Kölner Dom Beleuchtung

So soll der Kölner Dom künftig beleuchtet werden

Der Dom ist für viele Kölner der Anker schlechthin. Ein Leuchtturm. Hoffnung vor allen in schwierigen Zeiten. Seit Herbst 2022 ist der Dom nachts ein großer schwarzer Block. Lediglich in den Turmspitzen schimmert schwaches Licht. Während der Dom derzeit nicht beleuchtet ist, wird im Hintergrund längst am neuen Beleuchtungskonzept gearbeitet, das weniger Energie verbrauchen soll, als es bislang der Fall war.

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Die RheinEnergie hat in den vergangenen Wochen und Monaten die Lichter für die Außenbeleuchtung ausgetauscht. Künftig werden LED-Strahler den Kölner Dom von außen anleuchten. Zuvor wurde der Kölner Dom mit rund 250 Halogen-Strahlern aus allen Richtungen angestrahlt.

Bis Jahresende sollen die komplette Beleuchtung ausgetauscht sein: „Generell verbrauchen LED-Lichter mindestens 50 Prozent weniger Energie. LED-Lichter können außerdem punktueller eingesetzt werden“, erklärt ein Sprecher der RheinEnergie auf Nachfrage.

Durch die LED-Lichter soll es künftig weniger Streuverluste geben: „Das hat auch einen positiven Effekt auf Insekten und Vögel, die sich im Bereich der Anstrahler bewegen“, so ein RheinEnergie-Sprecher.

Wird sich das Erscheinungsbild des Kölner Dom künftig ändern? Dazu hat sich Dombaumeister Peter Füssenich bereits im Herbst 2022 gegenüber dem Domradio geäußert: „Es wird sich aber etwas ändern, weil jetzt auch statt der bisherigen flächenmäßigen Halogenbeleuchtung eine ganz dezidierte Effektbeleuchtung erzielt wird. Das heißt, die Dreidimensionalität dieses wunderbaren Domes kann man dann auch in der Nacht ganz besonders wahrnehmen.“

Strom von 5 Zwei-Personen-Haushalten

Die neue Beleuchtung war Anfang des Jahres bereits im Einsatz, als zum Dreikönigstag die Westfassade an zwei Abenden hintereinander angeleuchtet wurde. Nach Angaben der RheinEnergie betrug der Stromaufwand für die beiden Nächte 84 Kilowattstunden.

Zum Vergleich: Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht pro Jahr etwa 3000 Kilowattstunden. Rechnet man diese Zahl runter, betrug der Verbrauch pro Abend so viel, wie bei etwa 5 Zwei-Personen-Haushalten.

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Wie lange bleibt der Kölner Dom noch dunkel?

OB Henriette Reker nannte beim Neujahrsempfang des Katholikenausschusses in Köln Ostern als Ziel, um den Dom wieder zu beleuchten, wie die Rundschau damals berichtete. Daraus wird aber voraussichtlich nichts. Denn das Bundeskabinett hat die Energiesparverordnung zuletzt noch einmal bis zum 15. April 2023 verlängert. Ostersonntag liegt 2023 am 9. April.

In der Energiesparverordnung es unter anderem: „Die Beleuchtung öffentlicher Nichtwohngebäude und Baudenkmäler wird verboten, soweit sie nicht zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit oder zur Abwehr anderer Gefahren erforderlich ist.“ Die Stadt Köln hatte bereits vor Inkraftreten der Verordnung im August 2022 die Außenbeleuchtung an allen 132 repräsentativen Gebäuden ausgeschaltet.

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