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Schüsse in Köln

Die unheimliche Serie der Schüsse in Köln: Eine Chronologie

Schüsse auf Geschäfte in der Kölner Innenstadt. Das ist in Köln seit August zur traurigen Realität geworden. Immer wieder wurden zuletzt Geschäfte in der nachts beschossen, zuletzt am 21. Oktober in der Breite Straße. Am frühen Morgen des 21. Oktober nahm die Polizei zwei Tatverdächtige in Deutz vorläufig fest. Der Fall reiht sich in zahlreiche Angriffe auf Geschäfte, Gaststätten und Wohnhäuser ein, die in Köln 2026 öffentlich bekannt geworden sind.

Die Chronologie der Vorfälle umfasst 19 dokumentierte Fälle: 15 mit Schüssen und vier mit Explosionen oder Brandsätzen. Die Übersicht ist keine amtliche Gesamtstatistik. Auch ist nicht belegt, dass die Taten miteinander zusammenhängen. (Foto: Symbolbild – ki-generiert)

Auch Wohnungen und Kinderzimmer wurden getroffen

Mehrere Fälle zeigen, dass die Schüsse auch Menschen in ihren Wohnungen gefährdet haben. In Westhoven befanden sich eine Mutter und ihr achtjähriger Sohn im Haus, als auf ein Fenster der oberen Etage geschossen wurde. In Mülheim trafen Schüsse im September neben einem Restaurant auch ein Fenster einer Wohnung. In dem Zimmer schlief ein zehnjähriges Kind. Alle blieben unverletzt.

Bei der Explosion am Friesenwall im Mai erlitt dagegen ein Bewohner über der betroffenen Bar eine leichte Rauchvergiftung. In mehreren Fällen prüft die Polizei Zusammenhänge zu früheren Taten. Ein gemeinsames Motiv für sämtliche hier aufgeführten Angriffe ist nicht nachgewiesen.

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Die Chronologie für Köln 2026

2. Februar: Schüsse auf Haus in Westhoven

Gegen 3.15 Uhr wird auf ein Einfamilienhaus an der Oberstraße geschossen. Eine 36-jährige Bewohnerin und ihr achtjähriger Sohn befinden sich im Schlafzimmer der oberen Etage. Beide bleiben unverletzt.

31. Mai: Explosion am Friesenwall

Gegen 6 Uhr explodiert ein Sprengsatz am Eingang einer Shisha-Bar. Es entsteht ein Brand. Ein Bewohner über dem Lokal erleidet eine leichte Rauchvergiftung. Bilder und weitere Informationen zur Explosion am Friesenwall findet ihr hier.

2. Juni: Einschusslöcher an Juweliergeschäft gemeldet

Zeugen melden Beschädigungen an der Fensterfront eines Juweliers an der Subbelrather Straße. Im Zuge der Ermittlungen stellt sich heraus, dass es Einschusslöcher sind. Wann geschossen wurde, geht aus der herangezogenen Polizeimeldung nicht hervor.

4. Juni: Angriff auf Eisdiele in Raderberg

An einer Eisdiele an der Brühler Straße wird gegen 2 Uhr ein pyrotechnischer Gegenstand gezündet. Die Scheibe der Eingangstür zersplittert. Ein Feuer entsteht nicht. Die Polizei ermittelt wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

7. Juni: Schüsse auf Imbiss in Höhenberg

Ein geschlossener Imbiss an der Olpener Straße wird beschossen. Die Polizei nimmt drei Tatverdächtige zunächst fest und findet in Tatortnähe eine Schusswaffe.

7. Juni: Sprengsatz vor Wohnhaus in der Innenstadt

Gegen 4 Uhr explodiert vor einem Mehrfamilienhaus an der Corneliusstraße mutmaßlich ein selbst gebauter Sprengsatz. Haustür und Fensterscheiben werden erheblich beschädigt. Niemand wird verletzt. Über die Explosion an der Corneliusstraße haben wir hier berichtet.

8. Juni: Wohnung in Bilderstöckchen beschossen

Gegen 2.20 Uhr treffen Schüsse die Fenster einer Wohnung im zweiten Obergeschoss eines Hauses an der Vogesenstraße. Die Bewohner, 70 und 71 Jahre alt, bleiben unverletzt.

