ihr dort jemanden sitzen seht, ist es aber mit großer Wahrscheinlichkeit Andreas Sarow und ihr könnt ihr ansprechen. Die Magenta-Häuser sind noch bis zum 26. Juli in Köln zu sehen.



