Rosenmontagszug Köln

Warum hat der Kölner Rosenmontagszug 2026 rund 1000 Teilnehmer weniger?

Wenn der Kölner Rosenmontagszug durch die Straßen der Stadt zieht, ist das gleichzeitig jedes Jahr eine logistische Meisterleistung, bis ins Detail durchgeplant und organisiert. Die Zahlen des Zochs lesen sich beeindruckend, variieren aber auch von Jahr zu Jahr. So weichen die Zahlen, die das Festkomitee für den Zoch 2026 veröffentlicht hat, teilweise deutlich von den Zahlen im Vorjahr ab. Hier lest ihr, was 2026 anders ist:

  • Der Rosenmontagszug 2026 fällt im Vergleich zum Vorjahr kleiner aus. Statt rund 12.500 Teilnehmenden wie 2025 sind es nun etwa 11.500.
  • Auch die Zahl der Fußgruppen sinkt von 3.492 auf 3.029, bei den Kinder- und Jugendtanzgruppen von 792 auf 749.
  • 1.122 Musiker ziehen 2026 mit, im Vorjahr waren es 1.217 – die Zahl der Kapellen bleibt mit 60 gleich.
  • Die Helferzahl geht von 3.597 auf 3.469 zurück. Insgesamt nehmen 74 Gruppen teil, darunter zehn Gastgruppen; 2025 waren es noch 92 Gruppen inklusive 13 Gästen.
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Die Zahl der Wagen beim Zoch im Vergleich

Die Zahl der Persiflagewagen steigt von 19 auf 21. Dagegen rollen 2026 weniger Festwagen (74 statt 78) und weniger Bagagewagen (68 statt 70) durch die Stadt. Die Zahl der Bähnchen bleibt mit sechs konstant.

Hinzu kommt ein zusätzlicher Reparaturwagen – drei statt zwei –, während die Equipewagen unverändert bei drei liegen. Gleichzeitig wächst die Zahl der Teilnehmenden auf den Wagen von 1.478 auf 1.560.

Zug muss an äußere Einflüsse angepasst werden

Die Zahl der Teilnehmer und die Länge des Zuges hat weniger inhaltliche, sondern häufig logistische Gründe. Die Herausforderung: Die mehr als 10.000 Teilnehmer müssen unter anderem vor Einbruch der Dunkelheit auch ins Ziel kommen.

Das gilt vor allem auch für Prinz Niklas I, der traditionell ganz am Ende des Zuges fährt. Im Jahr 2025 war Rosenmontag deutlich später (3. März). Dieses Mal zieht der Zoch knapp zwei Wochen früher durch die Straßen.

  • Sonnenuntergang in Köln ist am Rosenmontag um 17:49 Uhr. Zum Vergleich: An Rosenmontag 2025 war der Sonnenuntergang um 18:16 Uhr.

Während der Startpunkt des Zuges mit 10:00 Uhr jedes Jahr feststeht, wird der Zug hier also auch an die äußeren Einflüsse angepasst. Mit Blick auf den Rosenmontagstermin 2027 wird der Zoch tendenziell vermutlich nochmal etwas verschlankt.

Seit 2022 gibt es außerdem einen neuen Verteilerschlüssel für die Plätze im Zug. Auch dieser besagt, dass der Zoch mit Einbruch der Dunkelheit im Ziel sein soll. Er begrenzt außerdem die Zahl der Teilnehmer und legt Bedingungen fest, welche Gesellschaft wie viele Plätze erhält.

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Ehrenamts-Chor eröffnet den Zug

Der Rosenmontagszug setzt auch in diesem Jahr zum Auftakt ein deutliches Zeichen – musikalisch und gemeinschaftlich. Bevor sich die ersten Wagen in Bewegung setzen, eröffnet ein eigens formierter Ehrenamtschor den Zoch.

Rund 250 Sängerinnen und Sänger aus unterschiedlichen Kölner Chören, aus verschiedenen Veedeln und mehreren Generationen haben sich dafür zusammengeschlossen.

Begleitet wird der Chor von einem etwa 50-köpfigen Orchester, das den musikalischen Rahmen gestaltet. Der Auftakt stellt damit das Ehrenamt in den Mittelpunkt gemäß dem diesjährigen Karnevalsmotto in den Mittelpunkt– noch bevor Persiflagewagen und Festgruppen das Straßenbild prägen.

Das ist die Zugstrecke 2026

Severinstraße – Löwengasse – Weberstraße – Follerstraße – Mathiasstraße – Mühlenbach – Hohe Pforte – Hohe Straße – Schildergasse – Neumarkt – Apostelnstraße – Apostelnkloster – Mittelstraße – Rudolfplatz – Hohenzollernring – Friesenplatz – Magnusstraße – Zeughausstraße – Burgmauer – Neven DuMont Straße – Breite Straße – Tunisstraße – Glockengasse – Brückenstraße – Obenmarspforten – Quatermarkt – Gürzenichstraße – Heumarkt – Unter Käster – Alter Markt – Bechergasse – Am Hof – Wallrafplatz – Unter Fettenhennen – Kardinal-Höffner-Platz – Trankgasse – Bahnhofsvorplatz – Domprobst-Ketzer-Straße – Marzellenstraße (Kreisverkehr Südseite) – An den Dominikanern – Unter Sachsenhausen – Kattenbug – Zeughausstraße – Gregorius-Maurus-Straße.

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