10. Juni: Zweiter Angriff auf dieselbe Eisdiele

Erneut wird die Eisdiele an der Brühler Straße in Raderberg angegriffen. Anwohner hören gegen 2.55 Uhr einen Knall. Die Glasfront wird beschädigt, im Innenraum brennen ein Tisch und mehrere Stühle.

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1. bis 4. August: Uhrengeschäft an der Breite Straße getroffen

Ein Uhrengeschäft wird zwischen dem 1. August, 23 Uhr, und dem Morgen des 4. August beschossen. Ein Mitarbeiter entdeckt die Einschusslöcher in der Eingangstür beim Aufschließen. Ein genauer Tattag ist zunächst nicht bekannt.

12. August: Erneute Schüsse auf das Uhrengeschäft

Wieder fallen Schüsse auf das Geschäft an der Breite Straße. Anwohner melden gegen 3.45 Uhr Schussgeräusche. Die Polizei findet Einschüsse in einer Scheibe und der Fassade sowie Patronenhülsen.

21. August: Juwelier an der Keupstraße beschossen

Gegen 3.40 Uhr wird ein Juweliergeschäft in Mülheim beschossen. Beamte finden Einschüsse in der Scheibe und mehrere Patronenhülsen auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

25. August: Schüsse auf Mehrfamilienhaus in Vingst

Gegen 23.40 Uhr fallen Schüsse auf ein Haus an der Ansbacher Straße. Die Polizei entdeckt Einschusslöcher in der Fassade. Sie prüft einen Zusammenhang mit der vorherigen Bedrohung eines Bewohners.

31. August: Café in der Südstadt getroffen

Ein Mann schießt gegen 7.40 Uhr auf ein Café an der Bonner Straße. Nach ersten Erkenntnissen durchschlagen vier Projektile die Fensterfront. Im Café befindet sich niemand.

5. September: Schüsse auf Bar in Ostheim

Gegen 7 Uhr wird eine Bar an der Frankfurter Straße beschossen. Eine Person hält sich darin auf und bleibt unverletzt. Eine Mordkommission übernimmt die Ermittlungen.

18. September: Restaurant und Wohnung in Mülheim getroffen

Gegen 6.35 Uhr treffen Schüsse ein Haus mit Restaurant im Erdgeschoss. Auch ein Fenster der darüberliegenden Wohnung wird getroffen. In dem Zimmer schläft ein zehnjähriges Kind. Niemand wird verletzt.

13. Oktober: Zwei Geschäfte an der Mittelstraße beschossen

Zwei Modegeschäfte werden getroffen. Die Polizei zählt neun Einschüsse am ersten Geschäft und zwei an einem weiteren. Ein Anwohner berichtet, erstmals gegen 1.30 Uhr Schüsse gehört zu haben.

17. Oktober: Schüsse auf Einfamilienhaus in Merkenich

Gegen 3.20 Uhr fallen Schüsse auf ein Einfamilienhaus nahe dem Bellerkreuzweg. Zum Tatzeitpunkt befindet sich niemand im Haus. Zeugen beobachten anschließend zwei flüchtende Männer.

17. Oktober: Restaurant in Rodenkirchen beschossen

Etwa eine Stunde später wird ein Restaurant am Maternusplatz beschossen. In der Glasfront finden sich mehrere Einschusslöcher. Laut Zeugen flüchten zwei Personen auf E-Scootern in Richtung Rhein.

21. Oktober: Wieder Schüsse an der Breite Straße

Gegen 3.50 Uhr wird erneut auf das Uhrengeschäft geschossen. Die Polizei nimmt zwei Männer im Alter von 18 und 42 Jahren vorläufig fest. Bei dem 42-Jährigen wird eine Schusswaffe sichergestellt.

Was sind die Hintergründe der Schüsse?

Darüber gibt bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Bei einem Teil der Angriffe könnten Erpressungen eine Rolle spielen. Es wird vermutet, dass die Taten meist als „Crime as a service“ ausgeführt werden.

Das heißt, dass Handlanger aus ärmlichen Milieus für wenig Geld angeheuert werden. Das macht es für die Polizei schwierig, an die Hintermänner zu gelangen.

Geschäftsleute sollen durch Drohungen und Schüsse zur Zahlung hoher Geldsummen gezwungen werden. Welche Hintergründe die einzelnen hier aufgeführten Fälle haben und welche Taten zusammenhängen, ist bislang nicht geklärt.

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