Ein festlicher Saal. Die 4er-Tische sind gedeckt. Auf jedem Tisch eine Lampe. In der Mitte hängt ein prunkvoller Kronleuchter. Am Bildrand ist ein Schlagzeug für Live-Musik zu sehen. Warmes Licht, eine gemütliche Atmosphäre. Der Schriftzug „Bastei“ ist außen beleuchtet und vom Rhein aus sichtbar. So haben viele Kölner die Bastei noch heute in Erinnerung. Als festlichen Ort direkt am Rhein. (Foto: Imago / Arkivi)
In den äußeren Ring um die Bastei passten einst zwei Tischreihen. Hier schwebte man quasi über der Rheinpromenade und blickte durch die großen Panoramafenster auf den Rhein, die Hohenzollernbrücke und den Dom. Die Bilder zeigen, wie die Bastei 1926 (innen) und 1929 (außen) ausgesehen hat.
Bastei in Köln verfällt heute zusehends
Wer heute an der Bastei vorbeikommt, sieht ein verfallenes Gebäude: Der Blick durch die Fenster von außen lässt erahnen, dass es drinnen mittlerweile sehr trostlos aussieht. Einer der traditionsreichsten Treffpunkte Kölns rottet seit Jahren vor sich hin.
Kann das einst stolze Lokal noch einmal belebt werden?
Das ist derzeit noch nicht klar. Seit nunmehr über 20 Jahren (1997) ist die Bastei nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Auch private Veranstaltungen sind seit März 2019 nicht mehr möglich. Im Jahr 2024 wurde das Gebäude 100 Jahre alt.
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Das Restaurant brannte im 2. Weltkrieg 1943 aus und war auch nach Ende des Krieges noch viele Jahre eine Ruine. Erst im 1958, also 15 Jahre später, erstrahlte die Bastei wieder im alten Glanz. Nun folgte die längste Öffnungsphase in der Geschichte am Stück. Ab 1958 war hier ein Restaurant von Hans Herbert Blatzheim, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet war.
Die Bastei wurde zuletzt 1985 für 1,5 Millionen Mark saniert. Das Gebäude und die Technik veraltete in den Jahren darauf jedoch zusehends. Im Jahr 1997 wurde das Restaurant für den normalen Betrieb geschlossen. Im Anschluss war es lediglich noch für private Veranstaltungen nutzbar. Der Denkmalschutz machte eine Sanierung schon damals so teuer, dass es schwerlich bezahlbar war.

Bastei: „Defizite in allen tragenden Teilen“
Seit 2019 erfolgte eine detaillierte Bestandsaufnahme der Bausubstanz „die eine sehr marode Bausubstanz zeigt“, wie die Stadt Köln bereits im April 2022 mitteilte. Experten der TU-Braunschweig hatten die Bausubstanz der Bastei detailliert untersucht.
Das ernüchternde Ergebnis liegt nun vor und ist am 6. Februar 2023 ein Tagesordnungspunkt im Betriebsausschuss: So zeige das Ergebnis aller Messungen und Berechnungen, „dass die Bestandskonstruktion der Decke oberhalb des preußischen Unterbaus, die den Boden des Veranstaltungsbereichs bildet, eindeutige Defizite in allen tragenden Teilen aufweist.“
Die Experten stellten „plastische Verformungen“, „Korrosionen“, „Querschnittsschwächungen“ und „eine an sich stark unterbemessene Konstruktion“ fest.
Die Empfehlung: „Daher spricht sich der Statiker für einen Rückbau der tragenden Konstruktion aus.“ Heißt konkret: Die Bastei, wie wir sie oben im Bild gesehen haben, ist in ihrer ursprünglichen Bausubstanz nicht zu retten.
Die Zukunft der Bastei? Zum aktuellen Zeitpunkt völlig ungewiss…



