Uni Center Köln

Uni Center Köln: 5 Geheimnisse zu Kölns größtem Wohnhaus

Es ist eines der größten Wohnhäuser in ganz Europa. Gemessen an der Anzahl der Wohnungen gibt es keinen Komplex in Köln, der noch mehr Wohnungen unter einem Dach vereint. Im Kölner Uni Center an der Luxemburger Straße gibt es unglaubliche 968 Wohnungen. Von der 1-Zimmer-Studenten-Wohnungen bis zum großen Penthouse mit Terrasse ist alles dabei.

Vor ziemlich genau 50 Jahren – im August 1973 – konnte die ersten Mieter in das Haus einziehen. Wer zum ersten Mal im Uni Center am Empfang steht, hat zunächst Probleme, den richtigen Aufzug zu finden. Und ganz schnell hat das Gebäude mit einer Höhe von 134 Metern und bis zu 45 Etagen einen verschluckt. (Foto: Raymond Spekking CC BY-SA 4.0)

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Tatsächlich gibt es auch Menschen, die seit Jahrzehnten im Uni Center wohnen. Während es auf vielen Fluren anonym zugeht, kennen sich andere schon ewig. Die Lage macht das Uni Center auch heute zu einem gefragten Wohnhaus. Das Uni Center liegt fußläufig zur Uni, die Bahnstation ist direkt vor der Tür. Von vielen Wohnungen kann man den Dom sehen. Der Komplex hat unglaubliche 40.000 Quadratmeter Wohnfläche. Rund 1500 Menschen leben hier.

Hier lest ihr fünf weitere interessante Aspekte zu dem riesigen Wohn-Komplex:

Uni Center Köln: Der Preis-Anstieg in 20 Jahren

Wer vor 20 Jahren hier eine Wohnung gekauft hat, hat heute ein gutes Geschäft gemacht. Eine 1-Zimmer Wohnung war damals für rund 30.000 Euro zu haben. Heute kostet eine 1-Zimmer Wohnung zwischen 110.000 und 150.00 Euro. Eine gute Rendite allein für den Wohnungspreis.

Die Preise für Eigentumswohnungen sind im Vergleich für Sülz hier dennoch moderat: Für eine renovierte 97 Quadratmeter-Wohnung in der 19. Etage zahlt man in diesem Angebot aktuell 360.000 Euro. Kein Vergleich zu anderen Angeboten in Köln.

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Ein Hochhaus mit so vielen Etagen hat auch seine Schattenseiten. Schon früher mussten hier Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden. So waren schon damals an den öffentlich begehbaren Balkonen Netze angebracht.

Luxus-Penthouse auf dem Dach

Im 41. Stock des Uni Centers gibt es ein Luxus-Penthouse, das 2021 zum Verkauf stand. Wer es damals kaufen wollte, musste 2,1 Millionen Euro für die 135 Quadratmeter Wohnung auf den Tisch legen. Ein Preis, der heute vermutlich noch einmal deutlich höher ausfallen wird. Eine Terrasse quasi auf Augenhöhe gab es mit dazu.

378 Wohnungen gehören dem Kölner Studentenwerk, die zwischen 14 und 24 Quadratmeter groß sind. Und das seitdem das Gebäude besteht. Wer hier als Student eine Wohnung ergattert, zahlt laut Liste des Studentenwerks zwischen 273-359 Warmmiete. Ein Traum für Studenten bei der Lage. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem.

Jeder muss am Pförtner vorbei

In das Gebäude kommen seit jeher nur Leute, die einen Schlüssel haben, oder sich anmelden. Wer zu Gast ist, muss beim Pförtner vorsprechen. Der ruft die Person an. Dann wird man durchgelassen – mit kurzer Einweisung, wo man entlang muss. Die Müllschlucker sind übrigens auf den jeweiligen Etagen, wie man es aus Hochhäusern aus dieser Zeit kennt. Der Abfall fällt dann durch einen Schacht runter in die entsprechende Tonne.

Die Aussicht hat ihren Preis: Hier kann man über ganz Köln gucken. Und es gibt auch immer mal wieder freie Wohnungen. Kein Wunder bei der Masse an Wohneinheiten. Ein aktuelles Beispiel: In der 30. Etage kann man aktuell auf 43 Quadratmetern für 1030 Euro Warmmiete einziehen. Das Quadratmeterpreis für die Kaltmiete beträgt knapp unter 20 Euro. Es gibt aber auch Angebote, wo man deutlich weniger zahlt.

Welche Erfahrungen hast du mit dem Kölner Uni Center gemacht? Schreib mir eine E-Mail oder einen Kommentar unter diesem Artikel.

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5 Kommentare

  • Jody Roberto

    Wir wohnen seit einem Vierteljahrhundert sehr glücklich in einer der höchst gelegenen Maisonettewohnungen Deutschlands und haben jeden Tag atemberaubenden Blick auf Sülz auf der einen und natürlich zum Dom auf der anderen Seite, täglich Sonnenaufgang und -untergang inklusive.

    @ Elfi M.: Natürlich ist das Wohngeld hoch – dafür haben wir Aufzüge und einen Pförtner, der rund um die Uhr Dienst hat. Wir holen unsere Pakete ab, wann wir wollen. Gäste müssen sich erst dort melden. Wir haben auch einen exklusiven Aufzug, der bis auf die oberen Stockwerke fährt. Aber wir wohnen immer noch deutlich billiger als zur Miete – die Wohnung ist ja längst abbezahlt. Natürlich wird es Sonderumlagen geben, um weitere Sanierungen durchzuführen.

    @ Frau Becker: Frau Schimmelpfennig kannten wir leider nicht persönlich, haben aber nur Gutes über ihr Engagement gehört.

    Wir schmunzeln immer, wenn Leute unser geliebtes Zuhause schlechtreden. Oft liegt es an Unwissen – das Hausgeld ist ähnlich für alle Hochhäuser in Köln – oder an Neid. Auf jeden Fall gibt es viele Nachbarn, die hier seit vielen Jahren sehr glücklich wohnen. Würden wir verkaufen? Klar – aber der Preis muss deutlich höher liegen als der für das Penthouse und selbst dann würden wir wohl ablehnen.

    Bis dahin feiern wir jetzt endlich nach der Pandemie wieder. @Pablo: von unseren vier Balkonen hast Du ja eine wunderbare Aussicht zu Tag und Nacht, Freunde aus Lindenthal besuchen uns daher sehr gerne.

    Jody + Roberto

  • Was ist daran so günstig, wenn ich zu dem Kauf im Monat 10€ /qm NK zahlen muss?
    Das ist fast das Doppelte wie normalerweise!
    Nebenkosten sind nicht zu unterschätzen! Das sollte bei der Finanzierung berücksichtigt werden.
    Dann sieht die Rechnung schon ganz anders aus!

    Zur Zeit wird dort viel saniert. Würde mich nicht wundern, wenn die Eigentümer um Sonderzahlungen gebeten würden…

  • Toller Artikel – der mir Hunger auf mehr gemacht hat: Gibt es eine Aussichtsterrasse oder ähnliches?
    Danke und Grüße aus Lindenthal
    Pablo

  • Wilfried Schatz

    Wieder ein sehr interessantet und informativer Artikel

  • Maggi Becker

    Guten Morgen, meine Eltern (Schimmelpfennig) hatten im Uni-Center eine Eigentumswohnung und waren die zweitältesten Mieter. Sie haben dort sehr gerne gewohnt. Meine Mutter war im Beirat und als mein Vater 1983 starb hat sie sich sehr für das Uni-Center angagiert. Sie kannte das Haus von unten bis oben und sehr viele Mitbewohner.
    Als sie 2010 dann starb haben mein Bruder und ich die Wohnung ganz schnell verkauft, denn wir wollte dort nicht wohnen. Mich persönlich erdrückt dieser Bau. Er hat nicht nur seine schönen Seiten. Beim Verkauf der Wohnung habe ich unschöne Dinge entdeckt die so manchem Mieter den Aufenthalt in diesem Haus vermiesen und vermeiden würden. Wenn Sie näheres erfahren möchten können Sie mich ja kontaktieren.
    Mit freundlichen Grüßen
    Maggi Becker.

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